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Nächste Station Dresden

Eines von vielen Endspielen: So wollen Mühldorfs Volleyballer aus dem Tabellenkeller raus

Kilian Nennhuber (links) war Libero im bislang einzigen Spiel, das Mühldorf gewonnen hat. Jetzt soll es der starke Annahmespieler des TSV Mühldorf gegen Dresden, Delitzsch und auch Kriftel richten. In Dresden wollen die TSVler jubeln.
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Kilian Nennhuber (links) war Libero im bislang einzigen Spiel, das Mühldorf gewonnen hat. Jetzt soll es der starke Annahmespieler des TSV Mühldorf gegen Dresden, Delitzsch und auch Kriftel richten. In Dresden wollen die TSVler jubeln.

„Es gibt sonst nicht mehr viele Mannschaften, die wir schlagen könnten“, sagt Mühdorfs Trainer Michi Mayer vor dem ersten Endspiel im Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Volleyball-Bundesliga. So wollen die Mühldorfer den Sieg in Dresden schaffen.

Mühdorf  – Wer ist einer der besten Liberos der Liga? Die Antwort gibt ausgerechnet der VC Dresden in seiner Vorschau auf das Zweitliga-Spiel gegen den TSV Mühldorf am Sonntag im Volleydome an der Bürgerwiese: Leonhard Tille. Doch ausgerechnet der ist am Sonntag nicht dabei, wenn die Innstädter an die Elbe reisen. Beruflich zu sehr eingespannt, sagt Mühldorfs Trainer Michi Mayer, der nun die Qual der Wahl hat. Und auch schon eine wegweisende Entscheidung getroffen hat für die nächsten drei Spiele.

Taktisch nicht unklug

Fest steht nach dem zurückliegenden Wochenende gegen Freiburg, dass es einer nicht sein wird, der als Libero annimmt. Es war taktisch natürlich nicht unklug, den Hauptangreifer der Mühldorfer, Tom Brandstetter, auf diese Position zu wechseln. Denn im Angriff hätte Mühdorfs „Capitano“ wegen seiner starken Rückenschmerzen lediglich gehemmt auftreten können. Doch Brandstetter hatte gegen den Tabellenführer vom FT 1844 Freiburg einen rabenschwarzen Tag erwischt. Keine Präzision, viele Annahmen landeten gleich im gegnerischen Feld. Das war nix. Außerdem: Natürlich fehlt der Druck im Aufschlag, wenn einer der besten an der Grundlinie nur als Libero auf dem Feld steht. Also hat Michi Mayer wieder rumgetüftelt, sich Alternativen überlegt, wohl wissend, dass die ständige Rotiererei auf der Hauptannahmeposition nicht gerade Ruhe ins Team bringt.

Chaotischen Verhältnisse in der Annahme

Die bisherigen Ergebnisse bestätigen die chaotischen Verhältnisse in der Annahme: Neun Spiele haben die Mühldorfer absolviert. Bis auf einen Sieg gegen die Jungspunde aus Friedrichshafen und eine 2:3-Niederlage gegen die Blue Volleys aus Gotha, die immerhin noch einen Punkt auf das Mühldorfer Konto purzeln ließ, war bisher nicht viel drin. Doch Mayer zuckt mit den Schultern: „Was soll ich machen, wenn niemand Libero spielen will. Ich kann niemanden zwingen!“

Dresden mit vier Siegen

Dabei sollten die Mühldorfer ausgerechnet gegen den VC Dresden klar strukturiert auf das Spielfeld treten. Denn obwohl Dresden als Tabellenneunter mit vier Siegen in neun Spielen deutlich besser dasteht, ist es trotzdem das Team aus Dresden, bei dem Mayer endlich den lange ersehnten Sieg fordert. Die Statistik gibt ihm Recht. Denn die Dresdner konnten noch nie gegen Mühldorf gewinnen, schon zu Drittligazeiten nicht. In den vergangenen drei Jahren gab es insgesamt sechs Niederlagen.

„Zudem hat Mühldorf bereits alle Spiele gegen Spitzenteams absolviert und rechnet sich nun in den letzten Spielen dieses Jahres gegen Delitzsch und Kriftel etwas aus“, heißt es zum Spiel am Samstag auf der Internetseite der Sachsen.

„Wir wissen um unsere Stärken“

Jede Menge Respekt schwingt da mit. Und doch sehen die Dresdener die Chance auf den Sieg. Der zuletzt schwer erkämpfte Sieg gegen den Tabellensiebten aus Kriftel hat den Dresdenern das nötige Selbstvertrauen gegeben. „Wir wissen um unsere Stärken aber auch unsere Schwächen, an denen wir Schritt für Schritt weiter arbeiten müssen, um auch mittelfristig den besseren Teams Paroli bieten zu können“, erklärt Dresdens Trainer Stefan Benderoth.

„Mit einem Sieg würden wir die Mannschaft aus Bayern in der Tabelle auf Abstand halten und sogar ins Mittelfeld der Tabelle rücken, was für die letzten Spiele des Jahres wichtig wäre. Am Wochenende wollen wir unsere positive Bilanz weiter fortsetzen“, so Benderoth weiter.

Leo Tille ist nicht mit dabei

Prädestiniert für die Aufgabe, die Mühldorf endlich mit einer stabilen Annahme aus dem Tabellenkeller zu ziehen, wäre natürlich Leo Tille. Doch der ist am Wochenende gar nicht erst dabei. Er ist beruflich zu sehr eingespannt, kann unter der Woche kaum ins Training gehen, wird der Mannschaft sicherlich fehlen. Doch Mayer ist sich mit einem anderen Spieler einig geworden: „Für die nächsten drei Spiele gegen Dresden, Delitzsch und Kriftel wird Kilian Nennhuber diese Aufgabe übernehmen. Begeistert ist er darüber nicht, aber er stellt sich in den Dienst der Mannschaft“, atmet Mayer auf.

Es sei wichtig, jetzt Kontinuität in die Mannschaft zu bringen. Denn für ihn beginnt jetzt die heiße Phase: „Jedes Spiel ist ein Endspiel!“, meint Mayer hochdaramtisch. Und er geht sogar noch weiter: „Wenn wir das Spiel gegen Dresden nicht gewinnen, dann wars das! Es gibt sonst nicht mehr viele Mannschaften, die wir schlagen könnten“. Die Mannschaft wird am Samstag bereits anreisen, am Sonntagvormittag noch in Dresden trainieren und dann ab 16 Uhr versuchen, drei Punkte mit nach Hause zu nehmen, so Mayer.

Youngsters werden nachreisen

Die Youngsters im Team, Felix Schinko (Zuspieler) und Moritz Wöls (Außenangreifer), helfen am Samstag noch der Landesliga-Mannschaft zum möglichen Punktgewinn und werden dann nachreisen, so Mayer. Im Angriff wird er etwas umstellen: Fritz Vähning wird als Diagonalspieler kommen, Fabian Bartsch und Tom Brandstetter agieren als Außenannahmespieler. Worauf wird es ankommen? „Dass wir die Außenangreifer in Griff bekommen. Die schlagen hoch und hart ab. Aber das liegt uns eigentlich!“, sagt Mayer nach intensiver Videoanalyse.

enk

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