Basketballer verlieren nach Verlängerung

Rosenheim - Nach einer unglaublich spannenden Partie konnten sich am Samstagabend die Gäste aus Leitershofen gegen den SB DJK Rosenheim durchsetzen.

In dieser Saison konnte der Sportbund Rosenheim bis dato jedes Heimspiel für sich entscheiden. Die Gabor-Halle gilt im Allgemeinen in der zweiten Regionalliga SüdOst als uneinnehmbare Festung. Diese Serie wurde nun durch Leitershofen/Stadtbergen beendet. Vor gut 100 Zuschauern wollte das Team von Trainer Bob Miller unbedingt das letzte Saisonspiel in diesem Jahr für sich entscheiden. Gegen den Tabellendritten aus Augsburg wollte man mannschaftlich geschlossen zu Werke gehen und vor allem eine eisenharte Verteidigung spielen. Doch Leitershofen fand den besseren Start in das Spiel. Mit einem 9:2-Lauf begannen sie das erste Viertel.


Trainer Miller musste reagieren und stellte auf eine Zonenpressdeckung um. Dieses Mittel zeigte die gewünschte Wirkung und die Rosenheimer konnten den Rückstand verringern und sich wieder zurück in das Spiel kämpfen. Mit 16:20 lag man dennoch nach dem ersten Spielabschnitt zurück. Im zweiten Viertel startete Rosenheim mit einem 7:0-Lauf und konnte zum ersten Mal in der Partie in Führung gehen.

Zwar konnten die Gäste den Lauf der Rosenheimer schnell wieder unterbrechen, doch drei Dreier in Folge von den Rosenheimern Timo Fliege, Patrick Sötje und Fabian Greiser verhalfen dem Sportbund abermals zu einer kleinen Führung. Leider gab man diese nach einigen unnötigen Ballverlusten wieder leichtfertig aus der Hand. Ausgeglichen (34:34) ging man in die Halbzeitpause. Schon jetzt zeichnete sich ein Basketballkrimi ab.


Trainer Bob Miller ermahnte seine Jungs, die Intensität weiter hoch zu halten und keine einfachen Korbleger der Gäste zuzulassen. Nach dem Wiederanpfiff sahen die Zuschauer in der Gabor-Halle zwar kein Basketballspiel auf hohem Niveau, aber eine starke kämpferische Leistung beider Teams. Die starke Verteidigungsleistung beider Mannschaften spiegelte sich im mageren Viertelergebnis von 15:14 wieder. So konnte der SBR mit einem Punkt Führung in das letzte und entscheidende Viertel gehen. Und jetzt spielten die Rosenheimer groß auf. Mit tollen Spielzügen im Angriff und intensiver Arbeit in der Verteidigung konnten sich die Miller-Jungs eine Minute vor Schlusspfiff eine Sieben-Punkte Führung erkämpfen. Das Spiel schien gewonnen und erste Freude machte sich unter den begeisterten Zuschauern breit. Doch dann schwand die aufkommende Euphorie schnell wieder. Leitershofen versuchte mit schnellen Fouls die Zeit zu stoppen und Rosenheimer hätte mit verwandelten Freiwürfen das Spiel ganz einfach für sich entscheiden können. Doch der SBR schaffte es, unglaubliche sechs Freiwürfe in den letzten 45 Sekunden in Folge zu vergeben. 12 Sekunden vor Schluss lag man dennoch mit zwei Punkten in Führung, aber die Gäste hatten Ballbesitz.

Quasi mit der Schlusssirene setzte sich der starke Leitershofener Sebastian Montag (29 Punkte im Spiel) in der Zone gegen zwei Gegenspieler durch, konnte den Korbleger zu Ausgleich verwandeln und bekam auch noch aufgrund eines Fouls einen Bonusfreiwurf zugesprochen. Doch nun versagten auch ihm die Nerven und er konnte den entscheidenden Freiwurf nicht verwandeln. So ging es in die Verlängerung (66:66). Leitershofen fand den vermeidlich besseren Start in die Verlängerung und konnte schnell mit vier Punkten in Führung gehen. Doch zwei Dreier der Rosenheimer glichen das Spiel eine Minute vor Schluss wieder aus. Dann gelang es den Hausherren sogar noch mit vier Punkten in Führung zu gehen und der SBR sah abermals an diesen Abend wie der sichere Sieger aus. Doch Leitershofen gab nicht auf und konnte einen Drei-Punkte-Wurf verwandeln. Mit einem Punkt Rückstand bei zehn verbleibenden Sekunden, versuchten die Gäste abermals mit einem taktischen Foul die Zeit zu stoppen. Und wieder konnte der SBR die entscheidenden zwei Freiwürfe nicht verwandeln.

So kam Leitershofen abermals für den letzten Angriff in Ballbesitz und mit Ablauf der Spielzeit gelang den Gästen ein Dreier gegen zwei Rosenheimer Verteidiger, so dass Leitershofen mit zwei Punkten das Spiel gewann (80:78). „Wir haben heute toll gekämpft, aber es leider zweimal verpasst, den Sack zuzumachen und das Spiel für uns zu entscheiden,“ sagte Bob Miller nach dem Spiel. "Wenn man 12 Freiwürfe in einem knappen Spiel im letzten Viertel vergibt, dann wird es halt schwer.“

Pressemitteilung Christian Hlatky, SBR Basketball

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