Grübl: "Regionalliga ist möglich"

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Buchbachs Abteilungsleiter Günther Grübl stellt die Weichen Richtung Regionalliga.

Buchbach - Der TSV Buchbach steht in der Bayernliga auf dem sechsten Tabellenplatz. Ist die Regionalliga möglich? Abteilungleiter Grübl im Interview:

Das Bayernliga-Jahr 2011 ist für den TSV Buchbach zu Ende gegangen. Die Rot-Weißen können mit einer gewissen Grundzufriedenheit in die verdiente Winterpause gehen. Mit 34 Punkten pausieren sie auf dem sechsten Tabellenplatz. Ein solider Grundstock für das Wettrennen beim Kampf um die Plätze für die neue Regionalliga. Wir haben mit Abteilungsleiter Günther Grübl über dieses Ziel des Vereins gesprochen.


Laufen beim TSV Buchbach schon die Vorbereitungen auf die Regionalliga Bayern?

Grübl: Ja, da wir ja zweigleisig planen müssen und die Abgabe des Lizensierungsantrags für die Regionalliga bis zum 1. Februar beim BFV eingereicht werden muß. Wir müssen noch Gespräche mit Sponsoren und auch intern führen, um - wenn wir den Aufstieg sportlich verwirklichen können - auch eine gesunde Basis für die Regionalliga zu schaffen und wirtschaftlich kein Himmelfahrtskommando einzugehen.


Was uns aber genauso noch Kopfzerbrechen macht ist die organisatorische Seite. Wir werden für die Regionalliga einige ehrenamtliche Helfer mehr brauchen als in der Vergangenheit, um die Heimspiele im vernünftigen und vorgegebenen Rahmen abwickeln zu können. Es wird sehr schwierig. Aber unsere Sponsoren, die Abteilungsleitung, unsere vielen ehrenamtlichen Helfer und Zuschauer haben in der Vergangenheit gezeigt was mit Zusammenhalt und Idealismus alles möglich ist. Darauf können wir aufbauen.

Mit welchen Auflagen muss der TSV Buchbach rechnen, falls der Aufstieg gelingen sollte?

Grübl: Es wird einige Auflagen mehr geben. Als erstes wird uns die Regionalliga zirka 20.000 Euro mehr an Verbandsabgaben kosten. Darüber hinaus muß ein fest verankerter Gästeblock für 200 Fans gebaut werden. Wir müssen mindestens 100 überdachte Sitzplätze vorweisen. Wir brauchen überdachte Presseplätze mit Tischen, einen Dopingraum, Rettungswagen und bei sogenannten Sicherheitsspielen auch einen Sicherheitsdienst. All das heißt natürlich auch: Viel Geld in die Hand nehmen zu müssen.

Darüber hinaus ist nicht zu vergessen der Mehraufwand an Personal für Ordnungsdienst, Verpflegung und organisatorische Aufgaben. Ich muss aber auch in diesem Zusammenhang sagen, dass diese Auflagen vom BFV nicht zu vergleichen sind mit denen, die die bisherige Regionalliga unter dem Deckmantel des DFB gehabt hat. Jetzt ist es auch für kleinere Vereine wie uns machbar, in der Regionalliga zu spielen.

Sie haben den Anspruch geäußert, dass der TSV Buchbach künftig in der Regionalliga Bayern spielt. Welche Chancen sehen Sie für den Verein und vor allem auch für die Fans?

Grübl: Es ist kein Anspruch, dass der TSV Buchbach in der Regionalliga spielt, sondern ein Wunsch oder ein Traum. Für den Verein, den Markt Buchbach und der ganzen Region ist es eine einmalige Chance sich bayernweit und auch bundesweit in Deutschlands vierthöchster Fußballliga zu präsentieren.

Außerdem habe ich dadurch auch die Hoffnung, noch mehr auswärtige Sponsoren zu gewinnen, da wir eine noch höhere Präsenz in der Öffentlichkeit haben werden und wöchentlich im BFV-TV im Internet in einer Sportschau zu sehen sind.

Für die Fans und für uns alle ist es natürlich schon ein Highlight, gegen die zweiten Mannschaften der Profivereine von 1860 München, Bayern München, 1. FC Nürnberg, FC Ingolstadt, Greuther Fürth oder aber auch gegen so einen Traditionsverein, wie Victoria Aschaffenburg um Punkte zu spielen.

hai/Mühldorfer Anzeiger

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