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Erfolg nach acht sieglosen Spielen

Torwart Kevin Maschke hielt seinen Kasten sauber. Foto Ziegler

Als die Bayernliga-Fußballer des TSV 1860 Rosenheim am Mittwochabend in den Bus stiegen, war die Erleichterung riesengroß.

Mit einem 2:0 im Gepäck, dem ersten Dreier nach acht sieglosen Spielen, trat man recht entspannt die stundenlange Heimreise aus Hof an. Und mit der Gewissheit, dass man doch noch gewinnen kann, trotz der vielen teils beruflich-, teils verletzungsbedingten Ausfälle. "Das war wichtig", atmete Wolfgang Schellenberg nach seinem ersten Sieg als Trainer der Sechziger erleichtert auf und dankte den beiden Torschützen, Danijel Majdancevic (34.) und Yunus Karayün (64.), vor allem aber der ganzen Mannschaft.

Nicht auszudenken, wenn auch dieses Spiel bei der SpVgg Bayern Hof verloren gegangen wäre. Ansbach hat Buchbach geschlagen, hat sich mit dem zweiten Sieg in Folge an den Relegationsplatz herangearbeitet, auf dem weiter der TSV Großbardorf steht. Es wird unten immer enger, die Sechziger haben nun auch Hof mit in den Abstiegskampf gezogen, haben den Anschluss zu Frohnlach und Bayreuth hergestellt. Heiße Wochen liegen noch vor Schellenberg und seiner Truppe, der aber sagt: "Wir brauchen gar nicht auf die anderen schauen, wir wollen unsere Spiele gewinnen und dann ist egal, was um uns herum passiert."

Mit diesem Selbstbewusstsein ist die Mannschaft auch ins Spiel gegangen, man wusste, dass auch Hof alles versuchen würde, gegen den Gast aus Rosenheim, dem die lange Busfahrt in den Knochen steckte, der einige Stammkräfte ersetzen musste, den Befreiungsschlag nach zuletzt drei Niederlagen zu setzen. "Doch wir sind sehr geordnet gestanden, haben diszipliniert gespielt und Hof gar nicht ins Spiel kommen lassen", lobte Schellenberg.

Wichtig war, in Führung zu gehen. Und dafür sorgte eine Standardsituation, auch ein Trainingsschwerpunkt der ersten Tage unter dem neuen Coach. Linnemann trat den Freistoß, Masberg verlängerte und Majdancevic vollendete. Kurz vor der Pause hatte Hof dann seine stärkste Phase und Kevin Maschke, der den verhinderten Peter Martin im Rosenheimer Tor gut vertrat, musste zweimal retten.

Insgesamt aber stand die umgebaute Viererkette - Wimmer und Wallner mussten ersetzt werden - recht sicher, vor allem der A-Junior Georg Lenz, der sein Bayernligadebüt gab, verdiente sich ein Lob: "Zweikampfstark, kopfballstark, sehr ordentlich", meinte Schellenberg und brachte Fußballchef Hans Klinger fast ins Schwärmen: "Am Samstag Bichler, heute Lenz, da sieht man, welches Potenzial vorhanden ist. Man muss die Jungen nur bringen."

Nach der Pause ließ die Rosenheimer Abwehr überhaupt nichts mehr zu, "ich kann mich jetzt an keine einzige Möglichkeit der Hofer erinnern", so Schellenberg, "und wir haben dann die Konter klug gesetzt." Einer führte nach gut einer Stunde zur Vorentscheidung, als sich Karayün und Einsiedler mit einem Doppelpass auf der linken Seite herrlich durchsetzten und Karayün schließlich allein vor Torhüter Karnitzschky überlegt einschob. Nun war, wie man so schön sagt, der Bock umgestoßen, das Selbstbewusstsein, das durch die lange sieglose Serie gelitten hatte, zurück.

Der Trainer lobte die Laufbereitschaft, das Spiel gegen den Ball, sah aber im Spiel nach vorne noch Verbesserungsbedarf und dachte schon drei Tage weiter: "Der Sieg heute wird erst richtig wertvoll, wenn wir am Samstag beim SV Schalding-Heining nachlegen, am besten mit einem Dreier." Dann nämlich müsse man wirklich nicht mehr auf die anderen schauen, dann hätte man alle Möglichkeiten, die Abstiegszone schon bald weit hinter sich zu lassen. Aber eben nur dann.

TSV 1860 Rosenheim: Maschke, Höhensteiger, Haas, Lenz, Linnemann, Okanovic, Adamosky, Majdancevic (ab 90. Sauer), Karayün, Einsiedler (ab 83. Schwinghammer), Masberg (ab 60. Bichler).

Schiedsrichter: Hofmann (Ansbach).

Zuschauer: 499.

Tore: 0:1 (34.) Majdancevic, 0:2 (64.) Karayün. hü

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