Ferrari-Boss: Vettel ist kein Anführer

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Stefano Domenicali (M.) mit Sebastian Vettel (l.) und Michael Schumacher.

Berlin - Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali hält Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel nicht für einen echten Anführer - noch nicht. Wen der Italiener in dieser Hinsicht noch vor dem Heppenheimer ansiedelt:

"Dafür ist er schlicht zu jung. Er muss noch Erfahrung sammeln", sagte Domenicali derBild am Sonntag und sieht als echte Teamleader derzeit nur Fernando Alonso und Rekordweltmeister Michael Schumacher. Vettel sei „auf dem Weg dorthin, aber noch ist er nicht so weit wie Michael und Fernando“.


Seinen aktuellen Piloten Alonso und den früheren Ferrari-Star Schumacher sieht Domenicali noch auf einem anderen Niveau und erkennt zwischen ihnen viele Parallelen. "Beide kämpfen wie die Löwen, um ihr Team nach vorne zu bringen. Sie kümmern sich um Details, die anderen gar nicht auffallen. Und natürlich hören die Leute schon alleine deshalb auf sie, weil sie über eine Menge Erfahrung verfügen", erklärte der Italiener.

Vettel, der vor dem Großen Preis von Italien in Monza am kommenden Sonntag (14.00 Uhr/RTL und Sky) angesichts von 92 Punkten Vorsprung vor seinem Red-Bull-Kollegen Mark Webber mit Riesenschritten auf seinen zweiten Titel zusteuert, sei aber bereits "nahe dran" an Alonso und Schumacher.


Sebastian Vettel: Der Weltmeister ohne Helm

Sebastian Vettel könnte auch als Model arbeiten. Doch der Sonnyboy ist einfach zu schnell - und hat sich daher für eine Rennfahrer-Karriere entschieden. Zum Leidwesen vieler Frauen, schließlich trägt er bei der Arbeit meist einen Helm. Zum Glück zeigt sich der Heppenheimer auch oft genug anders. Hier sehen Sie Bilder des flotten Fahrers - allesamt garantiert ohne Helm. © Getty
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Sebastian Vettel könnte auch als Model arbeiten. Doch der Sonnyboy ist einfach zu schnell - und hat sich daher für eine Rennfahrer-Karriere entschieden. Zum Leidwesen vieler Frauen, schließlich trägt er bei der Arbeit meist einen Helm. Zum Glück zeigt sich der Heppenheimer auch oft genug anders. Hier sehen Sie Bilder des flotten Fahrers - allesamt garantiert ohne Helm. © dpa

Ob er irgendwann einmal auch Ferrari anführen könne, das sei im Moment noch zu früh zu sagen, meinte Domenicali: "Das hängt von vielen Entwicklungen in den nächsten Jahren ab. Derzeit brauchen wir keinen Anführer. Irgendwann schon. Und dann ist Sebastian ein Kandidat. Sie sehen ja, es gibt nicht viele." Alonsos Vertrag bei Ferrari wurde im Frühjahr bis Ende 2016 verlängert, Vettel steht bei Red Bull bis Ende 2014 im Wort.

Eine Lanze bricht Domenicali unterdessen für Schumacher, dem er zuletzt in Spa zu dessen 20-jährigen Formel-1-Jubiläum die Original-Seitenverkleidung von dessen letzten Weltmeister-Auto von 2004 geschenkt hatte. 2Sie werden von mir nichts Schlechtes hören. Er fährt auf einem sehr guten Niveau. Mercedes ist nicht gut genug“, meinte der Ferrari-Teamchef: „Wenn Michael in einem Red Bull oder Ferrari fahren würde, dann hätte er in diesen zwei Jahren sicher schon Rennen gewonnen."

sid

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