Nach tödlichem Trainingsunfall in Kanada

Das sagt Ski-Legende Wasmeier zu Burkharts Todesdrama

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Lenggries - Der Tod des erst 17-jährigen Max Burkhart aus Garmisch-Partenkirchen in Calgary schockiert auch den dreifachen Vater und Olympiasieger Markus Wasmeier. Die Ski-Legende stellt aber auch fest: "Es war immer riskant".

Wasmeier weiß, wie es sich anfühlt, wenn ein Skifahrer tödlich verunglückt. Leider. Als Gernot Rein­stadler (20), das letzte männliche Todesopfer bei einer Weltcup-Veranstaltung, 1991 auf der legendären Lauberhorn-Abfahrt in Wengen tödlich verunglückte, stand der ehemalige Speedspezialist im Ziel, nur 50 Meter entfernt, und sah den Österreicher im Qualifikationsrennen stürzen. Am nächsten Tag stand er selbst im Starthaus. Er redete sich ein, dass ein Fahrfehler zu diesem schlimmen Unfall geführt und dass er diesen Fehler nicht begehen würde. "Anders geht es nicht", erklärt der 54-Jährige der tz.


Wasmeier, dessen Sohn Lukas (23) zum deutschen B-Kader gehört, hat seinen Söhnen (die anderen beiden haben die Ski-Karriere bereits aufgegeben) die hohe Geschwindigkeit übrigens nie verboten. "Wenn er überzeugt gewesen wäre, dass er Abfahrt fahren will, hätte ich nichts dagegen gehabt", sagte Wasmeier der Zeitung über Lukas, der im Slalom und Riesenslalom an den Start geht. 

"So etwas passiert nicht nur im Skisport"

In der Skiwelt fördern Tragödien wie die von Burkhart oder dem französischen Weltcupfahrer David Poisson (35), der von rund vier Wochen ebenfalls bei einem Trainingssturz verunglückte, die üblichen Reaktionen hervor: Ist die Geschwindigkeit zu hoch? Muss man Abfahrten besser absichern? Ist die Materialentwicklung schuld? Wasmeier findet es richtig, sich zu hinterfragen, aber nur bis zu einem gewissen Punkt. "Dass der Sport gefährlich ist, weiß jeder, der am Start steht. Das Risiko und die Herausforderung zu meistern, ist auch genau das, was Spaß macht.


Dass es einen jungen Mann so plötzlich aus dem Leben gerissen hat, sei "erschreckend", aber der Doppelolympiasieger von Lillehammer betont auch: "So etwas passiert nicht nur im Skisport. Wenn ich meinen Jungs das schnelle Skifahren verboten hätte, dürfte ich sie auch nicht mit dem Rennrad oder dem Mountainbike in der Berge lassen."

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Quelle: rosenheim24.de

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