Erwartete Niederlage fiel sehr hoch aus

Wasserburg - Bereits vor dem Spiel rechnete der TSV Wasserburg mit einer Niederlage gegen den Tabellenführer BBV Leipzig. Doch dieser Endstand war niederschmetternd:

Am vierten Adventswochenende empfing die Regionalliga-Basketballerinnen des TSV Wasserburg die Damen des BBV Leipzig und damit den momentanen Tabellenführer. Von Beginn an war klar, dass es beinahe unmöglich war, das alte Jahr mit einem Sieg abzuschließen.


Schon ab dem ersten Viertel zeigte sich, dass der Absteiger aus der zweiten Bundesliga sowohl im Angriff, als auch in der Verteidigung auf einem sehr hohen Niveau agierte. Die Gastgeber hatten einen schlechten Start und kamen erst nach der fünften Spielminute ins Spielgeschehen. Bis dahin blieb ihnen keine andere Chance, als den Gegner durch Fouls zu stoppen, welche die darauf folgenden Freiwürfe sicher verwandelten. Zudem mussten sich beide Mannschaften erst an die Strenge des Spieles gewöhnen, so wurden in diesem Viertel insgesamt nur acht Körbe erzielt, die restlichen Punkte basierten auf Freiwürfen (13:25).

Im zweiten Viertel hatte man sich dann auf den Gegner eingestellt und immer wieder gelang es den einfachen Weg zum Korb zu nutzen. Durch eine relativ kompakte Zonenverteidigung der Wasserburgerinnen wurde das Penetrieren der Gäste unterbunden, doch diese zeigten daraufhin souverän ihre Zielsicherheit von außen. Ab der sechzehnten Spielminute schien bei einem 8:0-Lauf der Rhythmus der Leipziger gebrochen und der Knoten der Wasserburgerinnen geplatzt - leider etwas spät, denn nun hieß es 19 Punkte aufzuholen. Vor der Halbzeitpause gelang es Lena Aß noch den Rückstand durch einen Drei-Punkte-Wurf auf 33:49 zu verkürzen.


Noch war das Spiel nicht eindeutig entschieden und beiden Teams wollte zu Beginn der zweiten Halbzeit nicht wirklich etwas gelingen. Als die Leipziger Eagles daraufhin ihre Ganzfeld-Pressverteidigung verstärkten, hatte die junge Mannschaft des TSV große Probleme den Ball überhaupt über die Mittellinie zu bringen; auch Coach Mihael Zovko konnte kein effektives System gegen diese Verteidigung aufstellen. Dadurch gelang es den Gäste innerhalb von vier Minuten den Punktestand auf ihrer Seite um 23 Punkte zu erhöhen und so in unerreichbare Weite davon zu ziehen (46:75).

Das letzte Viertel war nun nur noch die Kür; trotzdem ließ die aggressive Pressverteidigung der Leipziger nicht nach. Das ein um das andere Mal verloren die Gastgeber deswegen den Ball oder passten ihn direkt in die Hände der Gegner. Nach einem unglücklichen Wechsel aller fünf Spielerinnen auf Wasserburger Seite, mussten diese erneut einen 0:10-Run einstecken. Kurz vor Schluss aktivierten die Damen noch einmal alle Kraftreserven, um ihre Gegner zweistellig zu halten und selbst noch so viele Punkte wie möglich zu erzielen; beides erfolgreich.

Als es nach vierzig Minuten dann 60:98 stand, ist Wasserburg nun froh, dass der Gegner Leipzig war und nicht ein anderer, gegen den ein Sieg verpflichtend gewesen wäre.

Es spielten: Yavuz S. 5, Wolf F. 2, Pokk M. 20, Lehnert T. 12, Freiberger H., Dausinger F. 8, Wallner J., Zeller M. 2, Aß L. 5, Sasjadvolk N. 6.

Pressemitteilung TSV Wasserburg - Basketball 

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare