Die beste Leistung seit vielen Jahren!

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Der frühe Führungstreffer für den TSV 1860 Rosenheim: Florian Pflügler (links) trifft per Kopf zum 1:0.

Rosenheim - Man könnte viele Superlative bemühen, um die Klasseleistung des TSV 1860 Rosenheim am Freitagabend beim 5:1 (1:1)-Heimsieg gegen den SV Heimstetten zu beschreiben.

Festzuhalten bleibt allerdings auch (und das wertet die Leistung der Rothemden nochmals auf), dass die Gäste aus dem Münchner Osten eine Stunde lang hervorragend mitspielten und bis dahin mit Sicherheit der stärkste Gegner waren, der sich bislang in dieser Saison im Jahnstadion vorgestellt hat. In jedem Fall war es ein tolles Spitzenspiel, das sich sowohl taktisch, als auch technisch auf höchstem Bayernliga-Niveau bewegte. Mann des Abends war aus Rosenheimer Sicht Markus Einsiedler, der in der zweiten Halbzeit mit einem Hattrick glänzte.


Doch der Reihe nach: Genau 78 Sekunden waren gespielt, als Florian Pflügler in eine Linksflanke von Eugen Martin lief und per Kopf zum 1:0 einnickte (2.). Nach einer weiteren Kopfballchance durch Valentin Hauswirth (12.) schlug der SVH zurück: Nach einer Ecke von Kapitän Dominik Schmitt stieg Andreas Neumeyer am höchsten und vollendete per Kopf zum Ausgleich (14.). Auch in der Folge suchten beide Teams immer wieder mit hohem Tempo den Weg zum Tor. Ein Flugkopfball von Danijel Majdancevic (21.) hätte ebenso Erfolg bringen können wie eine gute Aktion von Andi Voglsammer (41.). Zwischendurch hatte auf der Gegenseite der aufgerückte Innenverteidiger Quirin Löppert eine dicke Kopfballmöglichkeit, die 1860-Keeper Robert Mayer mit einer Weltklasse-Tat zunichte machte (34.).

In der zweiten Hälfte zeigten die Sechziger dann eine ihrer besten Leistungen der letzten Jahre: Nach genau einer Stunde knallte der überragende Markus Einsiedler die Kugel aus 25 Metern satt ins lange Eck (60.) und leitete damit seinen Hattrick ein. In der 75. Minute traf er nach einer Klassekombination über Dominik Haas und Majdancevic frei vor Lehner zum 4:1, vier Minuten später hob er die Kugel nach Doppelpass mit Martin in Klassemanier zum 5:1 über den SVH-Schlussmann (79.). Da der eingewechselte Haas kurz vorher nach einem Freistoß von Michael Kokocinski per Kopf auch noch zum 3:1 getroffen hatte (71.), wurde es für die Heimstettener am Ende sogar ein richtiges Debakel. Weil Masberg auch noch zwei gute Chancen hatte (74./77.), konnte man den Sieg letztlich sogar in der Höhe als verdient bezeichnen. In jedem Fall haben die Sechziger mit dieser Leistung ein gewaltiges Ausrufezeichen gesetzt und unterstrichen, dass sie zu den heißesten Regionalliga-Kandidaten zählen.


Das Spiel in der Statistik:

1860 Rosenheim: Mayer – Martin, C. Hofmann, Pflügler, Herberth – Kokocinski (81. Matthias Huber), Hauswirth – Einsiedler, Majdancevic, Richter (62. Haas) – Voglsammer (62. Masberg) – Trainer: Schmidt.

SV Heimstetten: Lehner – Ernesto, Mayer, Löppert, Wich – S. Steinacher, D. Schmitt, C. Schmitt, Moll – Aydemir (62. Grahammer), Neumeyer (80. Paul) – Trainer: Schromm.

SR: Friedrich (München).

Zuschauer: 300.

Gelb: Richter / D. Schmitt, Wich.

Tore: 1:0 (2.) Pflügler, 1:1 (14.) Neumeyer, 2:1 (60.) Einsiedler, 3:1 (71.) Haas, 4:1 (75.) Einsiedler, 5:1 (79.) Einsiedler.

mw

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