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Erster Schritt zum Titel

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Wasserburg - Die Damenmannschaft des TSV Wasserburg hat überraschend Titelverteidiger Saarlouis im ersten Finalspiel der Best-of-five-Serie besiegt. Aber lange Zeit zu feiern haben die Basketballerinnen nicht. Bereits am Sonntag findet das zweite Spiel in Wasserburg statt.

Der TSV Wasserburg ist im Finale um die deutsche Meisterschaft überraschend mit 1:0 in Führung gegangen. Brei siegte beim Titelverteidiger Saarlouis Royals 88:84 (41:48) und hat damit den Heimvorteil erobert. Zwei Siee vor heimischen Publikum würden jetzt reichen und Wasserburg hätte den sechsten Titel seiner Geschichte. Lange freuen über den Auswärtserfolg in der Best-of-five-Serie ist nicht drin, denn schon morgen, Sonntag, 15.30 Uhr, empfängt Wasserburg den Titelverteidiger in der hoffentlich rappelvollen Badria-Halle.

"Den Heimvorteil müssen wir behalten, deshalb muss am Sonntag ein Sieg her. Sonst war alle Mühe heute umsonst", fordert der hochzufriedene Wasserburger Trainer anschließend. "Wir haben heute anfangs viele Fehler gemacht. Je länger das Match dauerte, desto besser hat vor allem die Verteidigung geklappt. Am Ende ist Saarlouis sehr nervös geworden und wir haben die Geschichte noch unnötig spannend gemacht. Ich denke, es war ein verdienter Sieg." Die Gäste erwischten einen denkbar schlechten Start ins erste Finale vor gut 1000 Fans in der Saarlouis Stadtgartenhalle. Nach vier Minuten lagen die Gäste bereits 2:11 zurück und Hans Brei hatte die erste Auszeit nehmen müssen.

In der Folge hielt Wasserburg die Partie offen, ohne jedoch verkürzen zu können (14:21/9. Minute). Dann leistete sich der Titelverteidiger drei Ballverluste in Serie, die Gäste punkteten in jedem Angriff und als Svenja Brunckhorst mit der Sirene einen Korbleger versenkte, prangte eine überraschende Führung an der Tafel (22:21). Das Match blieb ausgeglichen (27:27/13.), ehe Saarlouis im Angriff seinen Rhythmus fand. Immer wieder kamen Candyce Bingham, Tyresa Smith und Petra Manaková in unmittelbarer Korbnähe zum Abschluss.

„Saarlouis hat heute einige sehr gute Spielzüge gegen unsere Verteidigung ausgepackt. Mal schauen, ob uns da bis Sonntag was anderes einfällt“, meinte Brei. Die Gäste dagegen taten sich schwer gegen die aggressive Mannverteidigung des Meisters und brachten kaum einen Ball in den Ring. So setzte sich Saarlouis bis zur Pause deutlich ab. Auffallendste Spielerin bei den Gästen war bis dahin Svenja Brunckhorst (12 Punkte), die jeden ihrer fünf Würfe traf. Erfreulich auch die Reboundhoheit (18:15) der Gäste. Nach dem Wechsel lautete das Duell dann nicht mehr Saarlouis gegen Wasserburg, sondern Saarlouis gegen Ashley Hayes. Die bis dahin unauffällige US-Amerikanerin machte 13 Punkte im dritten Viertel und dabei war ihr das Wurfglück nicht mal hold, so mancher Ball sprang wieder aus der Reuse.

Als Tamara Tatham die Gäste zu Beginn des Schlussviertels wieder in Führung brachte (66:64/31.), war der deutsche Meister sichtlich beeindruckt. Immer wieder liefen sich die Damen von Trainer Rene Spandauw in der engmaschigen Zonenverteidigung der Gäste fest, Wasserburg nutzte seine Chancen allerdings zu selten und führte Mitte des Schlussabschnitts nur 73:69 (34.). Spandauw schickte jetzt seine körperlich größte Aufstellung aufs Feld und die schnappte sich einen Rebound nach dem anderen, vor allem in der Offensive. In einem Angriff warfen seine Damen vier Fahrkarten, ebensooft griffen sie sich aber den Abpraller und letztlich netzte Smith dann doch ein. Dazu kamen unnötige Ballverluste der Gäste, Saarlouis führte plötzlich wieder (73:73/34.).

Brei rief seine Damen zu sich, erinnerte sie an die erfolgreiche Taktik, mahnte zur Ruhe und plötzlich klappte es wieder wie am Schnürchen. Doro Richter, Diana Pop und nochmals Richter per Dreier sorgten für das 80:76 (38.). Als Hayes zwei Freiwürfe zum 83:78 versenkte und nur noch eine Minute auf der Uhr war, schien die Partie gelaufen, doch niemand hatte mit der Freiwurfschwäche der Gäste gerechnet. Furková, Richter und Thoresen trafen nur zwei von sechs Freiwürfen, auf der Gegenseite behielten Kelly Brugmann, Smith und Manaková die Nerven – 21 Sekunden vor Ende war Saarlouis wieder dran - 85:84. Die routinierteste, Diana Pop, machte ihren jungen Kolleginnen dann vor wie man Freiwürfe verwertet – 87:84. Den folgenden Angriffe brachte Saarlouis nicht zum Abschluss und so war es Ashley Hayes vorbehalten, von der Freiwurflinie den letzten Punkt zum enorm wichtigen Auswärtssieg zu machen.

Es spielten: Ashley Hayes (22 Punkte), Tamara Tatham (15), Jana Furkova (11), Dorothea Richter (10), Rebecca Thoresen (6), Diana Pop (6), Verena Stürmlinger (5), Katharina Kühn (1) und Mirjiam Unger.

Oberbayerisches Volksblatt

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