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1860: "Das ist ganz bitter"

Fassungslos: Daniel Wimmer nach dem späten Ausgleich.

Memmelsdorf - "Wenn du unten stehst, hast du auch kein Glück mehr." Schwer angeschlagen stand Spielertrainer Manfred Burghartswieser nach dem 2:2 in Memmelsdorf am Spielfeldrand, konnte kaum fassen was da passiert war.

2:1 hatte der TSV 1860 Rosenheim geführt, bis weit hinein in die Nachspielzeit, als nach einer Flanke von links Memmelsdorfs Torjäger Mario Meth eine missglückte Faustabwehr von Torhüter Peter Martin nutzte und den Ball aus der Luft zum finalen Ausgleich einschießen konnte. Unmittelbar danach wurde dieses Abstiegsduell der Fußball-Bayernliga abgepfiffen und Burghartswieser war bedient: "Das 1:5 am Donnerstag in Aindling tat bei Weitem nicht so weh wie dieser Punktverlust. Was heute passiert ist, ist ganz bitter, irgendwie aber bezeichnend für unsere derzeitige Situation."

In Aindling, so Burghartswieser, könne man verlieren, "aber dieses Spiel, das mussten wir gewinnen. Ohne den Gegner nun abzuwerten, so eine Mannschaft musst du einfach schlagen." Nun aber steckt man noch tiefer im Schlamassel, zwei Punkte nur noch trennen die Sechziger vom Relegationsplatz. "Natürlich, nun wird es ganz eng. Wenn man gegen Seligenporten und in Memmelsdorf nicht gewinnt, dann hat man ein Problem. Diese sechs Punkte hätten wir einfach holen müssen, dann stünden wir jetzt ganz anders da."

Fassungslos: Sechziger-Trainer Manfred Burghartswieser.

Zwei sind es nur geworden, dabei war man gerade in Memmelsdorf auf einem sehr guten Weg. "Wir waren klar überlegen", urteilte Burghartswieser. Schon vor der Pause hatte man beste Möglichkeiten, in der dritten Minute vergab Danijel Majdancevic eine gute Chance, fünf Minuten später scheiterte Thomas Masberg nach schöner Kombination über Majdancevic und Haas per Kopf an Memmelsdorfs Keeper. Kurz vor der Pause bekam Yunus Karayün zwei gute Möglichkeiten, einmal per Freistoß, dann nach schönem Heber von Okanovic. Peter Martin dagegen wurde nur einmal in der 21. Minute gefordert und reagierte glänzend.

Ervin Okanovic war es dann in der 48. Minute, der die Sechziger erlöste. Nach einer Majdancevic-Ecke traf er per Kopfball-Aufsetzer zur verdienten Führung. Doch Memmelsdorf gab sich nicht geschlagen, nur sieben Minuten später nutzte Mario Meth eine Unaufmerksamkeit von Markus Wallner zum Ausgleich. Als aber Markus Einsiedler in der 61. Minute nach einer Flanke von Dominik Haas per Kopf ins lange Eck traf, schien das Kathrein-Team endlich dem ersten Sieg im Jahr 2010 entgegenzusteuern. "Wir hätten noch erhöhen müssen", erinnerte Burghartswieser nicht nur an Ozan Tuncalis Gelegenheit in der 74. Minute, "haben die Konter aber nicht konsequent genug ausgespielt. Und dafür wurden wir bitter bestraft."

Dabei waren die stark abstiegsgefährdeten Gastgeber eigentlich nur mit Standards gefährlich, die klar bessere Mannschaft stellten die Sechziger, die nach der 1:5-Pleite von Aindling auf Wiedergutmachung aus waren und vieles richtig gemacht hatten. Aber eben nicht alles. "Wenn man so die Punkte vergeigt, das schmerzt doppelt", meinte ein deprimierter Manfred Burghartswieser. Doch der Kampf geht weiter. Am Samstag kommt die Drittliga-Reserve des FC Ingolstadt ins Jahnstadion. Und vielleicht kommt auch mal wieder das Glück zurück.

TSV 1860: Martin, Wallner, Adamosky, Höhensteiger, Wimmer, Okanovic, Einsiedler, Haas, Masberg (90. Schwinghammer), Karayün (69. Tuncali), Majdancevic (78. Linnemann).

Tore: 0:1 Okanovic (48.), 1:1 Meth (55.), 1:2 Einsiedler (61.), 2:2 Meth (90.+4)

Schiedsrichter: Stangl (Kaufbeuren)

Zuschauer: 200

hü/Oberbayerisches Volksblatt

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