"Haben das Ziel, um WM-Titel mitzufahren"

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Norbert Haug stärkt Michael Schumacher den Rücken

Köln - Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher genießt auch in der Saison 2011, die am 13. März in Bahrain beginnt, das volle Vertrauen von Mercedes-Sportchef Norbert Haug.

„Michael ist immer noch ein wahnsinnig guter Racer. Es gibt keinen anderen Fahrer, der in der Startphase so viele Plätze gutgemacht hat. Wenn wir ihm ein siegfähiges Auto bauen, trauen wir ihm Siege zu“, sagte Haug im Gespräch mit dem Magazin auto motor und sport. 2010 hatte Schumacher nicht einmal auf dem Podest gestanden und die Saison mit 72 Punkten als Neunter der Fahrerwertung abgeschlossen - zwei Plätze und 70 Punkte hinter seinem Teamkollegen Nico Rosberg.


Mit einer besseren Abstimmung auf die neuen Einheitsreifen, neuer Gewichtsverteilung und einem komplett geänderten Ansatz zum Bau des Autos werde Mercedes in diesem Jahr „ein wesentlich besseres Auto“ auf der Rennstrecke haben, sagte Haug. Davon werde auch Schumacher profitieren: „Wir haben das Ziel, regelmäßig um Siege und in der Folge um beide WM-Titel zu fahren.“

Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer

Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Das Schläfchen vor dem Rennen - mal kürzer, mal länger - ist für Michael Schumacher zum Ritual geworden. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
“Ja, das habe ich immer gemacht“, erzählte der mittlerweile 41-Jährige einmal. “Manchmal war ich nur eine ganz kurze Phase eingeschlummert, aber das reichte dann schon." © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
"Manchmal schlief ich auch tief und fest für eine halbe Stunde.“ Seit 1998 zelebrierte “Schumi“ sein Mittagsschläfchen. “Es war mir wichtig.“ © Getty
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Genau wie eine ungerade Startnummer. Eigentlich sollte die einstige Nummer Eins der Königsklasse mit der 4 auf dem neuen Silberpfeil ins Rennen gehen. Doch tauschte er mit Erlaubnis der Rennstall-Leitung die Startnummer mit Rivale Nico Rosberg. © Getty
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Teamchef Ross Brawn wisse eben, “dass ich ungerade Startnummern lieber mag“, erklärte Schumacher. © Getty
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Schließlich brachten sie ihm bislang Glück: Bei allen sieben WM-Titeln trug er eine ungerade Startnummer; fünfmal die 1 und je einmal die 3 und die 5. © Getty
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Ist doch auch schön, die Nummer 1 zu sein, oder? © Getty
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Schumacher steigt auch nie von rechts ins Rennauto ein. © Getty
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Sehen Sie... © Getty
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Chinesische Schriftzeichen mit den Namen seiner beiden Kinder auf seinem knallroten Helm,... © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
...ein Armband von Gattin Corinna,... © Getty
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...ein Haifischzahn um den Hals, den er einst von einem Tauchlehrer geschenkt bekam: Ohne all das kann Schumi nicht. © Getty
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Rückblende: Bahrain 2004. Schumacher findet sein Amulett nicht. Vor der Rennpremiere des Wüstenkurses in Sachir stellt der damalige Ferrari-Pilot fest: Er hat den Glücksbringer im Hotel vergessen. © Getty
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Das Amulett muss herbei. Schumachers damaliger Masseur Balbir Singh eilte in die Unterkunft, holt es, Schumacher gewinnt das Rennen und am Ende zum bislang letzten Mal die Weltmeisterschaft. © Getty
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Bis heute trägt er seinen geliebten Anhänger. © Getty
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Auch Schumachers Rivale, Vizeweltmeister Sebastian Vettel, hat für gewöhnlich einen an Bord. Sein Glückscent ist schon jetzt legendär. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
“Ich habe sogar sehr viele Glücksbringer, auch wenn ich nicht allzu abergläubisch bin“, erklärte Vettel einmal. Sie entscheiden nicht über Sieg und Niederlage, geben ihrem Besitzer aber ein besseres Gefühl. So war es wohl auch mit Schumachers Schläfchen. “Es war einfach angenehmer, wenn ich es geschafft habe - ob ich es wirklich gebraucht habe, weiß ich selber nicht.“ © Getty

Die Kosten für das Formel-1-Engagement hat Mercedes-Benz zuletzt deutlich reduziert. „Wir haben die Ausgaben in den letzten fünf Jahren gedrittelt und geben heute sogar fast 70 Prozent weniger aus als vor fünf Jahren“, sagte Haug: „Dazu haben wir noch ein eigenes Team.“ Da sich dieses aufgrund seiner Sponsoringeinnahmen selber trägt, finanziert Mercedes allein die Motorenkosten, die sich auf rund 65 Millionen Euro belaufen. Haug: „Wir waren einer der Pioniere, die sich für Kostensenkungen eingesetzt haben, und wollen jetzt den Lohn dafür haben.“

Die Kostensenkung in der Formel 1 werde künftig für mehr Chancengleichheit sorgen und einen Mehraufwand unterbinden, wie ihn zuletzt das Weltmeisterteam Red Bull betrieben hat. „Über kurz oder lang werden die Budgetrestriktionen greifen. Und die werden sich auf dem Niveau einpendeln, das von McLaren, Renault und uns im vergangenen Jahr eingesetzt worden ist. Der deutliche Mehraufwand, den das eine oder andere Team betrieben hat, wird in Zukunft nicht mehr möglich sein“, sagte Haug.

sid

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