Die Zukunft ist ungewiss

Rosenheim - Die 89ers Softball-Damen verabschiedeten sich bei einem letzten Spiel im strömenden Regen in die Landesliga.

Es war klar, dass die 89ers in die Landesliga absteigen und dass das Spiel eigentlich keine Bedeutung mehr hat. Trotzdem haben sich die Demen entschieden, den Spieltag durchzuziehen.


Das Spiel begann gut, die 89ers gingen in Führung. In den ersten beiden Innings kamen die Innstätter besser mit dem Regen zurecht als die Wallabies. Erst im dritten Inning kam die Wende. Bei bereits zwei Aus schafften die Rosenheimer das dritte Aus nicht. Nach einem Pitcherwechsel im vierten Inning erholten sie sich kurzfristig, aber das fünfte Inning brachte das KO. Schlechtes Pitching, auch durch das schlechte Wetter bedingt, man schaffte kein Aus. Es hagelte Fehler und auch an die Schlagleistung konnte nicht mehr angeknüpft werden. Das Spiel ging mit 21:14 an Wolframs-Eschenbach. Nun stellte sich die Frage, ob man das zweite Spiel spielen oder sich kampflos geschlagen geben sollte. Der Tenor ging in die Richtung, dass man sich nicht mit einer Aufgabe aus der Liga verabschieden wollte.

Nach kältebedingter sehr kurzer Pause ging es weiter. Wieder gingen die Rosenheimerinnen deutlich in Führung. Bis zum dritten Inning, wieder mit bereits zwei Aus, spielten sie konzentriert. Danach begann identisch zum erstem Spiel das Desaster: das dritte Aus war nicht zu schaffen und schon stand es 10:10. Eine Führung von sechs Punkten wurde einfach verschenkt. Danach versuchte sich die Mannschaft noch einmal zu konzentrieren und konnte auch immer wieder vorlegen. Aber durch Schläge ins Outfield und Errors im Infield und Outfield wurden erneut die Chancen vergeben. Endstand 20:13 für die Wallabies.


Mit diesem Spiel ging eine energieraubende, kraftkostende Saison der 89ers-Damen zu Ende. Mitte der Saison kündigte Coach Markus Ledtermann an, dass er nach dieser Saison sein Traineramt niederlegen wolle. Dies war für einige ein Schock. Doch die Ankündigung wurde erst einmal verdrängt, man machte so weiter wie bisher: Wenig Trainingsbeteilung, Unzuverlässigkeit bei den Spielen. Dass gerade diese Dinge Gründe für die Kündigung von Markus Ledtermann waren, sah die Mannschaft nicht. Es zeigte sich immer wieder, dass die 89ers zum Teil gut in dieser Liga mitspielen konnten. Nicht alle Mannschaften waren so überlegen, dass man keine Chance hatte. Jedoch zeigte sich auch, dass es nicht möglich war, ein komplettes Spiel konstant durchzuhalten. Zu viele Fehler in entscheidenden Situationen und zu wenig Selbstvertrauen waren die eigentlichen Gegner der Damen. Man war dem Druck einfach nicht gewachsen. So ging Spiel um Spiel an die Gegner. Alle kämpften sich durch die Saison. 

Die Mannschaft hatte sich ja bereits vor einiger Zeit entschlossen die Bayernliga zu verlassen, denn die Rosenheimer Damen haben einfach nicht genügend zuverlässige, motivierte Spielerinnen, um in einer leistungsorientierten Liga mitspielen zu können. Marion Ulbricht hat sich entschieden, das Team als Coach teilweise zu übernehmen, aber dadurch fehlt natürlich auch eine Keyplayerin, die so leicht nicht zu ersetzen ist. So sieht man unsicher der Zukunft entgegen. Ein abschließendes Dankeschön geht an Markus Ledtermann, der so lange durchgehalten hat.

Pressemitteilung Markus Ledtermann

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