Beide Ferrari in der ersten Startreihe

Vettel startet in Bahrain von der Pole - Hamilton nur auf Rang neun

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Sebastian Vettel (Mitte) startet von Rang, dahinter folgen sein Teamkollege von Kimi Räikkönen (l.) und Mercedes-Fahrer Valtteri Bottas.

Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen haben in Bahrain eine rote erste Startreihe eingefahren. Weltmeister Lewis Hamilton wird lediglich von Rang neun ins Rennen gehen.

Sebastian Vettel hob nach dem Qualifying die Siegerfaust und blickte mit einem zufriedenen Lächeln auf seinen Ferrari. Mit einer letzten schnellen Runde hatte der viermalige Formel-1-Weltmeister beim Großen Preis von Bahrain mit der Pole Position nicht nur die perfekten Voraussetzungen für den erhofften zweiten Saisonsieg geschaffen, sondern auch im Duell mit dem enttäuschenden Weltmeister Lewis Hamilton einen enormen Vorteil erzielt.

Der 30-jährige Vettel sicherte sich in der Streckenrekordzeit von 1:27,958 Minuten den ersten Startplatz vor Kimi Räikkönen. Der Finne machte im zweiten Ferrari die "rote" erste Startreihe perfekt und bestätigte die guten Trainingseindrücke der Scuderia in der Wüste von Sakhir. Dahinter gehen Valtteri Bottas (Finnland) im Mercedes und Daniel Ricciardo (Australien) ins Rennen am Sonntag (17.10 Uhr MESZ/RTL).

"Es war sehr intensiv. Ich bin sehr glücklich über die Runde. Es wird ein langes Rennen, aber für den Moment bin ich zufrieden", sagte Vettel bei RTL: "Wir haben eine gute Basis und uns ein bisschen verbessert. Das war ein schöner Tag."

Viertschnellste Zeit, aber Fünf-Plätze-Strafe für Hamilton

Die nächste "Qualifying-Party" für Hamilton fiel derweil aus. Der Titelverteidiger startet im zweiten Mercedes nur von Platz neun. Der Brite setzte im Q3 zwar die viertbeste Zeit, wegen einer Fünf-Plätze-Strafe wird er jedoch nach hinten versetzt. Grund für die Sanktion ist ein Getriebewechsel, der laut Teamangaben auf ein Hydraulik-Leck zurückzuführen ist.

Für die in Australien noch so dominanten Silberpfeile fand ein bislang ohnehin unbefriedigendes Wochenende damit seinen vorläufigen Tiefpunkt. Hamilton, der zum Saisonauftakt den Qualifying-Trimm seines Autos euphorisch als "Party-Modus" gelobt hatte, versuchte am Samstag vergeblich, den Schaden auf ein Minimum zu reduzieren und zumindest Platz sechs zu retten.

Lewis Hamilton auf der Wüsten-Strecke von Bahrain.

Crash von Verstappen, nur Startplatz 15

Ein Debakel erlebte Max Verstappen. Der 20-jährige Niederländer crashte seinen Red Bull im Q1 nach einem Fahrfehler in die Bande und sorgte für eine rund fünfminütige Unterbrechung. Verstappen blieb unverletzt, muss nun aber vom 15. Startplatz ins Rennen gehen und dürfte damit seine Chancen auf eine Podestplatzierung trotz guter Eindrücke des Red Bull verspielt haben. Verstappen hatte schon im ersten Training am Freitag mit Problemen zu kämpfen gehabt, als er seinen Boliden gleich in der ersten Runde mit technischen Problemen abstellen musste.

Dem wenig aussagekräftigen Abschlusstraining am Samstagmittag hatte Räikkönen seinen Stempel aufgedrückt. Der Ex-Weltmeister setzte in der heißen Mittagssonne klar die Bestzeit. Dies war ihm bereits tags zuvor im Training gelungen, am Samstag musste er sich mit Startplatz zwei begnügen.

Das Wrack des Wagens von Max Verstappen wird in die Garage gefahren.

Aussichten für Ferrari könnten kaum besser sein

Am Ende jubelte Vettel, der am Mittag noch für Betriebsamkeit bei seinen Mechanikern gesorgt hatte: Gleich zu Beginn des einstündigen Trainings meldete Vettel einen Riss im Luftleitblech am rechten Seitenkasten. Der Schaden wurde zügig repariert.

Die Erkenntnisse aus dem dritten freien Training waren allerdings überschaubar, da die Streckentemperaturen in der Mittagssonne höher als im Qualifying am frühen Abend waren. Die Startplatzvergabe fand wie das Rennen unter Flutlicht statt. Die Aussichten für Ferrari könnten kaum besser sein.

SID

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