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Zwei Deutsche erringen Silber

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Siebenkämpferin Jennifer Oeser gewinnt Silber.

Berlin - Nicht nur 100-Meter-Ass Usain Bolt ist erfolgreich, auch die Deutschen können stolz auf ihre Leistungen sein: Es gibt zweimal Silber für die Damen beim Kugelstoßen und beim Siebenkampf.

Kugelstoßerin Nadine Kleinert und Siebenkämpferin Jennifer Oeser ließen mit ihren Silbermedaillen die deutschen Leichtathleten lauthals jubeln. Groß feiern lassen durfte sich am Sonntagabend nochmal Kugel-Koloss Ralf Bartels, der den WM-Gastgebern offensichtlich den entscheidenden Anstoß gegeben hatte: Er bekam bei der Siegerehrung seine Bronzemedaille.

Nadine Kleinert gewinnt Silber im Kugelstoßen.

Kugelstoßerin Nadine Kleinert legte bei ihrer siebten WM wie wild los: Im ersten Durchgang stieß sie die Kugel auf 20,06 Meter hinaus und stellte damit ihre persönliche Bestleistung von 2005 ein. “Große Klasse, fantastisch!“, jubelte ihr Trainer Klaus Schneider auf der Tribüne. Doch Olympiasiegerin Valerie Vili konterte im dritten Durchgang mit 20,25 und dann mit 20,44: Das reichte zur Titelverteidigerin für die 1,96 Meter große Neuseeländerin. Kleinert steigerte sich noch auf 20,20 und war über ihr insgesamt drittes WM-Silber überglücklich. Bronze gewann die Chinesin Lijao Gong mit 19,89.

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Wenige Minuten zuvor hatte die Siebenkämpferin Jennifer Oeser erstmals nach zwölf Jahren eine WM-Medaille im Siebenkampf für Deutschland gewonnen. Im abschließenden 800-Meter-Lauf geriet die 25-Jährige ins Stolpern, kämpfte sich aber angetrieben vom fantastischen Publikum wieder heran und sicherte sich mit 6493 Punkten Silber. Weltmeisterin wurde die Britin Jessica Ennis mit der Weltjahresbestleistung von 6731 Zählern, Dritte die Polin Kamila Chudzik (6471). Die Neubrandenburgerin Julia Mächtig kam auf Rang neun.

Gastgeber übertreffen Prognosen

Mit seinem Coup hatte Bartels die 90 deutschen Leichtathleten gleich zum Start von einer Tonnenlast befreit. Seine 7,26 Kilo schwere Kugel landete bei 21,37 Metern, und Bartels erhobene Faust wirkte wie ein Signal: Ein Jahr nach dem Olympia-Debakel hatte der 31 Jahre alte Neubrandenburger schon am ersten WM-Abend die Peking- Bilanz des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) eingestellt. Bereits am ersten Wochenende übertrafen die Gastgeber alle Prognosen.

“Ich fand die Stimmung sensationell. Das Publikum war der Punkt, der mich vielleicht zur Bronzemedaille gebracht hat“, sagte der Sportsoldat, der seine persönliche Bestleistung im WM-Finale um einen Zentimeter steigerte. “King im Ring“ war aber der Amerikaner Christian Cantwell, der sich mit 22,03 Metern vor Polens Olympiasieger Tomasz Majewski (21,91) durchsetzte. Den ersten von 47 WM-Titeln hatte der russische Geher Waleri Bortschin erkämpft: Der Olympiasieger gewann die Hitzeschlacht am Brandenburger Tor über 20 Kilometer in 1:18:41 Stunden; Lokalmatador André Höhne landete ausgelaugt auf Platz 14. Ihren Titel bei den Frauen verteidigte die Russin Olga Kaniskina. Sabine Krantz vom TV Wattenscheid gab in der Sonnenglut auf.

Eine klasse Kondition bewies die Potsdamerin Antje Möldner: Im Vorlauf über 3000 Meter Hindernis verbesserte sie in 9:21,73 Minuten ihren deutschen Rekord um fast sechs Sekunden und darf nun auf eine Medaille hoffen. Gold über 10 000 Meter der Frauen hatte sich nach einer packenden Schlussrunde und einem tollen Finish die Kenianerin Linet Masai geholt. Die Olympia-Vierte siegte in 30:51,24 Minuten und beendete damit die Serie der Äthiopierinnen von fünf WM-Titeln hintereinander. “Nun aber ran an die Buletten“ - mit dem typisch Berliner Slogan auf dem Stirnband will Speerwerferin Steffi Nerius allen Teamkollegen Mut und Beine machen. Die Leverkusenerin erreichte bei ihrem letzten Karriere-Höhepunkt ebenso das Finale wie ihre Clubkollegin Linda Stahl (63,86) und die Olympia-Dritte Christina Obergföll aus Offenburg (60,74).

dpa

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