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Kowarz: „Sechzig überzogen aggressiv“

OVB
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Nach toller Vorarbeit von Sechziger-Stürmer Thomas Masberg (Nummer 13) brauchte sein Sturmkollege...

Rosenheim - Als schlechter Verlierer hat sich am Wochenende der Trainer des Bayernligisten TSV Rain, Kurt Kowarz, gezeigt. Nach der 0:2-Niederlage beschwerte er sich vor allem über die Rosenheimer 60er.

Lesen Sie hier den Originalartikel aus dem Oberbayerischen Volksblatt:

Intensives Spiel voller Emotionen

Provokationen hatte es schon auf dem Spielfeld genug gegeben beim 2:0 des TSV 1860 Rosenheim in der Fußball-Bayernliga gegen den zuletzt elf Spiele ungeschlagenen TSV Rain.

Offensichtlich getroffen vom bitteren Ende dieser beeindruckenden Serie trat Kurt Kowarz auch hinterher noch kräftig nach. Der Trainer der Gäste begann in der Pressekonferenz zu schwadronieren über eine überzogene Aggressivität der Sechziger, die, weil der Schiedsrichter das nicht rechtzeitig unterbunden habe, "richtig hinlangen konnten und uns damit den Schneid abkauften". Das gipfelte schließlich im "Kompliment an meine Mannschaft, die nicht mit gleicher Münze zurückgezahlt" habe. Womit Kowarz heftigen Widerspruch geradezu herausforderte.

...Danijel Majdancevic den Ball auf eine unkonventionelle Art und Weise nur noch ins leere Tor zu schieben.

Manfred Burghartswieser aber blieb gelassen. Konnte er auch. Zum einen war dem Spielertrainer der Sechziger erst einmal wichtig, dank einer kämpferisch starken Leistung und den beiden Treffern durch Majdancevic (23.) und Masberg (89.) drei nicht unbedingt erwartete Punkte im Abstiegskampf gesammelt zu haben, zum anderen betonte er, dass seine Mannschaft zwar aggressiv gespielt, "unsere Mittel in die Waagschale geworfen", sich aber immer im Rahmen der Legalität bewegt habe. "Das waren keine schmutzigen Fouls, wir waren nicht unfair", schilderte er seine Sicht der Dinge. Und wurde durch die Statistik bestätigt. Schiedsrichter Solter verteilte zehn Gelbe Karten, fünf an Rosenheim, fünf an Rain. Dazu eine Gelb-Rote, die traf den baumlangen Aleksandar Dmitrovic, Innenverteidiger des TSV Rain, nach einem groben Foulspiel gegen Linnemann.

Kowarz also nur ein schlechter Verlierer? Immerhin gab der frühere Profi des 1. FC Nürnberg zu, dass der "Sieg der Rosenheimer verdient" gewesen war. Zwar sei seine Mannschaft gut ins Spiel gekommen, habe die Räume gut zugestellt und damit der Kathrein-Elf Probleme bereitet, sich Chancen zu erarbeiten. Die Führung in der 23. Minute aber sei dann "schön herausgespielt gewesen", so der Rainer Coach. Thomas Masberg war es, der das 1:0 von Danijel Majdancevic uneigennützig und mustergültig vorbereitet hatte und in der 89. Minute zum "Mann des Tages" avancierte, als er ganz überlegt einen Konter zum 2:0 abschloss.

Und das war pure Erleichterung für Burghartswieser und sein Team: "Das tut richtig gut, im Abstiegskampf zählt ja jeder Punkt doppelt", atmete er nach zuletzt zwei Niederlagen am Ende der "sehr intensiven 90 Minuten voller Emotionen" auf. Seine ersatzgeschwächte Mannschaft hatte in dem von beiden Seiten recht hart geführten Spiel gleich nach dem Anstoß eine gute Chance durch Andreas Schwinghammer und Franz Höhensteiger, nach 20 Minuten ging Markus Ostarek allein Richtung Rainer Tor, Schwinghammers Schuss wischte dann knapp drüber. Die Führung nach 23 Minuten entsprach also dem Spielverlauf, erst danach übernahm Rain mehr Initiative und der spätere Sünder Aleksandar Dmitrovic hatte in der 38. Minute Pech, dass sein Kopfball nur gegen das Lattenkreuz krachte.

"Nach der Pause haben wir keine Chance für den Gegner mehr zugelassen", lobte Burghartswieser seine Mannschaft, die es aber versäumte, die Konter gegen die nun sehr offen agierenden Gäste besser auszuspielen. "Da hätten wir uns das große Zittern ersparen können", meinte Co-Trainer Schiller und dachte vor allem an die Szene, als Danijel Majdancevic allein vor dem Kasten viel zu nachlässig abschloss und damit die endgültige Entscheidung vertagte. Zu diesem Zeitpunkt war der TSV Rain schon dezimiert, Thomas Masberg war es dann vorbehalten, mit seinem 10. Saisontreffer den Schlusspunkt unter recht hektische, aber unterhaltsame 90 Minuten zu setzen.

"Der Sieg war klar verdient", meinte Burghartswieser. Und zumindest in diesem Punkt war er mit Kowarz einer Meinung.

TSV 1860 Rosenheim: Maschke - Adamosky, Höhensteiger, Wimmer, Ostarek, Schwinghammer (77. Linnemann), Christian Hofmann, Majdancevic, Florian Hofmann, Einsiedler, Masberg (90. Konya).

Tore: 1:0 Majdancevic (23.); 2:0 Masberg (89.)

Schiedsrichter: Roman Solter (Mantel-Weiherhammer)

Zuschauer: 220

Gelb/Rote Karte: Dmitrovic (83., wiederholtes Foulspiel)

hü/Oberbayerisches Volksblatt

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