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Der Druck ist groß

Sie wollen heute auch wieder jubeln: Thomas Masberg und Danijel Majdancevic, die beim letzten 2:0-Auswärtssieg die Tore für die Sechziger erzielten. Foto Ziegler

Rosenheim - Eine Chance wie diese hat man bei einem Punktspiel selten. Innerhalb von nur knapp drei Wochen kann der TSV 1860 Rosenheim den Ausrutscher vom Ostermontag wettmachen.

Doch noch den Sieg gegen den SV Memmelsdorf einfahren, den man damals beim 2:2 in der Nachspielzeit verschenkt hat. "Eine richtig interessante Konstellation", weiß Trainer Wolfgang Schellenberg vor dem Abstiegsduell in der Fußball-Bayernliga, das am heutigen Samstag, übrigens schon um 14 Uhr, im Jahnstadion stattfindet.

Der Druck ist groß, für beide Mannschaften. "Wir sind das ja gewohnt", beschwichtigt Schellenberg, "Druck haben wir seit Wochen." Und die Mannschaft ist damit gut zurecht gekommen, hat zuletzt zweimal auswärts gewonnen, ist seit vier Spielen ungeschlagen. Der Gegner, und das überrascht, sogar seit fünf Punktspielen. Das aber ist nur die eine Seite der Medaille, der Mitaufsteiger aus Oberfranken ist nämlich auch seit elf Spielen ohne Sieg. Und das wiegt deutlich schwerer. Neun Punkte liegt die Mannschaft des Nürnberger Ex-Profis Norbert Schlegel schon hinter den Sechzigern und Schellenberg weiß: "Selbst ein Punkt bei uns ist für Memmelsdorf zu wenig."

Und das sieht er als Vorteil für seine Mannschaft. "Die können sich nicht einfach hinten reinstellen und abwarten, die müssen was tun." Denn es gibt nicht mehr viele Chancen für die Gäste, sich aus dem Abstiegsstrudel zu lösen, die Gefahr ist akut, sofort zurückkehren zu müssen in die Landesliga Nord, die man im letzten Sommer unter großem Jubel verlassen hat. Der Aufstiegs-Euphorie folgte schnell die Ernüchterung, längst ist der Alltag zurückgekehrt, einige Umbesetzungen im Vorstand haben zuletzt Erfolgstrainer Schlegel veranlasst, seinen Abschied zum Saisonende zu verkünden, unabhängig vom Ausgang des Abstiegskampfes.

Wolfgang Schellenberg dagegen will sich möglichst bald mit der Zukunft bei 1860 Rosenheim beschäftigen können. Voraussetzung dafür ist, dass das Abstiegsgespenst bald endgültig vertrieben ist. Ein Sieg gegen Memmelsdorf wäre für das Kathrein-Team ein ganz großer Schritt und der Coach ist überzeugt, dass ihn seine Mannschaft tun wird. Unter einer Voraussetzung: "Unsere letzten Erfolge waren das Produkt von Disziplin, Ordnung, Stabilität und vor allem großer Laufbereitschaft, nur wenn wir das beibehalten, werden wir auch erfolgreich sein."

Personell kann Schellenberg fast aus dem Vollen schöpfen, auch der A-Junior Georg Lenz soll wieder in der Innenverteidigung auflaufen, obwohl die U19 gleichzeitig in Kareth-Lappersdorf spielt. Schellenberg braucht den Youngster, schließlich ist Daniel Wimmer nach seiner Roten Karte noch für weitere zwei Spiele gesperrt. Nun also sind Lenz und Dominik Haas gefordert, den gefährlichen Mario Meth daran zu hindern, seine Trefferquote von 14 Toren weiter auszubauen. Im Hinspiel vor knapp drei Wochen war es eben dieser Meth, der in allerletzter Sekunde für den Ausgleich sorgte, nachdem er schon zuvor den Rosenheimer Führungstreffer von Okanovic egalisiert hatte.

Nun also ist Wiedergutmachung angesagt, die Wut über den dummen Punktverlust vom Ostermontag soll in positive Energie umgemünzt werde. Doch Schellenberg warnt, sich nur auf Meth zu konzentrieren. "Auch Sturmpartner Tobias Seifert ist ein ganz gefährlicher Mann." Zumindest der ist für die Sechziger noch eine unbekannte Größe, Seifert nämlich hat im Hinspiel gefehlt.

Tabellen und Ergebnisse

hü/Oberbayerisches Volksblatt

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