Ex-Bundesligist ist heute in Burghausen

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Bielefelds Trainer Markus von Ahlen.

Burghausen - Es ist angerichtet! Zu Beginn der englischen Woche in der 3. Liga gastiert einer der schillerndsten Vereine im deutschen Profi-Fußball in der Wacker-Arena - Arminia Bielefeld!

Heute um 19 Uhr kommt es zum Aufeinandertreffen zwischen dem SV Wacker Burghausen und der Arminia aus Bielefeld - die 2004 bis 2009 noch gegen den FC Bayern München oder Borussia Dortmund in der Elite-Liga gekickt hat.


"Vom Namen her gehört die Arminia sicherlich zu den attraktivsten Gegnern in der dritten Liga", bemerkt Wacker-Geschäftsführer Florian Hahn. Von Ruhm und Glanz ist aber nicht mehr allzuviel übrig geblieben. In der jüngsten Vergangenheit taumelte der Verein eher wie ein angeschlagener Boxer durch die deutschen Profi-Ligen. Mit einem Tribünen-Neubau ging der Verein ein großes finanzielles Wagnis ein, dessen Folgen hart waren: Schon vor der Saison 2010/2011 erhielt Bielefeld die Lizenz erst in letzter Sekunde. Am 3. April 2011 offenbarte die Arminia ihren Schuldenstand mit rund 27 Millionen Euro. Die Stadion-Ausgliederung mindert diese Last um etwa 20 Prozent. Die Inanspruchnahme des DFL-Sicherungsfonds zwang Bielefeld wegen Punktabzugs vorzeitig zum Abschied aus der 2. Liga.

An das harte Brot in der dritten Etage haben sich die Arminen offenbar noch nicht gewöhnt. Mit nur vier Punkten aus acht Partien ziert der Fußballclub aus Ostwestfalen den 18. Rang in der Tabelle. Coach Markus von Ahlen weiß, wo der Hund begraben liegt: "Man hat uns angemerkt, dass wir mit wenig Selbstvertrauen auflaufen. Zudem können wir mit dem Spiel nach vorne nicht zufrieden sein".


Ein ähnliches Problem hatte man auch in Burghausen - zumindest bis zum vergangenen Spieltag. Dann trafen Senesie & Co. in 45 Minuten gleich dreimal ins gegnerische Tor und feierten einen 3:2-Auswärtserfolg bei den "Lilien". Glücklichster Mann unter der Darmstädter Sonne war Heiko Schwarz, der drei Minuten nach seiner Einwechslung das Siegtor erzielte. "Der Trainer hat gesagt, ich hätte einen guten Schuss und soll einfach mal draufhalten, das habe ich gemacht" - und seinem Team damit den ersten Auswärtsdreier der Saison beschert. Auf den Lorbeeren ausruhen kommt allerdings nicht in Frage. "Wir müssen unsere Heimspiele gewinnen, das muss unser Ansporn sein", betont Hahn. Christian Brucia ist Gelb-Rot-gesperrt, fraglich sind die angeschlagenen Markus Grübl, Sebastian Glasner (Knieprobleme) und Christoph Behr (Rippenprellung).

sam/Oberbayerisches Volksblatt

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