Letztes Skimo-Rennen für Anton Palzer

Zum Karriere-Abschied als Skibergsteiger: 7. Platz im WM-Individual

Toni‘s letztes Rennen - WM-Individual in Andorra.
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Toni‘s letztes Rennen - WM-Individual in Andorra.

Nach seinem sensationellen Vizeweltmeistertitel im Vertical am Donnerstag läuft Anton Palzer beim Individual Rennen am Samstag im Nebel von Andorra auf den siebten Platz. Zufrieden und dankbar beendet er damit die diesjährigen ISMF Weltmeisterschaften und seine Karriere als Skibergsteiger, um sich zukünftig ganz dem Profiradsport zu widmen.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Andorra - Für Anton Palzer war das Individual-Rennen nicht nur sein letzter Auftritt bei der WM 2021, sondern nach dreizehn aktiven Jahren für das SkimoTeamGermany (DAV) auch sein letzter Start überhaupt im Outfit der Nationalmannschaft Skibergsteigen. Entsprechend motiviert stand er am Samstag noch einmal an der Startlinie.  

Individual im Nebel von Andorra

Kurz vor dem Start musste die Strecke aufgrund dichten Nebels auf eine Ersatzstrecke verlegt werden. Aus einem alpinen Rennen, bei dem Toni seine ganze Erfahrung im freien Gelände hätte ausspielen können, wurde ein verkürztes und damit extrem schnelles Pistenrennen über 1600 Höhenmeter.

„Ich war heute noch einmal top-motiviert am Start gestanden – bei meinem letzten Rennen wollte ich noch einmal alles geben. Es ging sofort knüppelhart los. Bergauf war ich voll dabei, aber in der ersten Abfahrt, bei sehr schlechter Sicht, bin ich dann nicht volles Risiko gegangen und habe einige Sekunden liegenlassen. In der zweiten Runde war es dann besser, da ich wusste, wo die Strecke langging. Am Ende ein siebter Platz. Ich denke nicht, dass ich mich mit dem Ergebnis verstecken muss, gerade auch nach meinem Vizeweltmeistertitel vor zwei Tagen.“

Toni‘s letztes ISMF Podium - WM Silbermedaille im Vertical.

„Ich wollte noch einmal zeigen, dass ich zu den besten Skibergsteigern gehöre.“

Obwohl es bereits Ende 2020 beschlossene Sache war, dass sich Tonis sportliche Zukunft auf dem Rennrad abspielen wird, war es ihm wichtig noch eine Saison als Skibergsteiger an den Start zu gehen. Auch da er nach 2019 noch eine Rechnung mit den Weltmeisterschaften offen hatte, die damals nicht nach Plan verliefen. „Ich wollte noch einmal zeigen, dass ich im Skibergsteigen zu den Besten gehöre - dass ich nach 2015 und 2017 nochmal einen Vizeweltmeistertitel holen konnte, ist einfach sensationell. Mich so zu verabschieden hätte ich mir nicht besser ausmalen können. Ich bin einfach nur wahnsinnig dankbar für die vielen Erlebnisse und Freundschaften, die mir dieser Sport beschert hat. Es war wirklich eine tolle Zeit – Danke an alle, die ein Teil davon waren!“

Toni blickt auf dreizehn erfolgreiche Jahre mit der Nationalmannschaft Skibergsteigen zurück: Im Winter 2008/2009 startete er zum ersten Mal auf internationaler Bühne und wurde gleich 2009 Europameister bei den Cadets (U18). Danach folgten zahlreiche WM und EM-Titel in den Juniorenklassen, vier WM-Medaillen bei den Seniors, einige Weltcup-Siege, zwei Top-3 Platzierungen im Gesamtweltcup und der Gewinn des Vertical-Gesamtweltcups. Ein erster Rückblick auf Tonis Karriere ist auf skimo.at (11.12.2020) zu finden.

Emotionen pur - Tränen der Freude und des Abschieds.

Radtraining statt Skimo Weltcup-Finale

Nach der erfolgreichen WM hat sich Toni dazu entschieden beim Weltcup-Finale Ende März im italienischen Madonna di Campiglio nicht mehr an den Start zu gehen. Nach einer kurzen Pause wird er sich voll und ganz auf seine zukünftige Karriere als Radprofi fokussieren.

„Die WM war mein klarer Saisonhöhepunkt, der jetzt auch voll aufgegangen ist. Ich denke ich kann stolz heimfahren. Die nächsten Tage werde ich mit der Familie und Freunden meine Skibergsteigerkarriere Revue passieren lassen. Danach hoffe ich, dass ich den Wechsel aufs Rad gut schaffe. Ich freue mich auf jeden Fall wahnsinnig auf meine neuen Herausforderungen.“

Zum 1. April schlüpft Toni offiziell in das Trikot des UCI World Tour Teams BORA-Hansgrohe. Voraussichtlich wird er bei der „Tour of the Alpes“ (19. - 23. April 2021) das erste Mal als Radprofi an der Startlinie stehen. 

Pressemeldung Nine and One Athletenmanagement

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