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Vettel wie Messi? Nur der Gefeierte bremst

Sebastian Vettel
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Sebastian Vettel tritt auf die Euphoriebremse

Spa - Die Titelverteidigung ist fast perfekt, Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel wohl nicht mehr zu bremsen. Der spanischen Presse gehen die Vergleiche aus - also bedient sie sich im Fußball.

„Vettel ist wie der FC Barcelona: Von einer anderen Welt und unschlagbar“, stellte Radio Marca fest und erlaubte sich nach dem Sieg des Champions in Spa einen plakativen Vergleich mit Messi.


Die Formel-1-Konkurrenten scheinen bereits zu resignieren, nur Vettel selbst schiebt trotz seiner mittlerweile 92 Punkte Vorsprung und bei nur noch sieben ausstehenden Rennen nach wie vor standhaft jegliche Gedanken an seinen zweiten Titel von sich. Doch mit seiner Meinung, dass „noch viel passieren kann“, steht der Red-Bull-Pilot genauso allein auf weiter Flur wie an der Spitze der Gesamtwertung. Für alle anderen ist spätestens seit dem Sieg in Spa klar: Der Weltmeister 2011 heißt wieder Sebastian Vettel - und Red Bull kann den Champagner schon mal kalt stellen.

Ferrari-Pilot Fernando Alonso fordert sein Team bereits auf, sich schnellstmöglich auf das Auto für 2012 zu konzentrieren. Bei McLaren, wo sich Lewis Hamilton durch seinen Crash mit Kamui Kobayashi selbst aus dem Rennen warf, spekuliert Teamchef Martin Whitmarsh nur noch auf einzelne Siege.


Doch Vettel selbst mag dem Braten noch nicht so recht trauen. „Der Blick auf unseren Vorsprung freut uns, aber wir werden uns nicht darauf ausruhen. Die Saison ist noch lang, wir werden weiterhin Schritt für Schritt und von Rennen zu Rennen denken und weiter unser Bestes geben“, sagte er. Vettel, der jetzt schon drei Punkte mehr auf dem Konto hat als 2010 nach der gesamten Saison, fehlen aus den letzten sieben Rennen der Saison rechnerisch nur noch 83 Punkte zum zweiten Titel. Dann könnte ihn Mark Webber auch mit sieben Siegen nicht mehr einholen. Alle anderen Konkurrenten liegen bereits mehr als 100 Zähler zurück.

Um ganz sicher zu gehen, müsste Vettel also ab sofort im Schnitt nur noch 11,86 Punkte pro Rennen holen, das wären sieben vierte Plätze. So schlecht war Vettel in diesem Jahr nur beim Heimspiel auf dem Nürburgring. Dazu kommen sieben Siege und vier zweite Plätze, was einem unglaublichen Schnitt von 21,58 Punkten entspricht.

„Ich würde einfach sagen, dass es langsam unwahrscheinlich wird, dass da noch jemand hinkommt“, sagte der frühere Formel-1-Pilot und heutige RTL-Experte Christian Danner über Vettels Ausgangsposition: „Es ist theoretisch möglich, aber die Wahrscheinlichkeit geht gegen null.“

Dennoch will Vettel seiner bisherigen Einstellung treu bleiben - „Schritt für Schritt“, lautet sein Motto. „Natürlich sind wir in einer guten Position“, gab der 24-Jährige in einem Interview mit der offiziellen Webseite der Formel 1 (www.formula1.com) zumindest zu: „Wir müssen die Dinge nicht im Alles-oder-nichts-Stil angehen, wie es vielleicht andere tun müssen.“ Doch Vettel ist am liebsten seine eigene Messlatte: „Ich will immer das Beste für uns herausholen, das bedeutet, wenn es eine Chance auf den Sieg gibt, dann will ich sie auch nutzen.“

Die nötige Sicherheit zieht Vettel aus dem gewachsenen Selbstverständnis eines Champions. „Vielleicht kommt man jetzt etwas ruhiger zu einem Rennwochenende, weil man weiß, dass man es schaffen kann und ich es schon geschafft habe“, sagte Vettel, der sich rundum wohl fühlt: „Ich denke, es gibt viele, die liebend gerne an meiner Stelle wären, aber ich sehe niemanden, mit dem ich gerne tauschen würde.“

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