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Derby mit großartiger Dramaturgie

OVB
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Der Ausgleich in der 92. Minute: Torhüter Daniel Schmid ahnte zwar die Ecke, konnte den Elfmeter von Michael Rohleder nicht parieren. Fotos

Rosenheim - Ein Lokalderby, das nichts zu wünschen übrig ließ, lieferten sich am Mittwoch der TSV 1860 Rosenheim 2 und der SV-DJK Kolbermoor - ein ausführlicher Rückblick! **Erstmeldung mit Bildern**

Nach über 90 Minuten voller Höhepunkte und Tiefschläge endete ein äußerst sehenswertes Bezirksliga-Duell mit 2:2. Erst in der 92. Minute konnten die Kolbermoorer, die das Spiel schon aus der Hand gegeben hatten, einen Punkt retten.

Chance für Ex-Profi Marco Vorbeck, von dem ansonsten nicht viel zu sehen war.

Die Gastgeber gingen mit Spielern wie Markus Wallner, Michael Pointvogel, Florian Bichler und Marco Vorbeck bestens bestückt in die Partie. Doch das Manko dieses Ensembles zeigte sich schnell - mit dem Zusammenspiel klappte es selten. Bis auf eine Strafraumszene von Bichler (4.) gab es für den SV-DJK wenig Brenzliges. Werner Ihrlbeck, Coach der Sechziger-Reserve, kritisierte dieses Auftreten - "wir haben weder agiert noch reagiert" -, hatte aber auch eine Erklärung: "Die Mannschaft hat in der Formation, wie sie heute aufgelaufen ist, noch nie so gespielt."

Die Kolbermoorer wirkten dagegen gut sortiert und sorgten in der Viertelstunde vor der Pause für Furore. Das 0:1 erzielte Franz-Xaver Pelz durch einen Geistesblitz: Aus über 35 Metern überlistete er Rosenheims Keeper Daniel Schmid, der eine Idee zu weit vorne stand, mit einem ansatzlosen Heber ins Kreuzeck (32.). In der 38. Minute lauerte Pelz nach toller Flanke von Tobias Hotter am langen Pfosten, schaffte es aber nicht, den Ball ins Tor zu drücken. Die nächste Riesenchance bot sich Tobias Stiebler, der die Kugel knapp über die Latte hob (41.). Spielertrainer Viktor Gruber meinte nachher: "Die ersten 60 Minuten haben ganz klar uns gehört. Wenn es nach der ersten Halbzeit 3:0 für uns gestanden wäre, dann wäre das auch okay gewesen."

Nach der Pause begann sich das Bild zu wandeln. Dabei befand sich der SV-DJK in nummerischer Überlegenheit - Daniel Ludolph hatte für ein rücksichtsloses Einsteigen gegen Manuel Pavlovic Rot gesehen (43.). Doch statt die Überzahl auszunutzen, verfiel Kolbermoor in Passivität. Die Quittung: Ein abgefälschter Schuss von Julian Richter fand über den Innenpfosten den Weg in Grubers Tor (72.), und das 2:1 erzielte Bichler auf Vorlage von Pointvogel (83.). "Wir haben viele Fehler gemacht, wobei auch die drei Rosenheimer Einwechselspieler viel dazu beigetragen haben, dass das Spiel gekippt ist", sagte Gruber.

Das Drama war jedoch nicht vorüber. In der Nachspielzeit berührte Wallner den Ball im eigenen Strafraum mit der Hand, sogleich ertönte der Pfiff des Unparteiischen - ein umstrittener Elfmeter. Michael Rohleder nutzte die letzte Chance und verwandelte zum Ausgleich. Trotz aller Diskussionen waren hinterher aber beide Trainer mit einem Punkt zufrieden, Ihrlbeck resümierte außerdem: "Aufs ganze Spiel gesehen, war das 2:2 in Ordnung."

TSV 1860 Rosenheim 2: Schmid, Reiss (ab 46. Herberth), Huber, Wallner, Pointvogel, Richter, Ludolph, Birner, Mitrovic (ab 46. Ostarek), Bichler, Vorbeck (ab 62. Einsiedler).

SV-DJK Kolbermoor: Gruber, Stadler, Fischer, Hotter, Pavlovic, Glas (ab 26. Markl), Rohleder, Ari, Stiebler, Pelz, Eppler (ab 56. Caglin).

Tore: 0:1 (32.) Pelz, 1:1 (72.) Richter, 2:1 (83.) Bichler, 2:2 (92., Handelfmeter) Rohleder.

Schiedsrichter: Mühldorfer (FC Aschheim).

Zuschauer: 190.

Rote Karte: Ludolph (43.).

kh/Oberbayerisches Volksblatt

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