Funktionäre bestätigen Kolbermoors Abstieg

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Nicht spielberechtigt: Franz-Xaver Pelz hätte gegen Schwindegg nicht mitwirken dürfen. Das wurde dem SV DJK Kolbermoor nun zum Verhängnis.

Rosenheim - Funktionäre des BFV haben das Relegations-Aus und den Abstieg des SV DJK Kolbermoor II bestätigt. Nun bekommt Schwindegg gegen Großholzhausen eine zweite Chance.

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Hintergrund: Im Relegationsspiel am Freitag gegen den SV Schwindegg (6:4 nach Elfmeterschießen für Kolbermoor) spielten beim SV DJK unter anderem auch Franz-Xaver Pelz und Robert Eppler, eigentlich feste Mitglieder der Kolbermoorer Bezirksliga-Elf. Anschließend stellte sich aber heraus, dass diese Akteure nicht spielberechtigt waren. Nach §44 der BFV-Spielordnung dürfen in einem Relegationsspiel einer „unteren“ Mannschaft (in diesem Fall der 2. Mannschaft) nur Spieler eingesetzt werden, die nicht in einem der letzten vier Punktspiele der „oberen“ Mannschaft – in diesem Fall der Bezirksliga-Mannschaft – in der ersten Halbzeit mitgewirkt haben (§44, Abs. 2b der BFV-Spielordnung).

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Die Kolbermoorer Funktionäre machten dazu zunächst auch alles richtig und verzichteten ab dem 27. Spieltag (Spiel in Ebersberg) auf die benannten Spieler. Doch am letzten Spieltag trat der TSV Wasserburg nicht zum Bezirksliga-Spiel auf dem Huberberg an. Da für die Einsatzregelung aber nur „tatsächlich ausgetragene Spiele“ gewertet werden können, hätten Eppler & Co. für einen Relegationseinsatz in der Reserve aber schon ab dem 26. Spieltag (gegen Miesbach) nicht mehr in der 1. Mannschaft eingesetzt werden dürfen.

Bilder vom Spiel am vergangenen Freitag:

SV Schwindegg - SV Kolbermoor II

 © McWilliams / Beinschuss regional
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Das haben mittlerweile auch Funktionäre des Bayerischen Fußball-Verbandes bestätigt. „Tatsache ist, dass Kolbermoor unerlaubt Spieler eingesetzt hat. Die Verantwortlichen haben sich bei mir vor fünf bis sechs Wochen zwar nach dem allgemeinen Prozedere erkundigt, von den „tatsächlich ausgetragenen Spielen“ war dabei aber keine Rede“, sagte Spielgruppenleiter Armin Bernard unserer Redaktion. Auch der Kreisvorsitzende Bernd Schulz hat sich mittlerweile an höchster Stelle abgesichert. „Ich habe mit der Rechtsabteilung in der Verbandszentrale in München gesprochen und ganz klar gesagt bekommen, dass es sich um ein Vergehen des SV DJK Kolbermoor handelt. Die Kolbermoorer Verantwortlichen hätten den §44 der Spielordnung genau durchlesen müssen“, erklärte Schulz auf Anfrage.

Die Folgen für die Kolbermoorer Reserve sind erheblich: Die für heute abend in Au gegen Großholzhausen geplante Partie wurde abgesagt. Außerdem wurde die Neubauer-Elf mit sofortiger Wirkung von der Relegation disqualifiziert, das Spiel gegen Schwindegg im Nachhinein für Kolbermoor als verloren gewertet. Damit steht der Kolbermoorer Abstieg in die A-Klasse fest. Auch das bestätigte der Kreisvorsitzende Schulz, der mittlerweile auch schon die Begegnung zwischen Großholzhausen und Schwindegg, das damit eine zweite Chance bekommt, angesetzt hat. Die Begegnung findet am Freitag (10. Juni) um 18.30 Uhr auf der Anlage in Rott statt.

mw

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