Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

"Mir liegt die Strecke am Nürburgring"

OVB
+
So war es in der letzten Saison, als Audi ein Dreifach-Sieg am Nürburgring gelang und der Rosenheimer Martin Tomczyk (Zweiter von rechts) ganz oben auf dem Siegerpodest stand.

Rosenheim - Der gebürtige Rosenheimer Martin Tomczyk (29) hat sich seit zehn Jahren fest in der DTM etabliert, auch wenn sich die hohen Erwartungen des Audi-Piloten für diese Saison bisher noch nicht erfüllten - ein Interview!

Nach zwei technischen Defekten im Auftaktrennen in Hockenheim sowie beim letzten Rennen am Norisring und einer Disqualifikation in Valencia verlief bisher nur der Lauf am Eurospeedway mit Platz sechs einigermaßen erfolgreich.

In einem Gespräch mit der OVB-Sportredaktion verrät er, warum er trotzdem daran glaubt, seinen Sieg am Nürburgring vom Vorjahr zu wiederholen und wie sein Praktikum im Kindergarten verlief.

In den ersten Rennen dieser Saison hatten Sie bis jetzt viel Pech, wie sehen Sie noch Ihre Chancen auf einen Titelgewinn?

Schlecht, dafür bin ich zu sehr Realist. Die DTM ist ein sehr hartes Geschäft und jeder Punkt zählt. Leider haben wir in den ersten Rennen zu viele liegen gelassen, weswegen ich jetzt wohl keine Chance mehr auf den Meistertitel haben werde. Jetzt muss ich einfach mit dem Team gut zusammenarbeiten und gute Einzelresultate rausfahren, die sind auch sehr wichtig.

Sie haben bis jetzt zweimal mit Audi am Nürburgring gewonnen, warum denken Sie, wird diese Statistik kommendes Wochenende noch verbessert?

Weil ich ein gutes Auto habe und mir die Strecke doch sehr liegt.

Seit 2003 haben immer abwechselnd ein Mercedes und dann ein Audi gewonnen. Warum endet dieses Mal diese Serie?

Ich glaube wir haben einen kleinen aerodynamischen Vorteil gegenüber dem Mercedes. Außerdem haben sich die Autos im Vergleich zum letzten Jahr kaum verändert. Deswegen müssten wir ja eigentlich immer noch schneller sein. (lacht)

Worin sehen Sie genau die Vorteile an Ihrem Auto?

Ich denke unser Auto passt wunderbar zu dieser Strecke. Besonders im 1. Sektor kann unser sehr agiles Auto die nötigen Hundertstel rausfahren und in den schnelleren Passagen haben wir womöglich auf Grund der Aerodynamik am Auto auch ein paar Vorteile.

Nach den Ergebnissen der ersten Rennen könnte man ja schon eine Tendenz für die restliche Saison erkennen. Glauben sie es gibt in der DTM veränderte Kräfteverhältnisse und es wird schwieriger werden am Nürburgring die Plätze eins bis vier zu belegen?

Nachdenklich und trotzdem zuversichtlich: Der Rosenheimer DTM-Fahrer Martin Tomczyk.

Das glaube ich nicht. Unsere klare Zielsetzung lautet: Sieg. In Hockenheim beim ersten Rennen war ein Audi vorne und ist mit technischem Defekt ausgeschieden. Am Lausitzring war Mercedes bis jetzt immer stark und hat das dieses Jahr leider wieder bestätigt. Beim letzten Rennen am Norisring lag ich in guter Position und bin wieder mit technischem Defekt ausgeschieden. Die nächsten Strecken liegen uns aber eigentlich. Wir müssen jetzt einfach versuchen aufzuholen, das Feld näher zusammenzurücken und die Entscheidung um die Meisterschaft noch etwas hinauszuzögern.

Wie gehen Sie mit der unglücklichen Situation um, beschäftigen Sie sich mit Was-Wäre-Wenn-Fragen?

Nein natürlich nicht. Das Team und ich sind dafür schon zu lange dabei und zu abgeklärt, um uns darüber den Kopf zu zerbrechen. Wir haben die Fehler analysiert und arbeiten daran.

Es verdichten sich ja im Moment immer mehr Gerüchte um eine Rückkehr von Opel in die DTM. Wie beurteilen Sie das?

Falls dies wirklich wahr werden sollte freue ich mich natürlich darüber. Die Vielfalt macht es doch meistens noch besser. Die Qualität würde bei Opel sicher auch stimmen. Ich freu mich schon darauf, einen in meinem Rückspiegel zu sehen (lacht).

Sie haben vor einiger Zeit mal gesagt, Sie könnten keinen Beruf außer Rennfahrer ausüben, ein Praktikum im Kindergarten würde Sie jedoch interessieren. Haben Sie schon eins gemacht?

Ich komme einfach super mit Kindern aus und wollte es einfach mal ausprobieren. Vor zwei Jahren hat mir dann Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer einmal die Möglichkeit gegeben.

Wie waren Ihre Eindrücke im Kindergarten?

Es macht schon Spass, ist aber auch sehr stressig. Und vor allem laut, wenn da über 30 Kinder um einen rum springen. Ich habe den größten Respekt vor jedem, der das macht. Ich könnte es auf Dauer nicht.

Interview: Marius Achatz (Oberbayerisches Volksblatt)

Kommentare