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Verdiente Heimniederlage

Wasserburg - Der TSV Wasserburg hat die zweite Heimniederlage der Saison kassiert, gegen die Wolfenbüttel Wildcats unterlag der deutsche Vizemeister völlig verdient mit 66:73 (25:34).

„So ein schlechtes erstes Viertel hab ich noch nie gesehen“, war das gängige Urteil der 750 Fans über die ersten zehn Minuten. In der Tat: Nur zwei von 14 Würfen fanden ins Ziel, dazu kamen sieben Ballverluste. Gegen die Zonenverteidigung von Wolfenbüttel bewegten sich die Gastgeberinnen zu wenig und nur selten fand man die freie Spielerin. „Wir waren darauf vorbereitet, wir haben ausgiebig trainiert, wie man gegen eine 2-3-Zone spielt – und dann das!“ Hans Brei war schon nach wenigen Minuten geladen, nahm zwei Auszeiten, um seine Damen an die taktischen Vorgaben zu erinnern – erfolglos, nichts wurde umgesetzt. Dazu kam, dass Punkte leichtsinnig liegen gelassen wurden, weil gleich dreimal ein freier Korbleger nicht genutzt wurde. Dass Wasserburg nach dem ersten Abschnitt nur 5:12 zurücklag, war einzig der ebenso schwachen Wurfausbeute der Gäste zuzuschreiben. Diese agierten aber mit wesentlich mehr Zug zum Korb, wurden dabei wiederholt gefoult und sammelten so an der Freiwurflinie immerhin sieben Zähler.

Fotostrecke von Benedikt Altschuh (www.actionpixel.de)

Wasserburg - Wolfenbüttel

Basketball: Wasserburg - Wolfenbüttel © Benedikt Altschuh (www.actionpixel.de)
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Basketball: Wasserburg - Wolfenbüttel © Benedikt Altschuh (www.actionpixel.de)

In den zweiten zehn Minuten funktionierte die Offensive auf beiden Seiten besser, der Vizemeister kam aber nie in einen richtigen Rhythmus. Nachdem Verena Stürmlinger auf 12:16 verkürzt hatte (13. Minute) dauerte es über drei Minuten, ehe Tamara Tatham die nächsten Punkte gelangen. Wolfenbüttel setzte sich in der Zwischenzeit ab, auch mit dem Glück des Tüchtigen. So fand Jessica Höötmanns Dreier nur mit Brett sein Ziel und als Sabrina Scott in der Schlusssekunde der ersten Halbzeit aus der Drehung traf, ahnten manche Fans, dass dies nicht der Tag des Vizemeisters sein würde.

Niedergerungen: Der TSV Wasserburg hat gegen Wolfenbüttel verdient verloren.

Die zweite Hälfte begann wie die erste, mit Wasserburger Leichtsinnsfehlern. Hier ein nicht genutzter Korbleger, da ein Fehlpass und die Lücken in der Verteidigung wurden immer größer. Jezabel Ohanian durfte unbedrängt zweimal einnetzen, Alexandra Müller und Shaina Zaidi durften in aller Ruhe ihre Dreier einstreuen, bei 30:49 (26.) deutete sich ein Debakel an. Hans Brei zog die Notbremse und stellte auf eine Zonenverteidigung um, das machte sich sofort bemerkbar. Die Gäste fanden ihre gewohnten Anspielstationen nicht mehr, ein Ballverlust jagte den anderen und Wasserburg blies zur Aufholjagd. Doch nachdem Svenja Brunckhorst auf 40:49 (28.) verkürzt hatte, erlahmte der Wasserburger Offensivdrang wieder, weil man es nur noch mit Dreiern probierte, diese aber nicht mehr fielen. Vor dem Schlussabschnitt war bei 42:51 aber noch nichts verloren.

Als Müller erneut per Dreier auf 46:57 (33.) erhöhte, schien eine Vorentscheidung gefallen zu sein. Dann aber übernahm Ashley Hayes die Regie in der Badria-Halle. 15 Punkte machte die US-Amerikanerin im Schlussviertel und brachte den Vizemeister wieder heran. Die Fans, enttäuscht ob der bis dato schwachen Wasserburger Leistung, waren plötzlich wieder da, peitschten ihr Team nach vorne. Als Hayes und Dorothea Richter sechs Punkte in Serie machten, war die Partie wieder offen (62:62/37.) und als Hayes nach einem perfekt ausgespielten Angriff einen Dreier zur ersten Wasserburger Führung versenkte (66:65/39.), stand die Halle Kopf. Es sollten die letzten Punkte der Gastgeberinnen an diesem Abend sein, denn die nächsten beiden Angriffe endeten mit Fehlpässen. Wolfenbüttel dagegen nutzte die sich bietenden Chancen und versenkte nervenstark seine Freiwürfe.

