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Ganz schwache erste Halbzeit

Unterhaching - Eine Schande ist es nicht, in Unterhaching zu verlieren. Das stellte Andi Schunko gleich mal klar nach dem 0:2 des TSV 1860 Rosenheim bei der Drittligareserve der SpVgg.

Blieben Ohne Tor: die Rosenheimer Sechziger mit Michael Kokocinski.

Doch unvermeidlich ist es auch nicht gewesen, die drei Zähler dort abzugeben, gerade nach der Pause wäre durchaus mehr möglich gewesen. Deshalb ärgerte sich der Rosenheimer Coach über die verschlafenen ersten Minuten, die schon so etwas wie eine Vorentscheidung gebracht haben. 150 Sekunden waren gespielt, als der Ex-Sechziger Sebastian Mützel nahe der Grundlinie von links nach innen zieht und quer legen konnte auf Markus Schwabl, der völlig frei und unbehindert das frühe 1:0 für die zuletzt nicht gerade erfolgsverwöhnten Gastgeber erzielen durfte.

Da schon wurden die Weichen gestellt, "das frühe Tor hat uns in die Karten gespielt, es hat Sicherheit gegeben", meinte Hachings Trainer Harry Deutinger, während Schunko diesen Treffer verantwortlich machte für die Verunsicherung seiner Mannschaft in der Anfangsphase. "Das war ein Schock, da waren wir ungeordnet, Haching hat dann ein hohes Tempo vorgelegt, mit dem wir unsere Probleme hatten."

In der Tat schien Deutingers Team nun die Sechziger überrollen zu wollen, Angriff über Angriff wurde vor das Rosenheimer Tor getragen. Unterhaching, gespickt mit Spielern aus dem Profikader, ließ Ball und Gegner laufen, erst gegen Ende der ersten 45 Minuten gelang es den Gästen, sich zu befreien und das Spiel offener zu gestalten. Und just zu dem Zeitpunkt, als sich nach Standards die ersten kleineren Möglichkeiten für das Kathrein-Team ergaben, schlug Haching zum zweiten Mal zu. Orkan Balkan profitierte auf der linken Seite von einem Rosenheimer Ballverlust, zog zur Grundlinie und seine Flanke kam genau auf den Kopf des freistehenden Mützel, der sich in aller Ruhe für das rechte untere Eck entscheiden konnte. "Ein individueller Fehler", ärgerte sich Schunko. "Und die werden in der Bayernliga sofort bestraft."

Was den Coach allerdings freute, war, dass sich seine Mannschaft "nie hat hängen lassen, nun nicht in ein Debakel schlitterte." Im Gegenteil: Die Sechziger übernahmen nach dem Pausentee eindeutig das Kommando, von der Souveränität und Ballsicherheit der Hachinger war nicht mehr viel zu sehen, weil der Druck immer größer wurde. "Die Mannschaft hat Charakter gezeigt", lobte Schunko. Schwerstarbeit hatte nun Stefan Riederer zu verrichten, der Torhüter der Gastgeber, Michael Kokocinski, Markus Einsiedler, Dominik Haas, Markus Ostarek und der eingewechselte Michael Pointvogel sorgten für Beschäftigung, die ganz klaren, die "hundertprozentigen" Möglichkeiten aber gab es nicht für die engagierten und deutlich aggressiveren Sechziger.

Danijel Majdancevic, in der zweiten Hälfte nach langer Verletzungspause für Benjamin Birner gekommen, belebte das Angriffsspiel, vermisst aber wurde die Explosivität eines Florian Bichler, der leicht angeschlagen genauso passen musste wie der erkrankte Marco Vorbeck, Thomas Masberg half nach Ablauf seiner Rot-Sperre erst mal bei der U23 aus. Dass trotz dieser prominenten Ausfälle, zu denen sich ja noch der gesperrte Atilgan sowie sechs Langzeitverletzte gesellten, zumindest die zweite Hälfte Schunkos Ansprüchen genügte, macht den Trainer zuversichtlich für die nächste Aufgabe am Samstag gegen Bayreuth: "Wenn wir so spielen wie nach der Pause, ist mir da nicht bange." Die Leistung der ersten Hälfte dagegen soll eine absolute Ausnahme bleiben: "Da waren wir schwach. Und haben deshalb auch verdient in Unterhaching verloren", so Schunko. Was zwar keine Schande ist, aber eben doch ärgerlich, weil letztlich unnötig.

TSV 1860: Luginger, Martin, Herberth, Chr. Hofmann, Wallner, Haas, Kokocinski, Schwinghammer (46. Pointvogel), Ostarek, Birner (46. Majdancevic), Einsiedler

Tore: 1:0 Schwabl (3.), 2:0 Mützel (41.)

Schiedsrichter: Hertlein (Dinkelsbühl)

Zuschauer: 220

hü/Oberbayerisches Volksblatt

Rubriklistenbild: © Ziegler

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