Ferrari Teamchef: Vettel kein Leader 

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Sebastian Vettel führt mit 92 Punken Abstand die  WM-Wertung an

Monza - Sebastian Vettel ist zurzeit der WM-Spitzenreiter und amtierender Weltmeister. Dennoch hält ihn Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali noch nicht für eine Führungsfigur.

“Für mich ist ein Leader jemand, der wirklich etwas sehr Bedeutendes erreicht hat und etwas Einzigartiges zeigt“, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag vor dem Großen Preis von Italien. Vettel sei aber ein “fantastischer Fahrer“. Er werde wohl seinen zweiten WM-Titel gewinnen und eine Führungsfigur werden.


Domenicali hatte vor kurzem deutschen Zeitungen gesagt, es gebe in Michael Schumacher und Fernando Alonso aktuell nur zwei “Leader“ in der Formel 1. Der Italiener kennt den Rekord-Champion aus Kerpen seit 20 Jahren. In seinen elf Jahren bei Ferrari holte Schumacher fünf seiner sieben WM-Titel und gewann fünfmal in Monza.

Vettel kurvt durch seine Heimatstadt Heppenheim

Vettel-Mania in Heppenheim: Der deutsche Formel-1-Star kurvte im Juli 2010 durch seinen Heimatort. Die Bundestraße 3 wurde kurzerhand zur Rennstrecke umfunktioniert. Nicht nur auf dem Quad, sondern auch im Red-Bull-Boliden brauste Sebastian Vettel über die Straße und wurde von rund 120.000 Fans begeistert gefeiert. © dpa
Vettel-Mania in Heppenheim: Der deutsche Formel-1-Star kurvte im Juli 2010 durch seinen Heimatort. Die Bundestraße 3 wurde kurzerhand zur Rennstrecke umfunktioniert. Nicht nur auf dem Quad, sondern auch im Red-Bull-Boliden brauste Sebastian Vettel über die Straße und wurde von rund 120.000 Fans begeistert gefeiert. © Getty
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“Wenn man nicht sagt, er ist ein Leader, bedeutete das nicht, dass er nicht gut ist“, sagte Domenicali. Vettel sei mit seiner Art zu fahren und seinem Verhalten nahe dran, eine Führungsfigur zu sein. Die Zahl der Titel, Alter und Erfahrung machten den Unterschied aus. “Sebastian wird der Nächste“, versicherte er.

Der Ferrari-Teamchef traut Schumacher trotz dessen inzwischen 42 Jahren noch viel zu. “Wenn er ein gutes Auto hat, kann er um etwas Wichtiges kämpfen“, sagte Domenicali. Der seit seinem Comeback im Vorjahr für Mercedes fahrende Schumacher habe seine Einstellung zu seinem Job nicht verändert.

dpa

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