100 Kilometer der Hitze getrotzt

OVB
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Die Schwindegger Ultraläufer Andreas Ober, Günther Weitzer und Dirk Walprecht am Start der 100-km-Weltmeisterschaft.

Winschoten - Nicht zu bremsen ist derzeit der Schwindegger Günther Weitzer. Im Ultralauf holte er sich den dritten Platz bei den World Masters.

Nachdem er bereits Ende April bei den deutschen Meisterschaften im Ultralauf mit einem dritten Platz in seiner Altersklasse überraschte, gelang ihm nun dasselbe Kunststück bei den World Masters im niederländischen Winschoten. Ebenfalls am Start über die 100 Kilometer waren die Vereinskollegen Dirk Walprecht und Andreas Ober.


Schwülwarmes Wetter mit Temperaturen um 30 Grad forderten den Teilnehmern alles ab. Von den gestarteten 325 Teilnehmern erreichten nur 192 das Ziel in der vorgegebenen Maximalzeit von zwölf Stunden. Auf einem flachen Rundkurs, der überwiegend durch den Ort führte, kam beste Stimmung durch die begeisterten Zuschauer auf.

Die Schwindegger Ultraläufer wollten die schnelle Strecke vorrangig für persönliche Bestzeiten in der Weltelite nutzen. Anders ausgedrückt: Dirk Walprecht und Günther Weitzer wollten möglichst nahe an die Neun-Stunden-Marke herankommen, Andreas Ober peilte eine Zeit zwischen zehn und elf Stunden an. Nach 40 Kilometern mussten diese ambitionierten Ziele aufgrund der immer größer werdenden Hitze jedoch deutlich nach unten korrigiert werden. Gefordert war jetzt vor allem mentale Stärke, um den Lauf überhaupt erfolgreich zu beenden. Dirk und Günther liefen den größten Teil des Rennens weitgehend zusammen und zogen sich immer wieder gegenseitig aus dem Tief.


Erst in der letzten Runde hatte Günther Weitzer die besseren Reserven und erreichte als Dritter das Ziel in 9:45:15 Stunden, gut fünf Minuten vor Dirk (9:50:44), der damit seine persönliche Bestzeit um über eineinhalb Stunden verbessern konnte.

Auch Andreas Ober hatte auf der zweiten Streckenhälfte schwer zu kämpfen, schaffte es aber mit einer guten letzten Runde doch noch seine persönliche Bestzeit um fünf Minuten auf 11:33:58 Stunden zu verbessern. Gesamtsieger bei den Männern wurde in 6:27:32 Stunden der Italiener Giorgo Calcaterra, bei den Damen siegte die Russin Marina Bychkova in 7:27:19 Stunden.

efl/Mühldorfer Anzeiger

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