Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Kein Titel, aber einige Durchstarter

Landkreis - Im Vorjahr gab es alleine durch Bastian Schweinsteiger zwei Titel (deutsche Meisterschaft und DFB-Pokal) für die heimischen Profifußballer aus der Region. In dieser Saison versuchten sich gleich 14 Kicker aus der Region in den Bundesligen - ohne Titel. Trotzdem hatten einige Akteure durchschlagenden Erfolg.

Die interessanteste Saison hatte mit Sicherheit erneut Bastian Schweinsteiger. Der 24-Jährige aus Oberaudorf wurde mit dem FC Bayern München deutscher Vizemeister und rettete mit der Champions-League-Teilnahme eine turbulente Spielzeit mit der Amtsübernahme von Jürgen Klinsmann, einem eher schwachen Saisonstart und starkem Vorrundenende sowie mehreren Ausrutschern in der Rückrunde bis hin zum neuerlichen Wechsel auf der Trainerbank auf Jupp Heynckes. Im DFB-Pokal kam für den Titelverteidiger das vorzeitige Aus, eine erfolgreiche internationale Saison wurde in der Champions League durch das deftige 0:4 in Barcelona zunichte gemacht. Schweinsteiger selbst kam auf 31 Bundesliga-Einsätze mit fünf Toren, spielte viermal im DFB-Pokal (zwei Tore) und neunmal in der europäischen Königsklasse (zwei Tore). Zudem bestritt er vor der aktuellen Asienreise neun Länderspiele von Beginn an und ist mit der deutschen Mannschaft stark auf Kurs in Richtung WM 2010 in Südafrika.

Fotoserie

Kräftig durchgestartet bis in die Nationalmannschaft ist auch Maximilian Nicu. In seiner ersten Bundesliga-Spielzeit überzeugte der Mittelfeldspieler von Hertha BSC Berlin derart, dass der Priener mit rumänischen Wurzeln in die Auswahl der Rumänen berufen wurde und beim WM-Qualifikationsspiel in österreich seinen ersten Einsatz (sechs Minuten) hatte. Der 26-Jährige spielte mit Hertha BSC bis zum Schluss um die deutsche Meisterschaft mit und schaffte am Ende mit Rang vier die Qualifikation für die Europa League, den Nachfolge-Wettbewerb des UEFA-Cups. In 28 Bundesliga-Spielen (davon 19 über die volle Distanz) erzielte Nicu zwei Tore, hinzu kamen in dieser Saison für den vom SV Wehen-Wiesbaden nach Berlin gewechselten Priener zwei Einsätze im DFB-Pokal und sieben Partien im UEFA-Cup (ein Tor).

Nicht so gut getroffen hat es in dieser Saison Mittelfeldspieler Thomas Broich vom 1. FC Köln, in der Spielzeit 07/08 noch maßgeblich am Bundesliga-Aufstieg der Domstädter beteiligt. Der 28-Jährige kam lediglich auf zwölf Bundesliga-Einsätze und eine Begegnung im DFB-Pokal, blieb dabei jeweils torlos. Insgesamt hat der Zellerreiter nun 56 Partien im deutschen Fußball-Oberhaus absolviert. Nun wechselt er zum 1. FC Nürnberg .

Auf seine ersten Einsätze in der höchsten deutschen Fußball-Liga kann sich Florian Heller freuen. Nach den Zweitliga-Stationen SpVgg Greuther Fürth und FC Erzgebirge Aue wechselte der frühere Panger im vergangenen Sommer zum FSV Mainz 05, mit dem er prompt den Aufstieg in die Bundesliga schaffte. 29-mal kam Heller in dieser Saison beim "Karnevalsverein" zum Einsatz, dabei erzielte er zwei Tore. Auch fünf DFB-Pokal-Spiele stehen für ihn zu Buche. Insgesamt kommt der 27-Jährige damit auf 109 Zweitliga-Spiele. Die abgelaufene Spielzeit dürfte mit Sicherheit zu den Höhepunkten im Hellers Fußballer-Laufbahn gehören, zumal sich dem Aufstieg einige unvergessliche Feierlichkeiten anschlossen.

Bender-Zwillinge mit turbulenter Saison

In der 2. Bundesliga verbleiben drei weitere Spieler aus der Region: Der Ramerberger Leonhard Haas und die Brannenburger Zwillinge Lars und Sven Bender. Der 27-Jährige Haas konnte persönlich mit seiner Saison bei der SpVgg Greuther Fürth durchaus zufrieden sein, auch wenn sein Team als Fünfter wieder im Aufstiegsrennen das Nachsehen hatte. Bestritt er in der Saison 07/08 aufgrund von Verletzungsproblemen lediglich neun Zweitliga-Spiele, so kam der Mittelfeldspieler diesmal auf 28 Einsätze und erzielte dabei vier Treffer. Einmal war Haas auch im DFB-Pokal im Einsatz. Insgesamt hat er nun 50 Zweitliga-Einsätze zu vermelden.

