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Arbeitssieg in Halle

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Erneut Wasserburgs Top-Scorerin: Ashley Hayes (links, 28 Punkte).

Halle - Der TSV Wasserburg hat wieder Anschluss an die Spitze der Damenbasketball-Bundesliga. Nach dem 79:71 (36:37)-Sieg bei den Halle Lions liegt der Vizemeister mit zehn Punkten nur noch einen Zähler hinter dem Führungstrio. **Karten gewinnen**

Für den Erfolg beim Vorjahresvierten musste die Truppe von Trainer Hans Brei allerdings 40 Minuten lang alles geben. „Wir haben richtig gut verteidigt, um jeden Zentimeter gekämpft und uns den Sieg dadurch verdient“, resümierte der zufriedene Coach. „Wir haben immer an uns geglaubt und waren am Ende einfach etwas cleverer.“

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Brei veränderte seine Startformation, Svenja Brunckhorst begann anstelle von Diana Pop. Die Juniorennationalspielerin dankte es, indem sie gleich den ersten Dreier traf und dem Vizemeister zu einem glänzenden Start verhalf. Wasserburg führte schnell 5:0, 9:3 und 14:4 (6. Minute). Die Defensive stand bombensicher und vorne klappten die Spielzüge wie am Schnürchen. Alles lief nach Plan. Dann betrat Michaela Abelova für die Halle Lions das Feld und die Partie kippte. Die Slowakin brachte ihr Team mit sieben Punkte in Serie zurück in die Partie, auf der anderen Seite ließ bei den Gästen die Konsequenz in der Offensive nach. Erst nach dem 16:16 (9.) fand Wasserburg kurzfristig seine Sicherheit wieder, Nadja Prötzig, Doro Richter und Brunckhorst erhöhten binnen weniger Sekunden auf 24:16. In den nächsten Minuten war der Wasserburger Angriff dann wieder ein laues Lüftchen. Ballverluste und Fehlwürfe prägten das Bild, Halle ging erstmals in Front (24:25/13.) und bis zur Pause konnte sich kein Team richtig absetzen. Allerdings kassierte Diana Pop Ende der ersten Halbzeit schon ihr viertes Foul.

Nach dem Wechsel entwickelte sich eine sehr korbarme Partie, aus dem Spiel kamen beide Teams kaum mal zum Abschluss. Die Schiedsrichter Thomas Hofmann und Anton Kotlyar verfolgten eine sehr strikte Linie, ahndeten auch Kleinigkeiten. Viele Schrittfehler und Fouls erstickten beinahe jeden Spielfluss. „Es war sehr schwer, sich heute auf die Schiedsrichter einzustellen, da sie das eine Viertel so, das andere wieder ganz anders gepfiffen haben. Aber damit müssen wir leben und versuchen das beste draus zu machen“, meinte Brei anschließend. Punkte gab es deshalb oft nur an der Freiwurflinie, vor allem Halle durfte sich über viele solcher Möglichkeiten freuen, 29 in den ersten drei Vierteln. Für Wasserburg bedeutete dies eine enorm hohe Foulbelastung. Neben Pop war auch Richter mit vier Fouls belastet, insgesamt hatten die Gäste nach dem dritten Abschnitt 22 Fouls gegen sich gepfiffen bekommen, Halle 16.

Ein probates Mittel, um die Zahl der Fouls herunterzuschrauben, ist die Zonenverteidigung. Und derer bedienten sich die Gäste jetzt. Halle gelang in der Offensive kaum mehr etwas, Wasserburg leider noch weniger. Zwei Pünktchen gelangen bis zur 35. Minute (56:59), trotzdem war man noch im Spiel. Als Halles Abelova ein unsportliches Foul aufgebrummt bekam, löste sich plötzlich die Verkrampfung in der Wasserburger Offensive. Tamara Tatham versenkte die Freiwürfe und im nächsten Angriff punktete Diana Pop, die nach langer Verschnaufpause die Regie im Spielaufbau übernahm. Als Jana Furková aus der Distanz ihr einziger Feldkorb zum 63:59 gelang, schien Halle komplett gelähmt. Weder Abelova, noch Caro Sterner, Amanda Rego oder Jennifer Bender wollte etwas gelingen. Trainer Peter Kortmann war so verzweifelt, dass er in der Schussphase kurzzeitig die 16-jährige Laura Hebecker auf Parkett schickte, mit dem Auftrag schnellstmöglichst einen Dreier einzustreuen. Es blieb beim Versuch des Nachwuchstalents. Wasserburg hatte inzwischen auf 69:59 (39.) erhöht, die Partie schien gelaufen. Doch drei Freiwürfe von Lejla Bejtic hauchten den Gastgeberinnen nochmals Mut ein. In den letzten 45 Sekunden netzten Abelova und zweimal Bejtic tatsächlich noch Dreier ein, zum Glück behielten Ashley Hayes, Tatham und Pop an der Freiwurflinie die Nerven und versenkten zehn von zwölf Versuchen.

Neben der kämpferischen Leistung der gesamten Mannschaft ist auch das Engagement beim Rebound hervorzuheben. Wasserburg war auch hier das bessere Team (37:31), setzte die Trainingsleistungen und Vorgaben des Trainerduos endlich einmal um. Ashley Hayes stach nicht nur wegen ihrer 28 Punkte heraus, sie erfüllte auch in der Defensive ihre Aufgaben (8 Rebounds, 2 Blocks).

Es spielten: Ashley Hayes (28 Punkte), Tamara Tatham (17), Diana Pop (10), Svenja Brunckhorst (9), Jana Furková (6), Dorothea Richter (4), Nadja Prötzig (4), Katharina Kühn (1), Mirijam Unger und Verena Stürmlinger.

Florian Danner /TSV Wasserburg)

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