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"Wattolümpiade 2009" - matschigstes Sport-Spektakel

watt
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„Dat matscht so schön“: Teilnehmer der Wattolümpiade 2009 bei der Ausübung ihres „Sports“.

Brunsbüttel - Schlammfreunde aus vielen Ländern haben am Wochenende in Brunsbüttel ihren schmutzigen Spaß gehabt.

Bei Regenschauern und böigem Wind trafen sich mehrere tausend Besucher und etwa 400 Wattsportler aus Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt, Dänemark und Belgien im Schlick der Elbmündung zur “Wattolümpiade 2009“.

Auch die sechste Auflage des “matschigsten Sportspektakels der Welt“ besaß gleichzeitig einen “blitzsauberen“ Hintergrund: Mit den Einnahmen wird die schleswig-holsteinische Krebsgesellschaft unterstützt. Mit den bisherigen “Wattolümpiaden“ seien bislang schon mehr als 100 000 Euro zusammen gekommen, sagte Veranstaltungsleiter Michael Behrendt. Mit dem Geld wurden Beratungsstellen sowie Sprechstunden für Krebspatienten und deren Angehörige eingerichtet.

Unter dem Banner mit den fünf “olümpischen“ Rettungsringen kämpften am Sonntag die liebevoll “Wattlet“ genannten Amateur- Sportler in skurrilen Sportarten wie Gummistiefelweitwurf, Fischtennis und Euterball gegeneinander. Zu den beliebtesten wattolümpischen Disziplinen gehörte neben Watthandball, -fußball und -wolliball der Aalstaffellauf. “Statt eines lebendigen Aals nimmt man heute einen Wuhdu-Aal“, erklärte Pressesprecher Oliver Kumbartzky: Das ist ein glitschiger Fahrradschlauch, gefüllt mit mild duftendem Basmati-Reis und einem kleinen Vibrator als “Kopf“, der dem künstlichen Fisch während des Rennens Leben einhaucht.

Doch nicht nur die Erwachsenen, auch die Nachwuchs-Wattleten hatten bei der “Wattolümpiade“ ihre Arena: Auf einer separaten Wattfläche durften Kinder ihr Können zeigen - unter anderem in Wattkamelreiten, Schiethosenwechseln und Rückwattslaufen.

Erstmals wagten sich in diesem Jahr auch die Golfer ins Watt hinaus: “Jedoch nicht in den Brunsbütteler Elbschlick - dort wären die Bälle wohl nicht auffindbar - sondern vor Friedrichskoog-Spitze“, sagte Behrendt.

Rund um das schlammige Spektakel sorgte ein buntes Rahmenprogramm für Abwechslung: Dazu gehörte neben dem traditionellen “Abködeln“ des Deiches (die ehrenamtlichen Helfer durften die gesammelten Schaf- