Katharina Kühn fährt zur EM

Wasserburg - Erfolg für den deutschen Damenbasketball: Das Nationalteam um Neu-Bundestrainer Bastian Wernthaler schaffte die Quali für die EM in Polen - mit dabei ist auch Wasserburgs Katharina Kühn.

In der regulären Qualifikationsrunde im Sommer 2010 war Deutschland unter Coach Imre Szittya noch kläglich gescheitert. In den vergangenen zwei Wochen boten die Mädels teils berauschende Vorstellungen gegen Teams, die als deutlich zu stark eingeschätzt wurden. Zwei Gruppen á fünf Mannschaften kämpften beim Qualifikationsturnier in Italien um gerade mal einen einzigen Platz, den sich am Ende Deutschland sicherte. Zum Auftakt gab's ein 69:57 gegen Belgien. Nach der 59:65-Pleite gegen Rumänien schien die Qualifikation in unerreichbarer Ferne, doch sensationelle Triumphe über Gastgeber Italien (78:57) und Serbien (74:64) brachten Deutschland ins Endspiel gegen Ungarn. „Wir sind ein Team, in dem es eine klare Rollenverteilung gibt, wer punkten soll. Aber wenn es nicht so lief bei Anne Breitreiner oder Romy Bär, dann sind andere eingesprungen wie Svenja Greunke. Wir spielen super Teamplay und können uns voll aufeinander verlassen“, berichtet Katharina Kühn begeistert von den vergangenen beiden Wochen. Und spricht Coach Wernthaler ein großes Lob aus, dessen klare Analysen und Ansprachen sie besonders schätzt. Zudem hat der Ex-Trainer von Schwabing einen anderen Stil eingeführt, bissiger und aggressiver in der Verteidigung, schneller und flexibler in der Offensive.


Im Finale waren die deutschen Damen dann nicht mal von den favorisierten Ungarinnen zu stoppen. Deutschland siegte zuhause und auswärts (59:53, 67:56) und gehört jetzt wieder zu den besten 16 europäischen Teams. Die Rolle des Außenseiters liegt den Mädels scheinbar und daran wird sich auch in der Vorrunde nichts ändern. „Wenn wir schon mal da sind, dann wollen wir auch Polen und Montenegro schlagen“, meint Kühn scherzhaft. Damit wäre der Einzug in Runde zwei so gut wie sicher, denn an Spanien wird vermutlich überhaupt niemand vorbeikommen. Dann müsste der ehemalige Wasserburger Kapitän auf einen Großglocknerausflug mit ihrer Familie verzichten. Der ließe sich allerdings nachholen und deshalb bereut es Kühn nicht, den Bitten von Wernthaler, Nationalmannschaft zu spielen, nachgegeben zu haben. „Ich bin grad viel fitter als zuletzt in Wasserburg, sonst würde ich hier bei der sehr körperlichen Spielweise nicht mitkommen. Ich bin natürlich nicht fürs Punkten zuständig, sondern verteidigen, rebounden, Blöcke stellen, etc.“ Sie wird auch in der EM-Endrunde als Backup von Lisa Koop von der Bank kommen und in zehn bis 20 Minuten alles für das Team geben. „Für uns und mich persönlich kommt jetzt die Kür!“

Pressemeldung TSV Wasserburg

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