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Anger stürzt Bindlach vom Bayernliga-Thron

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Anger/Berchtesgaden- Der drittletzte Kampftag in den einzelnen Mannschaftsligen im Ringen brachte überwiegend die erwarteten Ergebnisse.

In der 1. Bundesliga Ost entledigte sich der SV Wacker Burghausen seiner Pflichtaufgabe gegen die KG Frankfurt-Oder/ Eisenhüttenstadt mit 29:8 klar und beherrschte diese praktisch nach Belieben. Weniger schön war dabei, dass durch je eine unbesetzte Gewichtsklasse nur acht Kämpfe zustande kamen. Bevor es in den Finalkämpfen dann für den jetzt bereits feststehenden Meister der Gruppe Ost richtig zur Sache geht, steht Burghausen in den kommenden zwei Wochen vor lösbaren Aufgaben und dürfte es sich nicht nehmen lassen, die Liga verlustpunktfrei zu beenden.

In der 2. Bundesliga Süd war der VfK Schifferstadt beim 29:9 gegen den SRC Viernheim klar auf der Siegerstraße. Die ehemaligen Ringer aus der Region, Alex Kropf (- 60 kg, Freistil) und Heinz Marnette (- 66 kg, Greco) steuerten überlegene Siege bei.

Die Musik spielte am Wochenende aus Bezirks Sicht aber in der Bayernliga: Den Spitzenkampf zwischen dem SC Anger und dem bisherigen Tabellenführer ASC Bindlach wollten rund 700 Zuschauer sehen. Der gute Besuch war auch ein Beweis dafür, dass nicht nur Bundesligaspitzenkämpfe für volle Ringerhallen sorgen, sondern guter und spannender Ringsport auch in den unteren Ligen das Interesse der nach wie vor zahlreichen Ringerfans in der Region weckt. Anger zeigte dem jungen Team aus der Oberpfalz dabei seinen Grenzen auf und gewann unerwartet hoch aber verdient mit 24:12, wobei einige Kämpfe doch recht knapp ausgingen. Erstmalig war für den SCA der Neuzugang Alexander Ackermann auf der Matte, der sich nach seinem Afghanistan Einsatz allerdings in vier Runden gegen das Bindlacher Eigengewächs Erik Kamm geschlagen geben musste. Überraschend und viel umjubelt der Schultersieg von Bernhard Koch (- 84 kg, Freistil) gegen den bisher

ungeschlagenen Bindlacher Neuzugang Evgeniy Valentir, dem er sich im Hinkampf noch in fünf Runden beugen musste. Anger dürfte sich in den noch ausstehenden zwei Kämpfen gegen den unerwartet in Freising siegreichen ASV Neumarkt und gegen Schlusslicht TV Traunstein keine Blöse mehr geben und kann wohl die Meisterschaft feiern. Anger und Bindlach werden sich auch im kommenden Jahr messen. Dann allerdings in der Oberliga, da in diesem Jahr zwei Teams aus der Bayernliga in die nächst höhere bayerische Klasse aufsteigen werden, die der letztjährige Aufsteiger Sc Isaria Unterföhring in Richtung 2. Bundesliga verlassen wird.

Der TSV Trostberg hat in einem spannenden Derby gegen den TV Traunstein, das mit 18:17 für die Alzstädter ausging, endgültig das „rettende Ufer“ erreicht - und das obwohl das „Hick-Hack“ um die – wie sich inzwischen herausgestellt hat – unberechtigte Sperre des TSV-Coach Alexander Schrader den Gastgeber zusätzlich schwächte. Ganz eng wird es nach der Niederlage für die Traunsteiner, die bei zwei noch anstehenden Kämpfen wohl nur den Abstieg vermeiden können, wenn am kommenden Samstag ein Heimsieg gegen die SpVgg Freising folgt, da sich der direkte Konkurrent um den Abstieg, der SV Wacker Burghausen wohl mit Unterstützung der Bundesliga Aktiven spätestens am letzten Kampftag gegen Neumarkt noch einen Sieg sichern wird. In jedem Fall wird der Absteiger der diesjährigen Bayernliga Saison mit Traunstein oder Burghausen aus dem Bezirk Inn-Chiem kommen.

In der Landesliga Süd gab es die erwarteten Ergebnisse: Zehn Berchtesgadener Ringer holten beim 30:9 gegen acht Reichenhaller Aktive den erwarteten Auswärtssieg, der aber mit 0:40 aus Sicht des Absteigers Reichenhall gewertet wird. Simon Zaiska (- 74 kg) musste sich im ungewohnten klassischen Stil dem Berchtesgadener Uwe Petersen in vier Runden beugen und im Kampf der älteren aber immer noch guten „zweiten Garnitur“ behielt Wolfgang Küpper im Freistil Weltergewicht gegen Hans Reiter in drei Runden die Oberhand. 120 Zuschauer wollten den Kampf der beiden Traditionsvereine sehen, die in der Vergangenheit in 1. und 2. Bundesliga schon dominierende Rollen gespielt hatten in diesem Jahr aber in der Landesliga um den Klassenerhalt kämpfen, was zumindest den Berchtesgadenern mit den entscheidenden Erfolgen gut gelungen ist, wogegen für die Reichenhaller ein Abstieg in die Bezirksliga unvermeidlich ist.

In der Bezirksliga Ndb.-Opf./ Inn-Chiem behielt der SC Anger II mit überwiegend jungen Nachwuchsringern mit 19:12 die Oberhand gegen den AC Regensburg. Tabellenführer SV Untergriesbach II, der beim nachträglich mit 32:0 gewerteten Sieg gegen die WKG Willmering/ Cham II erfolgreich war, ist nur noch theoretisch vom 1. Tabellenplatz zu verdrängen.

In der Schüler-Grenzland-Liga zieht der Nachwuchs des SC Anger an der Tabellenspitze relativ einsam seine Kreise und wurde nach einem Nichtantritt von „Olympic Salzburg“ bereits vorzeitig Meister. Dahinter sind die Würfel im Tabellenverlauf ebenfalls weitgehend gefallen. Allerdings dürfte es um den 2. Platz nochmals richtig spannend werden, um den sich der TV Traunstein und die überraschend starke KG Vigaun/ Abtenau „streiten“ und diesen im direkten Vergleich am kommenden Samstag ausmachen werden.

Der „FC Bayern des österreichischen Ringsports“, der A.C. Wals kann auch in diesem Jahr wieder die Sektflaschen für die Meisterfeier kaltstellen. In einem imponierend heraus gekämpften 35:17 Sieg beim Vorjahresfinalisten KSV Götzis wurde wohl die Grundlage zum 45. Titelgewinn des Seriensiegers gelegt, obwohl der Gastgeber mit der bestmöglichen Aufstellung versucht hatte, den Walsern Paroli zu bieten, die aber seit vielen Jahren die Liga fast nach belieben dominieren.

awi

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