Den längeren Atem und die besseren Nerven

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Großer Jubel im Lager des SV Erlbach: Dieser eine Sieg könnte den Holzland-Kickern bereits zum Klassenerhalt reichen.

Trostberg - Großer Jubel beim SV Erlbach: Die Holzland-Elf schlug 1860 Rosenheim II im Elfmeterschießen und hofft nun, dass der VfR Garching am Dienstag gewinnt. Dann wäre der Klassenerhalt bereits perfekt.

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Den längeren Atem und die besseren Nerven hatte der SV Erlbach am Sonntag in der Bezirksoberliga-Relegation. Die Holzland-Elf schlug die Bayernliga-Reserve des TSV 1860 Rosenheim in Trostberg mit 8:7 (1:0, 1:1, 1:1) nach Elfmeterschießen. Dieser Sieg könnte den Rot-Weißen nach einer schwierigen Saison schon zum Klassenerhalt reichen, nämlich dann, wenn der VfR Garching am Dienstag mit einem Sieg gegen Sonthofen in die Landesliga aufsteigt.

Den besseren Start erwischten allerdings die Sechziger: Andreas Schwinghammer zog aus 25 Metern ab und der Ball schlug hinter Martin Ronis zum 1:0 (12.) ein. Die Schenk-Schützlinge blieben am Drücker und hätten bis zur Pause eigentlich noch ein zweites Tor nachlegen können. Die beste Gelegenheit dazu hatte Martin Huber, der nach Flanke von Schwinghammer aber an einer Fußabwehr von Torhüter Ronis scheiterte (42.).


In der Kabine schien das Erlbacher Trainerduo Grabmeier/Maier aber die richtigen Worte gefunden zu haben, denn nun wendete sich das Blatt. Nur vier Minuten nach dem Wiederanpfiff gelang der Holzland-Elf der Ausgleich. Ein langer Pass von Ganghofer erreichte Angreifer Bernhard Waldher, der sich gegen Hauswirth und Wallner durchsetzte und anschließend die Kugel an Torwart Schmid vorbei ins lange Eck schob – 1:1 (49.). Mit zunehmender Spieldauer bekam Erlbach immer mehr Oberwasser. Die beste Gelegenheit zum Siegtreffer in der regulären Spielzeit hatte Peter Schreiner, der einen Freistoß aus 22 Metern an die Unterkante der Latte setzte (77.). Das Schenk-Team konnte sich dagegen keine klare Möglichkeit mehr erspielen.

In der Verlängerung regierte dann eher die Vorsicht. Keiner der beiden Klubs wollte in Rückstand geraten. Folgerichtig blieben klare Torraumszenen aus und das Elfmeterschießen musste entscheiden. Dort hatte der SVE das bessere Ende für sich, da nur Kapitän Michael Schreiner verschoss. Die Sechziger hatten dagegen zwei „Unglücksraben“ in ihren Reihen: Lohmaier als erster Schütze knallte den Ball an die Latte und Wallner scheiterte in der letzten Runde an Schlussmann Ronis, der zuvor schon selbst verwandelt hatte.

„Wir hatten heute das glücklichere Ende auf unserer Seite. In der ersten Halbzeit war Rosenheim besser, ab der 60. Minute hatten wir das Spiel aber vollständig unter Kontrolle“, meinte Erlbachs Coach Johann Grabmeier. Kollege Hans Schenk war etwas enttäuscht: „Im Elfmeterschießen ist es natürlich immer Glückssache. Insgesamt können wir aber auf eine sehr gute Saison zurückblicken.“

Das Spiel in der Statistik:

1860 Rosenheim II: Schmid, Paccagnel (98. Hartl), Wallner, E. Martin, Hauswirth, Lohmaier, Schwinghammer (55. Hönninger), Birner, Martin Huber, Bichler, Vorbeck (73. Millich) – Trainer: Schenk.

SV Erlbach: Ronis, Schaumeier, Minigshofer, P. Schreiner, Ganghofer, M. Schreiner, Waldher (68. Kostner), Salzger (33. Schall), Jäger (112. Ludascher), Berg, Hager – Trainer: Grabmeier/Maier.

Schiedsrichter: Riepl (Altenerding).

Zuschauer: 800 (in Trostberg).

Bes. Vorkommnisse: keine.

Tore: 1:0 (12.) Schwinghammer, 1:1 (49.) Waldher.

Elfmeterschießen: Lohmaier schießt an die Latte, 1:2 Minigshofer, 2:2 Hauswirth, 2:3 Berg, 3:3 Bichler, 3:4 Ronis, 4:4 E. Martin, Schmid hält gegen M. Schreiner, 5:4 Birner, 5:5 Ludascher, 6:5 Martin Huber, 6:6 Hager, 7:6 Hartl, 7:7 P. Schreiner, Wallner scheitert an Ronis, 7:8 Kostner.

mw / Beinschuss regional

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