Die Favoritenrolle bleibt in Rosenheim

OVB
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Im Vorjahr gab's das Duell der beiden Rosenheimer Teams bereits in der Vorrunde. Vor heimischer Kulisse gehören der TSV 1860 und der SB/DJK zu den Favoriten.

Rosenheim - Traditionell am Dreikönigstag wird der Kreismeister Inn/Salzach im Hallenfußball ermittelt. Spielort in diesem Jahr ist die Rosenheimer Gabor-Halle. 

Acht Mannschaften aus den Spielgruppen Chiem, Inn und Ruperti spielen um den Titel und die Qualifikation zur "Oberbayerischen". Austragungsort ist in diesem Jahr die Rosenheimer Gabor-Halle.


Wenn um 13 Uhr das erste Gruppenspiel angepfiffen wird, dann sind die Favoritenrollen zunächst einmal klar verteilt: Diese gehören den beiden klassenhöchsten Mannschaften, die zudem auch Heimvorteil genießen - Bayernligist TSV 1860 Rosenheim und Landesligist SB/DJK Rosenheim. Sie werden von den restlichen Teilnehmern aufs Favoritenschild gehoben und weisen diese Stellung auch nicht unbedingt von sich. Zu rechnen ist sicherlich auch mit den Bezirksligisten TSV Wasserburg und ESV Traunstein, die zumindest ins Halbfinale wollen - und dann sei alles möglich. Titelverteidiger SV Erlbach weist hingegen die neuerliche Anwartschaft auf den Pokal von sich, ist als Bezirksoberligist aber natürlich auch hoch einzuschätzen. Die Außenseiterrollen sind an Kreisligist FC Perach, die SpVgg Pittenhart aus der Kreisklasse und den A-Klassisten TSV Neuötting verteilt. "Sie können aber dafür sorgen, dass das interessante Feld noch mehr Spannung erhält", so Kreisspielleiter Bernd Schulz, der als Turnierchef fungiert.

Bereits die Gruppen sind recht interessant von Schulz und Lotto-Toto-Bezirks-Geschäftsleiter Hans Herbst zusammengelost worden.


Die Mannschaften der Gruppe A

SB/DJK Rosenheim: Trainer Walter Werner hat nicht alle Mann zur Verfügung - die zuletzt von Blessuren geplagten Spieler werden nicht mit an Bord sein. Dennoch lässt er keinen Zweifel daran, dass er gerne ins Finale einziehen möchte. "Wenn man von der Spielklasse her das zweithöchste Team ist, dann wird man daran gemessen", sagt der SBR-Coach. Der Kader des Ausrichters wird deshalb hauptsächlich auch aus Landesliga-Akteuren bestehen und sollte stark genug sein, um sich vorne zu platzieren.

FC Perach: "Wir können nicht mit der besten Formation antreten", sagt FC-Abteilungsleiter Reinhard Antholzner vor dem ersten Peracher Auftritt bei einer Kreismeisterschaft. Spielertrainer Bernd Antholzner ist beruflich verhindert, Co-Trainer Attila Nagy plagen Kniebeschwerden, so dass er sich auf das Coaching konzentrieren wird. "Wir sind nur Außenseiter", sagt Antholzner.

TSV Wasserburg: Die Innstädter bringen ihren Bezirksliga-Kader an den Start, müssen allerdings auf Marco Kleinschwärzer, einen ihrer erfahrensten Spieler, verzichten. Dafür sind Tormann Dominik Süßmaier, Co-Trainer Dzenel Hodzic oder auch Benni Mleko von Trainer Jochen Reil aufgeboten. "Wir wollen zumindest ins Halbfinale", sagt "Löwen-Pressesprecher Tobias Duczek, "dann ist vieles möglich".

TSV Neuötting: "Die Mannschaft hat ein anderes Gesicht als die vor einem Jahr", erklärt Abteilungsleiter Herbert Höfler. Der Abstieg im Sommer in die A-Klasse ließ einige Spieler abwandern, so dass man nun mit einer sehr jungen Truppe antreten wird. "Es wird nicht einfach, aber wir wollen uns bestmöglich verkaufen", so Höfler über die Zielsetzung der Mannschaft von Trainer Günther Göbl.

Die Mannschaften der Gruppe B

SV Erlbach: Abteilungsleiter Hermann Speckmaier sieht die Aufgabe Titelverteidigung als "sehr schwierig" an. Grund: Etliche starke Spieler aus dem vergangenen Winter wie Michael Spielbauer (im Sommer weg), Andreas Huber oder Christian Berg (beide verhindert) sind nicht mit von der Partie. Trainer Thomas Köster wird mit einer relativ jungen Mannschaft antreten. "Wir werden alles versuchen, sind aber nicht Favorit", so Speckmaier.

ESV Traunstein: Die Eisenbahner haben die Favoritenrolle abgeschoben: "Die haben sicher andere", sagt Pressesprecher Peter Mallmann, das Halbfinale peilen die Traunsteiner aber dennoch an: "Das haben wir in den letzten Jahren immer erreicht - es wäre schön, wenn dies wieder der Fall wäre." Hallen-Coach Dominik Hausner hat starke Spieler wie Tony Schneider, Felix Kappelmaier, Tobias Berz und Jochen Thudt zur Verfügung, hinzu kommt Neuzugang Dominik Waritschlager (vom FC Traunstein).

SpVgg Pittenhart: Mit einem neuen Trainer kommt der Kreisklassist angereist: Ralf Zapf hat die Leitung bei der Spielvereinigung übernommen. Zum dritten Mal ist Pittenhart bei der Kreismeisterschaft dabei, noch nie ist man über die Vorrunde hinausgekommen. "Die Mannschaft ist aber recht motiviert, vielleicht können wir für eine kleine Überraschung sorgen. Schließlich haben wir so etwas nicht jedes Jahr", so Abteilungsleiter Max Eder. Bauen kann er auf Routinier Christian Thusbaß.

TSV 1860 Rosenheim: "Wir wollen natürlich gerade in Rosenheim zeigen, was wir können", sagt Abteilungsleiter Hans Klinger. Im letzten Jahr gab's das Aus nach der Vorrunde, was dem Sechziger-Boss gar nicht schmeckte. "Wir gehen das Ganze auch mit dem nötigen Ernst an", so Klinger, für den die Halle aus Prestigegründen einen hohen Stellenwert besitzt. Deshalb werden Andi Schunko und Franz Höhensteiger für eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Akteuren sorgen.

Der Modus

Gespielt wird in den Gruppen nach dem Modus "Jeder gegen jeden". Die Spielzeit beträgt einmal 15 Minuten. Die ersten beiden Teams jeder Gruppe kommen ins Halbfinale. Dort werden in Überkreuzspielen die beiden Endspielteilnehmer ermittelt. Die beiden Halbfinalsieger haben sich für die oberbayerische Meisterschaft am 15. Januar in Manching qualifiziert.

tn/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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