Jets siegen beim Favoriten FC Tittling

OVB
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Die Jets - wie hier Thomas Herget - waren von den Tittling Granits nicht zu bremsen.

Jettenbach - Mit einer Galavorstellung sicherten sich die Basketballer aus Jettenbach beim Tabellenzweiten den Tittling Granits wichtige Punkte im Kampf um die Vizemeisterschaft.

Mit einer Rumpfmannschaft, so fehlten die beiden erkrankten Spielertrainer Widmer und Danese, und auch Abt, Nieß und Neßler konnten die knapp 140 km lange Anreise in den Bayerischen Wald nicht mitmachen, traten die Jets als Tabellendritter zum Spitzenspiel an.


Was jedoch die verbliebenen Korbjäger vom Inn auf das Parkett der Tittlinger Dreiburgenhalle zauberten, ließ sogar den stets besonnenen Jettenbacher Abteilungsleiter Martin Kneidl ins Schwärmen geraten: "Das war das beste Spiel der Jungs, das ich seit Bestehen der Mannschaft gesehen habe."

Die Devise beim klaren Favoriten und Hinspielsieger aus dem Ilztal hieß: Ruhig, diszipliniert und kontrolliert spielen, den freien Mann anspielen, aus jeder Lage werfen, aber auf gar keinen Fall mit dem Kopf durch die Wand! Mit dieser Einstellung konnten die Jets das erste Viertel (18:18) ausgeglichen gestalten.


Die Zuschauer sahen ein flüssiges Spiel ohne viele Unterbrechungen mit beiderseits guten und raffinierten Anspielen unter dem Korb und mit Durchsetzungsvermögen der jeweiligen Centerspieler. Gestärkt durch das ausgeglichene Ergebnis brannten die Jets im zweiten Viertel dann ein wahres Basketball-Feuerwerk ab. Sechs erfolgreiche Dreierwürfe und eine starke Defensivarbeit bildeten die Grundlage für eine deutliche 49:27-Halbzeitführung.

Den Gastgebern, sichtlich beeindruckt von der Jettenbacher Spielstärke, gelangen dagegen in den ersten acht Minuten des zweiten Viertel nur ganze zwei Punkte. Das gab es in den ganzen bisherigen Rundenspielen noch nie, so Tittlings ehemaliger Zweitligatrainer Mario Nitsch. Die Jungs haben in diesem Spielviertel auch Gas ohne Ende gegeben, so Kneidl in seiner Spielanalyse. Zudem kamen die Pässe zum freien Mann an und das Aufbauspiel hätte auch nicht besser sein können.

Die Gastgeber mit ihren Spitzenwerfern Markus Kilger (20 Punkte) und Johannes Keil (16) - beide belegen aktuell die Plätze eins und zwei im Ranking der Spitzenwerfer der Bezirksklasse Ost - kämpften sich im dritten Viertel ins Spiel zurück. Früh wurden die Jets im Spielaufbau gestört. Aber diese zeigten sich weiterhin nervenstark und im Gegensatz zum Spiel gegen Spitzenreiter Wolnzach auch abgeklärt.

Die komfortable Pausenführung konnte noch um einige Punkte zum 67:42-Zwischenstand ausgebaut werden. Die Granits steckten jedoch auch in einem turbulenten Schlussviertel nicht auf. Punkt für Punkt und mit vier erfolgreichen Dreierwürfen verringerten sie den Abstand deutlich. Bitter für die Jets zudem in der Schlussphase des Spieles das frühe Ausscheiden von Topwerfer Markus Kneidl (20 Punkte) wegen einer Fußverletzung und von Daniel Herget (14) wegen des fünften persönlichen Fouls.

Die routinierten Spieler Manuel Kaseder (17 Punkte) und Andi Weinreich (2) ließen jedoch gemeinsam mit Thomas Herget (12), Stefan Kneidl (6), Max Widmer (5) und dem voll in die Mannschaft integrierten Kreisligaspieler Florian Sepp (5) in einen fairen Spitzenspiel mit sehr wenigen Spielunterbrechungen nichts mehr anbrennen und bewiesen, dass man mit einem kompakten Mannschaftsspiel auch vermeintliche Granitblöcke aus dem Weg räumen kann.

Die Jets und ihre Fans freuen sich nun auf das kommende und sicherlich spannende Lokalderby am Samstag, 17. März, um 18 Uhr beim ebenfalls um den zweiten Tabellenplatz mitspielenden SV Seeon.

psc/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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