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Höchster Saisonsieg für die Sechziger

Klasse-Zweikampfszene von Florian Hofmann, der einem Kötztinger den Ball abluchst.

Rosenheim (OVB) - Unterschiedlicher konnte die Stimmungslage kaum sein. Am Wochenende trafen die Rosenheimer Sechziger auf den 1. FC Bad Kötzting.

Während Hans Kuchler, der Trainer des 1. FC Bad Kötzting, seiner Mannschaft "schwere Zeiten" prophezeite, düstere Perspektiven malte und davon sprach, nach diesem Auftritt stehe man "zu Recht da unten", sah Manfred Burghartswieser für sich und die Seinen "die Sonne scheinen".

Der derzeit verletzte Spielertrainer des TSV 1860 Rosenheim strahlte nach dem 4:0-Erfolg gegen den Tabellenletzten, dem dritten Sieg in Folge für die Sechziger in der Fußball-Bayernliga: "Jetzt können wir positiv in die Zukunft blicken."

So bitter der Nachmittag für Kuchler und seine schwer gebeutelte Truppe war, so sonnig war er für Burghartswieser und die Kathrein-Elf. Mit Spielwitz und Elan hat man nun erst mal ein kleines Polster angelegt zu den Abstiegsrängen, hat das Spiel eigentlich schon fast nach zehn Minuten entschieden. Für Kuchler war es die Schlüsselszene, als nach dem ersten, vorsichtigen Abtasten Benedikt Schmid zunächst für die Oberpfälzer eine Chance vergab, im Gegenzug aber Thomas Masberg nach einem schönen Doppelpass mit Majdancevic die erste ernsthafte Rosenheimer Aktion in der elften Minute mit der Führung krönte. Überlegt schob der Rosenheimer Torjäger den Ball ins lange Eck und alles, was sich die Kötztinger vorgenommen hatten, war nur mehr Makulatur.

Der Grundstein zum Sieg: 1860-Angreifer Thomas Masberg schiebt zur Führung ein. Fotos Ziegler

"Wir wollten hier kompakt stehen, drei Punkte mitnehmen", so Kuchler. Davon aber war fortan nichts zu erkennen. "Diese Szene hat das Spiel geprägt, so ein Tor gibt Selbstvertrauen", freute sich Burghartswieser, der nun seine Mannschaft sicher und souverän aufspielen sah. Majdancevic hatte eine Kopfball-Chance, dann rettete der Kötztinger Velkoborsky per Fallrückzieher. Nach 25 Minuten zog Masberg aus gut 20 Metern mal eben ab, der Ball ging flach ins linke Eck, und der Schütze feierte seinen achten Saisontreffer. "Von da an", so Kuchler, "war das Spiel endgültig gelaufen." Nie hatte man nun das Gefühl, die Hausherren könnten das Geschehen noch aus der Hand geben, Haas und Karayün hätten noch vor der Pause erhöhen können.

Erspart aber blieb das den Kötztingern dennoch nicht. Nach dem Wechsel besorgte Sebastian Niebauer mit herrlichen Kopfball ins Eck nach scharfer Flanke von Dominik Haas das Rosenheimer 3:0 per Eigentor (66.) und in der Nachspielzeit durfte dann Yunus Karayün völlig allein auf den bedauernswerten Torhüter Michael Riederer zulaufen, hatte keine Mühe mehr, den Endstand zu markieren.

Hans Klinger, Fußball-Chef des TSV 1860, konnte sich nicht erinnern, wann seine Mannschaft, die als äußerst defensivstark, aber nicht allzu torhungrig gilt, zuletzt so klar gewonnen hat, "in der Bayernliga noch nie", mutmaßt er. Für ihn, aber auch für Burghartswieser war es ein ungewohnt entspannter Nachmittag in der milden Herbstssonne, zwar hatte der Coach "sicher kein glänzendes Spiel" seiner Mannschaft gesehen, "aber wir sind gut in der Ordnung gestanden und haben wenig zugelassen." Was allerdings auch am Gegner lag, der sich harmlos, uninspiriert und auch nicht allzu engagiert präsentierte. Ein paar Mini-Chancen durch Schmid, mehr kam nicht. "Wenn das Abstiegskampf war", schimpfte Kuchler, "dann haben einige nicht begriffen, um was es geht."

Während Kuchler, erst seit wenigen Wochen auf den Trainerstuhl zurückgekehrt, "bitter enttäuscht" war, sieht Burghartswieser rosige Aussichten, warnt aber gleichzeitig vor Euphorie: "Auch wir sind noch mitten im Abstiegskampf, das darf man nicht vergessen. Unser Ziel sind 45 Punkte, wir haben erst 23 und bis Weihnachten noch schwere Aufgaben vor der Brust."

TSV 1860 Rosenheim: Maschke, Höhensteiger, Sauer, Wimmer, Christian Hofmann (ab 80. Adamosky), Haas, Florian Hofmann, Karayün, Majdancevic (ab 86. Ostarek), Einsiedler, Masberg (ab 70. Schwinghammer).

Schiedsrichter: Imser (Hallein/Österreich).

Zuschauer: 150.

Tore: 1:0 (11.) Masberg, 2:0 (25.) Masberg, 3:0 (66., Eigentor) Niebauer, 4:0 (90.) Karayün. hü

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