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Viel Raum für Diskussionen

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Das 2:0 für Gersthofen durch Neumeyer (nicht auf dem Bild), der nach einer Ecke erfolgreich war.

Rosenheim - Es lief die 92. Minute, der SB/DJK Rosenheim rannte in der Spitzenpartie der Fußball-Landesliga Süd gegen den TSV Gersthofen dem Ausgleich hinterher - und dann eine viel diskutierte, spielentscheidende Situation.

Die Gäste führten mit 2:1 und die Sportbündler bekamen im Schlussspurt noch einmal einen Eckball zugesprochen. Diesen köpfte Philipp König in Richtung langes Eck des Gäste-Tores. Weiter kam die Kugel aber nicht mehr, denn ein Gersthofener Verteidiger wischte den Ball mit der Hand weg vom Tor - klarer Fall von Elfmeter, doch Schiedsrichter Sven Engl (RSV Ittling) machte keinen Muckser. Letztlich landete der Ball dann bei Gersthofens Tormann Christian Krieglmeier, einige Sekunden später folgte der Abpfiff. Der SBR verlor mit 1:2, die Herbstmeisterschaft wurde verpasst.

"Ein klarer Elfer" echauffierte sich Rosenheims Trainer Walter Werner, sonst einer, dem Schiedsrichter-Kritik fremd ist. Bereits eine Viertelstunde vor dem Ende war der SBR-Coach wie ein Rumpelstilzchen von seiner Bank aufgesprungen, nachdem Michael Tot nach einem Zuspiel alleine in den Strafraum marschiert wäre, dann aber die Fahne des Assistenten hochschnellte und der Abseitspfiff ertönte. "Da hat es gleich um mehrere Meter gefehlt", so Werner.

Nach dem Spiel fand er aber schnell wieder zu einem kühlen Kopf. Und suchte die Gründe für die Niederlage vor der eigenen Türe: "Gersthofen war in der Anfangsphase überlegen und dann mussten wir die ganze Zeit einem Rückstand hinterher rennen. Ab der 20. Minute haben wir gut gespielt, konnten aber unsere Gelegenheiten nicht nutzen."

Die Chancen für einen Sieg wären sicherlich dagewesen - auch ohne Schiedsrichter. Die Gäste überließen das Spiel nach der frühen Führung - erzielt durch die beiden Ex-Profis Mark Römer und Andreas Neumeyer jeweils nach Ecken von Ronny Roth - den Rosenheimern, die dann auch ihre Gelegenheiten bekamen: Zunächst rettete Krieglmeier gegen Onur Kaya, dann vergab Franz Eyrainer eine Hundertprozentige und eine Kopfballverlängerung von Benedikt Maier endete mit einer spektakulären Parade des Gersthofener Schlussmannes. Der war beim Anschlusstor kurz vor der Pause machtlos, als Benedikt Richter eine Eyrainer-Hereingabe ins eigene Tor beförderte.

Nach dem Wechsel blieben die glasklaren Möglichkeiten für den SBR dann aber aus. Ein Schuss von Michael Tot geriet zu schwach im Abschluss, ein gut angetragener Versuch von Kaya flitzte knapp am Winkel vorbei und nach einer Kaya-Hereingabe rettete ein Gäste-Verteidiger in höchster Not. Gersthofen verteidigte mit viel Geschick und Cleverness, gepaart mit etwas Glück. Bei einem Befreiungskonter in der 90. Minute hatte Maximilian Obermeyer für die Gäste die Entscheidung auf dem Fuß, die SBR-Defensive konnte aber vereint klären. Es folgte die Nachspielzeit, die noch einmal jede Menge Raum für Diskussionen zuließ, am Ergebnis aber nichts mehr veränderte.

SB/DJK Rosenheim: Vockensperger, Maier, Hofer (ab 67. König), Sollinger, Dominik Schlosser, Höhensteiger, Eyrainer (ab 67. Gartzen), Tot, Kaya, Wirkner, Spreitzer

Schiedsrichter: Engl (RSV Ittling)

Zuschauer: 100

Tore: 0:1 (7.) Römer, 0:2 (9.) Neumeyer, 1:2 (42., Eigentor) Richter

Besonderheit: Gelb-Rot für Wenni (Gersthofen, 92.)

tn/Oberbayerisches Volksblatt

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