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„Eine wahre Fehlpass-Orgie“

Erlangen - Das war wohl nichts: Der Fußball-Bayernligist TSV 1860 Rosenheim unterlag am Wochenende bei Erlangen-Bruck mit 1:3 Toren.

Lesen Sie hier den Originalartikel des Oberbayerischen Volksblatts:

„Eine wahre Fehlpassorgie“

Yunus Karayün erzielte den Sechziger-Treffer.

Manfred Burghartswieser musste weit zurückdenken. „Ich kann mich nicht erinnern, dass wir in den letzten zwei Jahren einmal so schlecht gespielt haben wie heute in den ersten 40 Minuten“, schimpfte der Spielertrainer des TSV 1860 Rosenheim nach dem 1:3 beim FSV Erlangen-Bruck, dem Ende einer drei Spiele währenden Siegesserie in der Bayernliga. „Zu weit weg vom Gegner, keine Aggressivität, kein Zweikampfverhalten, eine wahre Fehlpassorgie“, Co-Trainer Christoph Schiller zählte fast alles auf, was man im Fußball so verkehrt machen kann.

Und dennoch wäre am Ende mehr drin gewesen für die Kathrein-Elf, denn sie zeigte sich im zweiten Abschnitt nach einer Standpauke in der Pause deutlich verbessert. „Wenn wir da den Anschlusstreffer erzielt hätten, hätte die Partie noch mal kippen können“, so Schiller. Doch es sollte nicht sein, Yunus Karayüns Tor blieb die einzige Ausbeute, das Aufbäumen gegen die nun nachlassenden Gastgeber kam zu spät, trotz guter Möglichkeiten reichte es nicht mehr zum Punktgewinn am letzten Spieltag der Hinrunde. 23 Zähler stehen zu Buche, bei einem noch ausstehenden Spiel gegen Memmelsdorf, das auf Ostermontag verlegt ist.

„Schon nach knapp zehn Minuten hätte wir 0:3 hinten sein können“, ärgerte sich Schiller über den schlechten Start. Schon in der vierten Minute lag der Ball im Netz, die Sechziger-Abwehr hatte eine weite Flanke unterlaufen, der Ball wurde nach innen gespielt und Strobel verwandelte per Seitfallzieher zum 1:0 für den FSV. Nur Sekunden später hatte man nach einer Ecke viel Glück, dann stand Torhüter Maschke genau richtig. Einziges kleines Lebenszeichen der Rosenheimer war ein Schuss in der 14. Minute von Masberg.

Das 2:0 in der 22. Minute ähnelte dem ersten Treffer, wieder wurde ein Flanke unterlaufen, Schaab nahm den Ball mit und bugsierte ihn ins lange Eck. Negativer Höhepunkt war dann das 3:0 in der 29. Minute: „Die haben uns im Sechzehner schwindlig gespielt, wie im Training“, schüttelte Schiller den Kopf über das Abwehrverhalten. Dennis Haan schloss ab und stürzte die Sechziger in tiefe Ratlosigkeit. Da half es auch nicht mehr viel, dass Karayün noch vor der Pause verkürzen konnte, die Enttäuschung über diesen Auftritt saß tief. „Was wir in Hälfte ein gespielt haben, geht gar nicht“, ärgerte sich Burghartswieser, der in der Kabine an den Charakter und die Ehre seiner Truppe appellierte.

Zur zweiten Hälfte kam Schwinghammer für Majdancevic, nun lief es besser, zwischen der 50. und 65. Minute gab es gute Möglichkeiten für Einsiedler und Masberg, die dickste vergab Dominik Haas per Kopf. Auf der Gegenseite traf der eingewechselte Günther den Pfosten, in der 80. Minute zog Schwinghammer nach schönem Rückpass von Haas aus fünf Metern übers Tor. „In den zweiten 45 Minute war noch was möglich, aber wir haben halt die Kiste nicht gemacht, der Sieg für Erlangen war also verdient“, bilanzierte Schiller, der einen sehr starken FSV gesehen hatte: „Die haben nicht nur den Ex-Nationalspieler Galásek, der immer richtig steht.“

Als Entschuldigung ließ Schiller auch nicht gelten, dass mit dem beruflich verhinderten Florian Hofmann und dem verletzten Matthias Linnemann zwei wichtige Leute fehlten. „daran hat es nicht gelegen.“ Am kommenden Samstag geht es zum Rückrundenauftakt nach Buchbach, zum Derby. Eine Chance zur Wiedergutmachung.

TSV 1860 Rosenheim: Maschke, Sauer, Wimmer, Adamosky, Höhensteiger (75. Huber), Haas, Christian Hofmann, Karayün (83. Ostarek), Majdancevic (46. Schwinghammer), Einsiedler, Masberg.

Tore: 1:0 Strobel (4.); 2:0 Schaab (22.); 3:0 Haan (29.); 3:1 Karayün (40.)

Schiedsrichter: Stefan Schneider (Weisingen)

Zuschauer: 550

re/Oberbayerisches Volksblatt

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