Ex-Nationalspieler beim DJK zu Gast

Hitzlsperger ermutigt DJK im Kampf gegen Homophobie

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Die siegreichen Vereine der DJK-Meisterschaften mit den Urkunden: v.l. Präsident Werner Berger,Jugendleiter Peter Peckmann von DJK-SG Ramsau, Thomas Hitzlsperger, Jugendleiter Gerhard Hartinger von DJK-SV Oberndorf, Fachwart Uwe Ritschel, Jugendtrainer Sasa Stoleski von SB DJK Rosenheim.
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Bruckmühl/Götting - Im Kampf gegen Homophobie lud der katholische Sportverband DJK seine Jugendleiter zu einer Diskussion mit dem Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger ein.

Mittelpunkt des Treffens der Fußballspartenleiter der DJK-Vereine im DJK-Sportverband München und Freising am Freitag in Götting (Markt Bruckmühl) war die Thematik „Kampf gegen Homophobie im Fußball“.

Dazu stand Thomas Hitzlsperger als ehemaliger Fußballprofi und Nationalspieler den interessierten Fußballjugendleitern Rede und Antwort.

Die Deutsche Jugendkraft (DJK) ist der bundesweit organisierte, katholische Sportverband. Dem DJK-Diözesanverband München und Freising gehören derzeit 34 Ortsvereine mit ca. 25.000 Mitgliedern an.

Mit dem Videoclip „Der Tag wird kommen“ (siehe unten) – es geht um das Outing eines homosexuellen Fußballprofis – leitete Ritschel das Thema ein. Die anschließende Fragestunde eröffnete der Präsident des DJK- Sportverbands, Werner Berger, mit der Frage nach dem Echo auf das Coming out von Hitzlsperger im Januar dieses Jahres. Aus der Runde der Jugendleiter kamen weitere Fragen an den gebürtigen Forstinninger.

Warum die Veröffentlichung erst nach der Karriere? Wie war dein Leben bis dahin? Wie hat die Familie reagiert? Hat deine Mannschaft das vorab gewusst? Geduldig, authentisch und gewinnend ging der Ex-Profi auf alle Fragen ein und schilderte anschaulich, wie es im Profifußball zugeht, wie seine persönliche Entwicklung war, wie Familie und Umfeld zu ihm stehen und wie er das Thema des Abends, aber auch andere Projekte gegen Ausgrenzung und Rassismus unterstützt.

Hitzlsperger wurde von Fachwart Uwe Ritschel und Präsident Werner Berger (rechts) mit Präsenten und mitviel Applaus für den gelungenen Abend verabschiedet.

Werner Berger schlug den Bogen von der Homophobie zur Inklusion und erläuterte: „Wir befassen uns im Diözesanverband mit Inklusion, also mit der Teilhabe an allen gesellschaftlichen Prozessen, unabhängig von den unterschiedlichen Voraussetzungen, und dazu gehört auch der Aspekt homosexuelle Sportler/innen. Deshalb bin ich dankbar, dass es unserem Fachwart Uwe Ritschel gelungen ist, mit Thomas Hitzlsperger einen prominenten und äußerst fundierten Gesprächspartner zu gewinnen“.

Hitzlsperger ermutigt zu Offenheit

Die Jugendleiter aus den Vereinen suchten vor allem konkrete Hilfen, wenn im Verein über einen Sportler oder Trainer Mutmaßungen über eine homosexuelle Orientierung laut werden. Hitzlsperger riet hier immer zur Offenheit und zum vertrauensvollen und offensiven Umgang, auch wenn das im Einzelfall nicht ohne Risiko gehen wird: „Die Reaktionen auf mein Outing waren mit großer Mehrheit positiv, warum soll das in euren Vereinen anders sein“, ermutigte er die Fußballer.

Pädophiles Verhalten und Homosexualität werden gleichgesetzt

Ein oft gehegtes Misstrauen und Missverständnis brachte Fachwart Ritschel ins Gespräch: Häufig wird homosexuelle Orientierung und pädophiles Verhalten in einem Atemzug genannt oder gar gleichgesetzt. „Hier ist eine klare Unterscheidung notwendig und ein vorschneller Schluss vom einen auf das andere unzulässig und falsch“, betonte er.

Hitzlsperger zeigte sich durchaus beeindruckt von der Offenheit der Teilnehmer und auch von den Aktionen des Diözesanverbands: „Ihr seid mit diesem ganzheitlichen Ansatz in Sachen Inklusion und mit der Prävention sexualisierter Gewalt vorne dran und genau auf dem richtigen Weg. Das DJK-Motto ́Sport um der Menschen willen ́ gefällt mir ausnehmend gut.“

Video: Der Tag wird kommen

Quelle: Pressemitteilung DJK-Diözesanverband München und Freising

Quelle: rosenheim24.de

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