Noch weit nach der Schlusssirene wusste Brei nicht, wieso sein Team auswärts glänzende Leistungen zeigt (Siege in Marburg, Halle und Saarlouis), vor den eigenen Fans aber sein Potential nicht abrufen kann. „Wir sind verkrampft, nervös und unsicher. Scheinbar sind wir dem Druck nicht gewachsen.“

Ein Glück, dass die nächste Aufgabe auswärts ansteht. Am kommenden Samstag geht’s im Pokalachtelfinale nach Leipzig.

Es spielten: Ashley Hayes (21 Punkte), Jana Furková (11), Tamara Tatham (10), Dorothea Richter (9), Svenja Brunckhorst (5), Nadja Prötzig (4), Katharina Kühn (3), Verena Stürmlinger (3), Diana Pop, Mirijam Unger, Sarah Waldinger und Julia Köppl.

Florian Danner

Lesen Sie hier den Vorbericht vom Oberbayerischen Volksblatt:

Alte Bekannte in der Badria-Halle

Der TSV Wasserburg will sich dauerhaft in der Spitzengruppe der Damen-Basketball-Bundesliga einnisten. Alles was es dazu braucht, ist ein Heimsieg gegen die Wolfenbüttel Wildcats (Sonntag, 16.30 Uhr)."Die nächsten zwei Wochen oben dabei zu bleiben, vielleicht sogar Tabellenführer zu sein, wäre fürs Selbstvertrauen natürlich optimal", weiß Trainer Hans Brei.

Der Coach sieht dem Duell mit dem Tabellenneunten (drei Siege, fünf Niederlagen) sehr optimistisch entgegen und das liegt einzig am Vizemeister selbst. In den letzten Wochen, Wasserburg ist seit vier Spielen ungeschlagen, ging es auch spielerisch stetig aufwärts, mit dem Auswärtssieg beim Meister Saarlouis vergangenen Sonntag als vorerst krönendem Abschluss. Der positive Trend verfestigte sich in dieser Trainingswoche. Erstmals war der Kader vollzählig in der Halle, selbst Rebecca Thoresen unternahm vorsichtige Gehversuche, an einen Einsatz ist aber noch lange nicht zu denken. "Die Stimmung im Team ist großartig und die Qualität im Training wird immer besser", bestätigt auch Kapitän Katharina Kühn, die nach ihrem Achillessehnenanriss noch Zeit braucht bis sie ihre Bestform erreicht. Diana Pop hat ihre Adduktorenverletzung ausgeheilt und wird die zuletzt starke Svenja Brunckhorst mehr entlasten können.

Die Gäste aus Wolfenbüttel können am Sonntag mit einem sehr freundlichen Empfang rechnen, von Seiten der Wasserburger Spielerinnen und Fans. Schließlich kehren zwei ehemalige Publikumslieblinge in die Badria-Halle zurück: Alexandra Müller und Jezabel Ohanian. Letztere läuft schon im zweiten Jahr für die Damen aus Niedersachsen auf, Müller ist frisch zum Team von Trainerin Natalie Nakase gewechselt. Wolfenbüttel, das letztes Jahr die Play-offs verpasste, gilt heuer mit den Neuzugängen Müller, Sabrina Scott (USA), Suska Berger (Schwester von Corry Berger), Jessica Höötmann und Stephanie Marciano (Italien) als sicherer Kandidat für die Endrunde um die Meisterschaft. Deshalb überrascht der zähe Start in die Saison. "Sie haben teils unglückliche, unnötige, auch unerklärliche Niederlagen kassiert. Ihnen fehlt noch die Konstanz über 40 Minuten. Wie wir nur zu gut wissen, dauert es eben, bis ein Team mit vielen neuen Spielerinnen zusammenfindet", meint Hans Brei. Auf jeden Fall hat Wolfenbüttel das Potenzial, um mit der Spitzengruppe mitzuhalten. "Sie sind definitiv besser als sie dastehen und wir werden sie sehr ernst nehmen." Damit man in Wasserburg nicht ein zweites blaues Wunder erlebt, eine Heimniederlage (gegen Aufsteiger Rhein-Main Baskets) ist vorerst genug.

In der Halbzeitpause der Partie werden zwei von der kompletten Mannschaft signierte Originaltrikots versteigert. Der Erlös kommt dem Nachwuchs des Vizemeisters zugute.

fd/Oberbayerisches Volksblatt

Rubriklistenbild: © Benedikt Altschuh

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