Martin Tomczyk gewinnt 24-Stunden-Rennen

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Martin Tomczyk mit einem Audi TT RS auf dem Weg zum Klassensieg beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring.

Rosenheim/Eifel - Dritter Sieg in den letzten drei Rennen: Nach den beiden jüngsten Erfolgen in der DTM gewann Martin Tomczyk nun auch bei einem 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring.

Freie Wochenenden sind zu langweilig, dachte sich Martin Tomczyk vielleicht und setzte sich, nach seinem zweiten DTM-Saisonsieg vor einer Woche in der Lausitz, auch am Samstag und Sonntag wieder ins Auto. Mit dem ging es nicht wie üblich eine Stunde im Sprinttempo um die Rennstrecke, sondern ganze 24 Stunden auf die über 25 Kilometer lange Nordschleife in der Eifel. Für Tomczyk war es der dritte Einsatz seiner Karriere in einem solchen Rennen.


Doch wie auch in der DTM war die Zielstellung klar. Gefahren wird auf Sieg, allerdings "nur" um den Klassensieg. Um diesen kämpfte der Rosenheimer mit einem Audi TT RS, der von Audi für einen späteren Einsatz im Kundenmotorsport vorbereitet wird.

Doch das Rennen rund um den Nürburgring begann für Martin Tomczyk und seine drei Fahrerkollegen (Biela, Ammermüller, Klingmann) mit einem Rückschlag. In der dritten Runde sorgte ein Reifenschaden für einen langen Aufenthalt an der Box. Der Audi, eingesetzt von Raeder Motorsport, musste daraufhin von Beginn an eine Aufholjagd starten.


Von Platz 80 aus kam der Audi mit Hilfe von Martin Tomczyk wieder durchs Feld nach vorn. Nach seinem ersten Einsatz, im über 200 Autos umfassenden Feld, übergab Tomczyk den TT RS auf Platz 28 an seinen Teamkollegen, denn Fahrerwechsel sind während eines solch langen Rennens wichtig. Getauscht wird entweder zum Tankstopp, das wäre ein Stint, oder der Fahrer verlängert seinen Einsatz um einen weiteren Stint. Wechselt das Team geschickt zwischen diesen Möglichkeiten, ebnet das oftmals den Weg in die Spitzengruppe.

Dieser immer näher kam über die Nacht hinweg auch Tomczyks Audi. Erstmals tauchte die Nummer 125 kurz nach Tageswechsel auf dem Zeitenmonitor der besten 20 Autos auf. Doch waren zu diesem Zeitpunkt noch zwei kritische Phasen zu überstehen. Der morgendliche Wechsel von Nacht auf Tag und der innere Kampf gegen die stärker werdende Müdigkeit. "Ich habe eigentlich nicht geschlafen und wenn man dann immer wieder eineinhalb Stunden Höchstleitung gibt, ist man irgendwann fertig. Aber jetzt freuen wir uns erstmal."

Die letzten zwei Rennstunden überließ Tomczyk dann wieder seinen Teamkollegen, konnte so schon ein wenig entspannen. Und: Den angestrebten Klassensieg feiern. Übrigens ist das der dritte Sieg in Tomczyks letzten drei Rennen. Viel Zeit zum Feiern bleibt aber auch diesmal nicht. Denn bereits ab Donnerstag geht es zur ersten bayerischen DTM-Veranstaltung 2011 an den Norisring in Nürnberg (siehe Verlosung rechts). Dann wieder im gelb-grünen Schäffler Audi und als Meisterschaftsführender.

re/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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