Der Eiskanal wartet

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Daniel Sasjadvolk aus Stephanskirchen startet beim Crashed Ice 2010.

München - Daniel Sasjadvolk aus Stephanskirchen hat sich qualifiziert: Am Samstagabend startet er bei dem Sport-Event Red Bull Crashed Ice 2010. Sprünge, Steilkurven, Wellen und Schikanen warten auf Sportler aus 23 Nationen auf der 386 Meter langen “Rutschpartie”.

Nach einer zweiwöchigen Aufbauphase wurde das Eis im Olympiapark am Freitag erstmals auf die Probe gestellt. Neben dutzenden Deutschen Aspiranten, die sich über Qualifikations-ausscheidungen (1000 Teilnehmer) für den Showdown in München empfohlen hatten, kämpfte sich die Elite des populären Wintersports durch den Track, welcher an der steilsten Stelle eine Neigung von 30 Prozent vorweist. Die schnellste Zeit sicherte sich Arttu Pihlainen (FIN/35,35 Sekunden), der sich mit dem finnischen Nationalteam seit Wochen akribisch auf das erste von zwei zur WM zählenden Rennen (2. Bewerb am 20. März 2010 in Quebec/Canada) vorbereitete. Daniel Sasjadvolk aus Stephanskirchen sicherte sich mit 39, 77 Sekunden (48. Platz) den Start beim Crashed Ice 2010.

Eiskanal durch den Olympiapark

Eiskanal durch den Olympiapark

Red Bull Crashed Ice: Eiskanal durch den Olympiapark
Ein bisschen verrückt muss derjenige wohl sein, der sich auf Kufen eine 30 Grad steile Rampe hinunterstürzt, kurz danach mit 50 Stundenkilometern über eine Schanze hüpft und sich dabei Positionskämpfe mit drei Mitstreitern liefert. Dennoch: © Red Bull/Jörg Mitter
Red Bull Crashed Ice: Eiskanal durch den Olympiapark
Es gibt Menschen, denen das sogar Spaß macht. Zu sehen sind sie beim „Red Bull Crashed Ice“, der ersten Ice Cross Downhill-Weltmeisterschaft im Olympiapark. © Red Bull/Kurt Bauer
Red Bull Crashed Ice: Eiskanal durch den Olympiapark
Noch sind die Veranstalter damit beschäftigt, die 386 Meter lange Strecke zu vereisen, was angesichts der Temperaturen kein Problem sein sollte. © Red Bull/Kurt Bauer
Red Bull Crashed Ice: Eiskanal durch den Olympiapark
386 Meter blankes Eis, 35 Meter Höhenunterschied und Höchstgeschwindigkeiten von 55 km/h: Der Parcours der 1. Red Bull Crashed Ice-WM im Münchner Olympiapark ist nichts für schwache Nerven. © Red Bull
Red Bull Crashed Ice: Eiskanal durch den Olympiapark
Am Freitag, 15. Januar, von 19.30 bis 21.30 Uhr findet dann am Coubertinplatz die Qualifikation für den Wettkampf statt. © Red Bull
Red Bull Crashed Ice: Eiskanal durch den Olympiapark
Am Samstag, 16. Januar, von 18 bis 20 Uhr wird es ernst. © Red Bull
Red Bull Crashed Ice: Eiskanal durch den Olympiapark
Dann geht es um den WM-Titel und für die für die mit einer Eishockey-Montur geschützten Teilnehmer hinab in die Tiefe. © Red Bull

Unter den geschlagenen Cracks auch Norwegens Ski-Held Finn Christian Jagge. Der Slalom-Olympiasieger von 1992 kam auf Kufen nicht über den 71. Rang hinaus: “Ich bin vom Skifahren etwas anderes gewohnt. Dort habe ich ein besseres Es war brutal.” Eine Schrecksekunde erlebte der siebenfache Red Bull Crashed Ice Triumphator Jasper Felder (SWE). Der Schwede verletzte sich bei der Streckenbesichtigung und konnte nur “mit angezogener Handbremse” an den Start gehen. Felder: “Hauptsache qualifiziert. Ich bin beim Einfahren falsch gelandet und hab meinen Rücken beleidigt. Ob ich starten kann, wird sich erst am Samstag Vormittag entscheiden.”

Rosenheimer Qualifier für Red Bull Crashed Ice 2010

An der Bande beobachtete am Freitag der ehemalige Teamchef der englischen Fußballnationalmannschaft Sven-Göran Eriksson (SWE) das Geschehen. Am Samstag wird Fußball-Superstar Mario Gomez (GER) am Streckenrand erwartet. Schon seit Anfang der Woche herrschen in der bayerischen Hauptstadt Minustemperaturen. Das Hoch "Bob" soll auch am Samstag für frostige Verhältnisse sorgen. “Am Start steht fast allen die Angst ins Gesicht geschrieben. Das wird für die Leute ein unglaubliches Spektakel”, freut sich der bestplatzierte Deutsche Crack Martin Niefnecker (2. Rang/36,50 Sekunden).

Videos:

Coole Kämpfer auf heißen Kufen

Red Bull Crashed Ice - TEASER 2010

Red Bull Crashed Ice Muenchen Streckenanimation

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