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Zukunft am Rothenbaum ungewiss

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Dunkle Wolken über dem Tennis-Turnier am Hamburger Rothenbaum.

Hamburg - Die Zukunft des Tennis-Turniers am Hamburger Rothenbaum ist mehr denn je gefährdet. Die traditionsreiche Sandplatz-Veranstaltung darf nicht mit dem Wett-Anbieter “Bet-at- home“ als Titelsponsor auftreten.

Das hat die Hamburger Innenbehörde am Donnerstag entschieden. Zur Begründung heißt es, der private Wett- Anbieter verstoße mit seinen Internet-Wetten gegen den Glücksspielstaatsvertrag. Daran ändere auch die mit Turnierdirektor Michael Stich abgestimmte Änderung des Turniernamens von “bet-at-home.com-Open“ zu “bet-at-home-Open“ nichts.

Das in Düsseldorf ansässige Wett-Unternehmen wollte dem Hamburger Turnier einen niedrigen sechsstelligen Betrag zur Verfügung stellen. Das diesjährige Turnier vom 20. bis 26. Juli werde “auf jeden Fall stattfinden“, teilte der Veranstalter mit. “Wir werden die Unterlassungsverfügung prüfen und in Absprache mit unserem Partner kurzfristig reagieren“, sagte Detlef Hammer , Geschäftsführer der veranstaltenden Hamburg Sports & Entertainment GmbH (HSE). Turnierdirektor Stich hatte in den vergangenen Wochen enorme Probleme bei der Suche nach potenten Geldgebern für das Turnier beklagt.

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Die Veranstalter hoffen nunmehr, dass der Hamburger Senat die avisierte Unterstützung des Rothenbaum-Turniers in Höhe von 200 000 Euro einhält. Diese hatte er auch vom Verzicht auf Werbung für den Wett-Anbieter abhängig gemacht. “Zur Unterstützung durch die Stadt gibt es bislang nur eine mündliche Zusage. Ein Vertrag existiert nicht“, sagte Hammer. Die Behörde für Sport und Bildung will mit den Veranstaltern Kontakt aufnehmen. “Wir wollen jetzt sehen, wie deren Reaktion ist. Danach werden wir über die Unterstützung entscheiden“, sagte Kai-Uwe Inselmann, Sprecher der Sport-Behörde.

Die Innenbehörde sah in dem Schachzug, im Sponsor-Titel für das Turnier den auf eine Internet-Präsenz hinweisenden Zusatz com zu streichen, keine Änderung der grundsätzlichen Ausrichtung des Wett- Unternehmens. “Bet-at-home“ biete “ausschließlich Wetten und Spiele im Internet an, und zwar überwiegend solche, die man nach den eindeutigen Regelungen des Glücksspielstaatsvertrages in keinem Bundesland im Internet veranstalten oder vermitteln darf“, heißt es in der Unterlassungsverfügung. Ziel des Glücksspielstaatsvertrages sei es, die Spielsucht in Deutschland wirksam zu bekämpfen. Deshalb werde Werbung für Internet-Glücksspiele ohne jede Ausnahme gesetzlich verboten. Die Innenbehörde widersprach zudem Stichs Argumentation, der Glücksspielstaatsvertrag sei mit dem europäischen Recht unvereinbar.

dpa

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