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Vor dem Tor erfolglos

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Matthias Linnemann konnte die Wende nicht herbeiführen.

Rain - Es lief die 45. Spielminute in der Bayernliga-Partie zwischen dem TSV Rain und 1860 Rosenheim, als die Gastgeber einen Eckstoß nach innen schlugen. Irgendwie kam der Ball zu David Bulik, und der staubte ab. 1:0 für Rain.

Unmittelbar danach pfiff Schiedsrichter Steffen Ehwald zur Pause und die Kathrein-Elf, die sich nach schwachen Anfangsminuten immer mehr zu festigen schien, musste mit einem nicht mehr erwarteten Rückstand in die Kabinen, berannte zwar nach dem Wechsel das gegnerische Tor, doch vergeblich. Es blieb beim 0:1, das erste Auswärtsspiel nach der Rückkehr ins bayerische Fußball-Oberhaus war verloren, "unverdient", wie Co-Trainer Christoph Schiller meinte.

Und mit diesem Urteil stand Schiller nicht allein. "Auch Rains Trainer Kurt Kowarz hat das so gesehen", erzählte er. Doch was hilft es? Im Fußball zählen nun mal die Tore, nicht das Auftreten. Zumindest damit aber konnten Schiller und sein Chef Manfred Burghartswieser zufrieden sein, mal abgesehen von den ersten 20 Minuten. Da hatten die Rainer, die nach ihrem Auftakt-Auswärtssieg in Bayreuth mit richtig breiter Brust vor 750 erwartungsfrohen Zuschauern aufgelaufen waren, zwei ordentliche Möglichkeiten, mit einer guten Chance für Martin Huber aber meldete sich Sechzig in der 23. Minute zurück. Nur wenig später lief Andreas Adamosky Richtung Rainer Tor, war allein vor Keeper Jöckel, doch der Ball ging über die Querlatte. Ein Riesending, das die Führung hätte sein können.

Und dann eben dieses Gegentor quasi mit dem Halbzeitpfiff, doch trotz des dummen Zeitpunkts fand die Burghartswieser-Truppe nach Wiederbeginn schnell ins Spiel zurück, war keineswegs angeschlagen, sondern richtig motiviert. "Da haben wir echt gut gespielt", lobte Schiller, "die Rainer unter Druck gesetzt." Nur eben das mit dem Toreschießen, das wollte einfach nicht klappen an diesem Sommerabend am Lech. Wieder war es Huber, der eine schöne Chance hatte, doch statt zu schießen lieber quer legte. Dann stand Rodney Brown allein vor Jöckel, scheiterte aber am überragenden Torhüter.

Burghartswieser hatte mit der gleichen Startformation wie beim Auftakt gegen Buchbach begonnen, Matthias Linnemann und Dominik Haas, mit deren Einwechslung richtig Schwung ins Spiel gekommen war, saßen auch diesmal zunächst auf der Bank. Linnemann kam zur Pause für Einsiedler, Haas wenige Minuten später für Wimmer. Was gegen Buchbach noch wirkte, half nun aber nichts.

Mit der Leistung könne man hoch zufrieden sein, meinten die Trainer, "wenn man einen TSV Rain, der sich mit Ex-Profis verstärkt hat, so beherrscht, dann hat man eigentlich drei Punkte verdient. Nach der Pause haben wir keine einzige Rainer Möglichkeit mehr zugelassen", lobte Schiller die Abwehr um Spielertrainer Burghartswieser, während er sich mit der Chancenverwertung unzufrieden zeigte.

Nun also muss man weiter warten auf den ersten Bayernliga-Sieg seit April 1998, doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Am Samstag kommt der TSV Großbardorf ins Jahnstadion. Und der ist nach zwei Spielen ebenfalls noch sieglos, ist in der Tabelle punkt- und torgleich mit den Sechzigern. Und wenn bei Rosenheims Stürmern der Knoten platzt, dann sollte ein Dreier möglich sein. Nur treffen muss man halt. Klingt so einfach. Und ist so schwer.

TSV 1860 Rosenheim: Martin, Sylla, Burghartswieser, Adamosky, Wimmer (ab 58. Haas), Christian Hofmann, Höhensteiger, Florian Hofmann, Einsiedler (ab 46. Linnemann), Huber, Masberg (ab 86. Brown).

Schiedsrichter: Ehwald (Geldersheim).

Zuschauer: 750.

Tor: 1:0 (45.) Bulik.

Oberbayerisches Volksblatt/hü

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