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Irmler kennt die Tricks von Scholl

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Patrick Irmler, der hier seinen Heimspieltreffer gegen Frohnlach bejubelt, kennt Mehmet Scholl bereits seit 2008.

Buchbach - Es ist ganz ohne Zweifel das "Spiel des Jahres" für den TSV Buchbach, wenn am Freitag vor über 2500 Zuschauern die U 23 des FC Bayern in der SMR-Arena gastiert.

Es gibt ein ausverkauftes Haus mit über 2500 verkauften Karten, einen neuen Zuschauerrekord in der Vereinsgeschichte, jede Menge Prominenz und natürlich ein sportlich hoch interessantes Match.

Immerhin sind die Bayern, die als Tabellendritter anreisen, die einzige noch ungeschlagene Mannschaft der Fußball-Regionalliga Bayern. Die Gastgeber haben die letzten drei Heimspiele gewonnen und sich mit dem 4:0 in Bamberg in eine glänzende Ausgangssituation gebracht. Die Mannschaft von Anton Bobenstetter und Sepp Kupper steht auf Platz acht und hat gerade mal vier Punkte weniger als die Bayern. "Natürlich sind die Bayern haushoher Favorit. Aber das wird eine Atmosphäre wie bei einem Pokalspiel, wenn der Underdog einen scheinbar übermächtigen Gegner herausfordert", sagt Kupper, der irgendwie hofft, dass es seiner Mannschaft gelingt, den Bayern die erste Niederlage beizubringen. "Da müsste schon alles klappen und bei den Bayern ganz wenig", schätzt Kupper die Chancen realistisch ein.

Auch wenn Bayern-Trainer Mehmet Scholl immer betont, dass er lauter "Bubis" auf dem Platz stehen hat, stimmt das natürlich nur bedingt. Mit dem Ex-Löwen Stefan Buck (31), dem Albaner Altin Lala (36) und Tobias Schweinsteiger (30) kann Scholl auf eine Achse setzen, die Profi-Erfahrung in Hülle und Fülle mitbringt. Angriffsführer Schweinsteiger, der vor der Saison aus Regensburg kam, bekommt es mit Maximilian Hain zu tun, Buck soll von Hannes Hain abgemeldet werden und Lala, der zuletzt wegen einer Verletzung pausieren musste, wird von Harry Bonimeier beschattet. Lala hat in seiner langen Karriere über 100 Länderspiele für Albanien bestritten und zehn Jahre für Hannover in der 1. Bundesliga gespielt. Kupper: "Das ist eine Mannschaft die aus Ex-Nationalspielern und aktuellen Junioren-Nationalspielern besteht." Jüngster im Bunde dieser Nationalspieler ist der 18-jährige Mitchell Weiser, der für 800 000 Euro aus Köln gekommen ist, dort gehört ja sein Vater Patrick, der viele Jahre für Köln, Wolfsburg und Stade Rennes die Fußballschuhe geschnürt hat, seit der vergangenen Saison dem Trainerteam an. Erfolgreichster Angreifer der Bayern ist der Ex-Hachinger Bastian Fischer (19) mit vier Treffern, große Stücke hält Scholl auch auf Patrick Weihrauch (18), der bislang zweimal getroffen hat.

Dass ehemalige Stars wie Gerd Müller, Wolfgang Dremmler oder Scholl überhaupt jemals die Treppe zur Buchbacher SMR-Arena hinaufsteigen würden, hätte man sich vor ein paar Jahren in Buchbach nicht träumen lassen. Einer, der Scholl und seine Tricks sehr gut kennt, ist Patrick Irmler, der seit 2010 im Besitz der DFB-Trainer-A-Lizenz ist und im Laufe der Trainer-Ausbildung im Frühjahr 2008 zusammen mit Mehmet Scholl und Nürnbergs Trainer Michael Wiesinger die B-Lizenz gemacht hat. Irmler: "War super, ihn als Person in dieser Zeit kennenlernen zu dürfen. Er hat natürlich viele Anekdoten aus seiner eigenen Karriere erzählt, aber auch wertvolle fußballerische Tipps und Ratschläge gegeben." Seitdem ist der Kontakt zwischen Scholl (TV-Expertentätigkeit uvm.) und Irmler (Diplom-Sportwissenschaften-Studium abgeschlossen und seit einem Jahr bei Red Bull im Marketing angestellt) natürlich weniger geworden, aber nicht gänzlich abgerissen. "Die eine oder andere SMS wird nach wie vor hin- und hergeschickt", so Irmler.

Fehlen wird bei den Buchbachern neben Tom Hamberger und Thomas Breu Alexander Schmalhofer (privat verhindert). Kapitän Alex Neulinger hat sich in Bamberg die große Zehe gebrochen und muss jetzt einige Wochen pausieren, dagegen lässt die Wadenverletzung von Manuel Neubauer einen Einsatz zu und so wird Neubauer den TSV Buchbach im Spiel des Jahres als Kapitän aufs Feld führen.

mb/Oberbayerisches Volksblatt

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