Charmaine Callahan ist wieder weg!

Wasserburg - Das hat Gaby Brei in ihren zehn Jahren als sportliche Leiterin des Basketballbundesligisten TSV Wasserburg noch nicht erlebt. Charmaine Callahan kam - und ging wieder!

Die vor einem Monat als Neuzugang vorgestellte Centerin bat kurzfristig um die Auflösung ihres Vertrags, weil sie bei ihrem Ex-Club Wolfenbüttel bleiben will. Nach Rücksprache mit Wanda Guyton und Hans Brei löste man die Vereinbarung mit der 28-Jährigen auf. In beiderseitigem Einvernehmen, denn eine von Anfang an unzufriedene Spielerin will man nicht beim deutschen Meister und Pokalsieger.


"Verein und Spielerin hätten nichts davon gehabt und wären unzufrieden gewesen. Und wir können Charmaine und Wolfenbüttel so einen Gefallen tun", meint Gaby Brei. "Wir hätten sie nächste Saison zwar gerne in Rot-Weiß gesehen, aber zu seinem Glück zwingen soll man niemanden."

Die Vorgeschichte: Wolfenbüttel hatte nach einer starken Saison mit Play-off-Teilnahme und Pokalhalbfinale ums finanzielle Überleben gekämpft. Spielerinnen wie Ofa Tulikihihifo, Katarina Flasarová (beide nach Göttingen) und eben Callahan verließen aufgrund der Unsicherheiten den Verein. Seit zwei Wochen ist klar, dass in Wolfenbüttel auch kommende Saison Bundesliga-Basketball gespielt wird. Wolfenbüttel sucht händeringend nach guten deutschen Spielerinnen, kontaktierte Callahan sogar im Urlaub in Estland nachdem sie bereits in Wasserburg unterschrieben hatte - und war mit den vielen Bitten erfolgreich: zurück in Deutschland bat die gebürtige Bayerin um die Freigabe, um nach Wolfenbüttel zurückzukehren und dort eine Führungsrolle im Team zu übernehmen. Damit klaffen im Wasserburger Kader jetzt zwei Lücken: unter dem Korb und bei der Deutschenquote. Beide wird man versuchen zu schließen.

fd/Oberbayerisches Volksblatt

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