Eindrucksvolle Vorstellung

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Krystal Vaughn war mit 22 Punkten beste Werferin beim Wasserburger Pokal-Heimerfolg.

Wasserburg - Von Krise will bei den Basketball-Damen vom TSV Wasserburg keiner mehr etwas wissen. Im Pokal-Achtelfinale gelang ihnen ein beeindruckender 74:68-Sieg.

In einem spannenden Achtelfinale beim Pokalderby in der Badria-Halle zeigte der Deutsche Meister und Titelverteidiger welche Ansprüche er noch an sich und vor allem an die aktuelle Saison stellt. Mit 74:68 bezwang man genau den Rivalen, der noch vor drei Wochen für eine der bittersten Niederlagen gesorgt hatte, und ist damit eine Runde weiter im Viertelfinale angekommen.


„Alles was wir tun mussten, war unser Spiel zu spielen und unser Ding durch zu ziehen“, so die strahlende Wasserburger Trainerin Wanda Guyton. „Unsere Verteidigung war heute wirklich gut; das hält jetzt schon seit zweieinhalb Wochen an.“ – „Das war auf jeden Fall eine würdige Revanche und vor allem das wichtigere Spiel“, kommentiert Wasserburgs Centerin Jessica Höötmann die Begegnung.

700 Basketball-Fans brachten die Badria-Halle gleich von Beginn an zum Kochen. Und auch den Druck, den sich beide Mannschaften gegenseitig machten, war eher der einer Finalrunde als der eines Achtelfinal-Spiels. In der Anfangsphase eine ausgeglichene Begegnung, bei der der TSV Wasserburg bereits nach zwei Minuten führte. Eine Führung die lediglich durch einen Drei-Punkte-Wurf von Doro Richter in der dritten Minute zu einem 5:5-Ausgleich führte. Übrigens der einzige an diesem Nachmittag. Denn Krystal Vaughn konterte ihrerseits mit drei Punkten nur eine halbe Minute später und brachte Wasserburg in eine Führung, die sie bis zum Schluss nicht mehr abgaben. Das Team um das Trainer Duo Wanda Guyton und Hans Brei, präsentierte sich in der Defensive nun deutlich stärker, zwang so die Damen aus Nördlingen zu Distanzwürfen und kassierte anschließend die Rebounds ab. Das erste Viertel ging an Wasserburg mit 21:16 Punkten.


Auch im zweiten Viertel zeigten sich die Damen vom Inn hellwach und ließen im Druck kaum nach. Schöne Kombinationen und eine blitzschnell agierende Krystal Vaughn, die bewies, dass sie nun endlich zu ihrer gewohnten Form zurück gefunden hat. Am Ende des zweiten Viertel betrug der Abstand zum Gegner bereits komfortable elf Punkte (35:24). Ein Vorsprung, den Wasserburg im dritten Viertel auch dringend benötigte.

Nach der Halbzeitpause zeigten sich die Damen aus Nördlingen erneut angriffslustig. Drei Zweier von Amanda Sprague infolge und ein Dreier von der als Spezialistin für Distanzwürfe bekannte Morgan Henderson verkürzten Wasserburgs Vorsprung auf magere drei Punkte. Zudem sorgte eine Reihe von Schiedsrichterentscheidungen nicht nur für Unverständnis bei den zahlreichen Wasserburger Fans. Auch Trainer Hans Brei hielt es des Öfteren nicht mehr auf der Trainer-Bank. Doch schließlich entschied Wasserburg nicht zuletzt durch die zur Hochform auflaufenden Sheena Moore auch das dritte Viertel (46:40) für sich. Riesen Stimmung bei den Fans in der Badria-Halle.

Die Spielfreude war zurück beim Wasserburger Team. Eine wieder erstarkte Rebecca Thoresen und Krystal Vaughn erhöhten den Vorsprung in der 33. Minute wieder in den zweistelligen Bereich hinein (54:43), der als Polster für die Körbe von Fanny Szittya und den Dreier von Henderson diente (59:55). Doch eine Zitterpartie bot sich den lautstarken stehenden Fans des TSV nicht. Zugabe-Rufe beim Freiwurf für Wasserburg eine Minute vor dem Ende der Partie bewiesen eindrucksvoll, dass sie wieder zu Recht stolz auf ihre Mannschaft sein können. Eine geglückte Revanche und ein Beweis dafür, dass mit dem TSV Wasserburg nicht nur im Pokalturnier, sondern auch in der CEWL und vor allem in der Bundesliga noch zu rechnen ist.

„Jede Spielerin ist bereit ihr Letztes zu geben und ihre Rolle im Team zu erfüllen. Sie setzen das um, was wir mit ihnen geplant haben, sowohl in der Offensive als auch in der Defensive, auch wenn es in der Verteidigung manchmal Fehlaktionen gegeben hat“, so das insgesamt positive Fazit von Trainer Hans Brei. Am wichtigsten ist für ihn jedoch, dass man eine Runde weiter ist in einem Turnier, in dem sich Favoriten wie Freiburg oder Wolfenbüttel schon verabschiedet haben.

Es spielten: Krystal Vaughn (22 Punkte), Sheena Moore (18), Rebecca Thoresen (16), Jessica Höötmann (9), Hicran Özen (3), Diana Pop (3), Shanika freeman (2), Katsiaryna Zberch (1), Mailis Pokk, Mara Conley, Jezabel Ohanian.

Pressemitteilung TSV 1880 Wasserburg am Inn

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