Lars und Sven Bender erlebten einmal mehr eine turbulente Spielzeit mit dem TSV 1860 München, die mit Rang zwölf und dem Gerade-noch-Klassenerhalt abgeschlossen wurde. Gleich drei Trainer (Marco Kurz, Uwe Wolf und Ewald Lienen) und zwei Sportdirektoren (Stefan Reuter und Micky Stevic) hatten bei den Löwen das Sagen, wobei letztlich fast nur das Chaos regierte. Lars Bender kam verletzungsbedingt nur auf 15 Spiele, erzielte dabei allerdings drei Tore und hat insgesamt nun 56 Einsätze in der zweithöchsten Spielklasse, Sven Bender hatte heuer 25 Partien gespielt und weist nun 65 Einsätze auf. Die beiden 20-Jährigen werden von Erstligisten heftig umworben, wobei der Wechsel von Lars Bender im Sommer 2010 zu Bayer 04 Leverkusen sicher ist.

Böse erwischt hat es den Aßlinger Robert Lechleiter, der im vergangenen Sommer mit großen Hoffnungen von der drittklassigen SpVgg Unterhaching zum Bundesliga-Absteiger Hansa Rostock gewechselt war. An der Ostsee kam Lechleiter lediglich zu 13 Zweitliga-Spielen mit drei Toren und verließ Rostock im Winter wieder. Der 28-Jährige ging in die 3. Liga zum VfR Aalen, konnte diesen aber mit drei Toren in 16 Spielen nicht vor dem Abstieg bewahren. Zum Ende der Saison hin verletzte sich Lechleiter zudem noch schwer - Kreuzbandriss! Nun steht erstmal die Reha auf dem Programm.

Enttäuschung herrschte am Saisonende auch bei der SpVgg Unterhaching und damit bei Tobias Schweinsteiger und Maximilian Pfaffinger nach dem verpassten Aufstieg. Die Hachinger wurden am Ende nur Vierter und bleiben damit in der 3. Liga. Der 27-jährige Oberaudorfer Schweinsteiger hatte in dieser Saison mit Verletzungsproblemen zu kämpfen und kam bei 34 Einsätzen auf drei Tore, der talentierte 21-jährige Pfaffinger spielte siebenmal in der Drittliga-Mannschaft, wurde aber durch einen Platzverweis im Regionalliga-Team der Hachinger von seinem Aufwärtstrend abgehalten.

Heinze Stammspieler

Als Stammspieler fast ohne Verletzungssorgen blieb der Rosenheimer Timo Heinze im Team vom FC Bayern München 2. Der vielseitige Akteur kam beim Tabellenfünften auf 31 Drittliga-Einsätze und stieg sogar zum Kapitän der "kleinen Bayern" auf. Für den 23-Jährigen steht nun aber ein Wechsel in eine höhere Spielklasse an - mehrere Zweitligisten sollen ihr Interesse angemeldet haben.

Auf Rang sieben haben die Kickers Offenbach die Saison in der 3. Liga abgeschlossen - mit im Team war der Rosenheimer Michael Kokocinski. Der 24-Jährige kam auf 18 Spiele im Trikot der Hessen (ein Tor), hinzu kamen zwei Einsätze im DFB-Pokal.

Eine gute Saison spielte eigentlich Manuel Riemann. Der Ampfinger im Kasten von Wacker Burghausen fand nach seiner schweren Knieverletzung schnell wieder zu alter Form, konnte aber den Abstieg der Salzachstädter in die Regionalliga nicht mehr verhindern. Im Gegenteil, der 20-jährige Schlussmann war maßgeblich daran beteiligt, dass der SV Wacker fast bis zum Schluss noch auf den Klassenerhalt hoffen konnte - weshalb sich jetzt auch höherklassige Vereine (unter anderem Mainz 05) für "Titan junior" interessieren sollen.

Auf den Spuren Riemanns befindet sich auch Michael Kaltenhauser - allerdings spielt der junge Babenshamer in österreich. Der 19-Jährige Schlussmann agierte im Nachwuchsbereich von Red Bull Salzburg und hatte in dieser Saison seine ersten Profieinsätze in der zweiten Mannschaft der Mozartstädter. Mit den Red Bull Juniors belegte Kaltenhauser einen Mittelfeldplatz in der zweithöchsten Spielklasse. Achtmal kam er dort bislang zum Einsatz, starke dreimal hielt er seinen Kasten sauber.

Kommentare