Erster Matchball für Martin Tomczyk

OVB
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Audi über alles: Bei der Siegerehrung freute sich der Rosenheimer Martin Tomczyk (links) mit seinen beiden Audi-Teamkollegen Mattias Ekström und Edoardo Mortara über den zweiten Platz.

Oschersleben - Nur 14 Tage nach dem Dreifachtriumph in der Regenschlacht hat die Marke mit den vier Ringen erneut das Podium komplett für sich behauptet.

Audi, Audi, Audi - nur 14 Tage nach dem Dreifachtriumph in der Regenschlacht von Brands Hatch hat die Marke mit den vier Ringen erneut das Podium bei einem DTM-Rennen komplett für sich behauptet.


In Oschersleben bei ähnlich schwierigen Bedingungen, wie bei dem Dreifachtriumph in der Regenschlacht, triumphierte Mattias Ekström (Audi Sport Team Abt Sportsline) vor dem Rosenheimer DTM-Spitzenreiter Martin Tomczyk (Audi Sport Team Phoenix) und Neuling Edoardo Mortara (Audi Sport Team Rosberg).

Hier noch mit Motorhaube: Martin Tomczyk, der zu Beginn eine furiose Aufholjagd startete.

Für Audi war es der insgesamt 60. Sieg in der populärsten internationalen Tourenwagen-Rennserie, der sechste in der laufenden Saison und ein wichtiger Schritt in Richtung eines weiteren DTM-Titels. Martin Tomczyk gelang es, sich mit einer sensationellen Aufholjagd vom 14. Startplatz auf Rang zwei nach vorn zu kämpfen und seinen Vorsprung in der Gesamtwertung vor den letzten beiden Rennen auf neun Punkte auszubauen. Damit hat der in der Schweiz lebende Rosenheimer schon am 2. Oktober in Valencia (Spanien) den ersten Matchball und die Chance, Audi den Meistertitel vorzeitig zu sichern.

Auf der regennassen Strecke in der Motorsport-Arena schob sich Tomczyk schon in der Startrunde auf Rang sechs nach vorn und war anschließend einer der schnellsten Fahrer im Feld. Trotzdem musste der in der Schweiz lebende Rosenheimer bis zuletzt zittern: Da Tomczyk gleich zu Beginn des Rennens von Jamie Green touchiert wurde, verlor er in Runde 18 die Motorhaube. "Dadurch fehlte die komplette Front-Aerodynamik", erklärte der Tabellenführer. "Aber wir hatten heute so viel mechanischen Grip, so dass es gar nicht so viel ausgemacht hat. Oschersleben war heute im Regen extrem rutschig. Als ich gesehen habe, dass sich vor mir einer nach dem anderen weggekegelt hat, habe ich es etwas ruhiger angehen lassen. Das hat sich ausgezahlt."

Stimmen nach dem Rennen

Dr. Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef): "Es war ein extrem turbulentes und tolles Rennen. Mattias (Ekström) war unglaublich schnell, ich glaube, mit so einem großen Vorsprung wurde lange kein DTM-Rennen mehr gewonnen. Martin (Tomczyk) ist mit einem Auto, das die Hälfte des Rennens beschädigt war, auf den zweiten Rang gefahren - eine tolle Leistung. "

Martin Tomczyk (Schaeffler Audi A4 DTM): "Für mich ist die Geschichte des Tages eindeutig die der ersten Runde. Unter diesen schwierigen Bedingungen acht Positionen gut zu machen und in der Folge dann sogar auf Platz zwei vorzufahren, ist alles andere als einfach. Ein bisschen Glück war auch dabei. Nach dem schlechten Qualifying hatte ich gemeinsam mit meinem Team einen perfekten Sonntag. Wir führen in der Meisterschaft jetzt mit neun Punkten Vorsprung. Das bedeutet nichts. Außer dass wir die nächsten Rennen genauso angehen wie die letzten: konsequent und konzentriert."

Ernst Moser (Teamchef Audi Sport Team Phoenix): "Es war entscheidend für das Rennen, wie Martin (Tomczyk) in den ersten Runden nach vorn gefahren ist. Wir waren im Rennen schnell und haben alles richtig gemacht - und wir sind überglücklich. Jetzt werden wir dafür kämpfen, die neun Punkte Vorsprung nicht mehr abzugeben. Schade, dass Rahel (Frey) am Anfang einen Unfall mit Maro Engel hatte und dann ganz nach hinten zurückgefallen ist."

re/Oberbayerisches Volksblatt

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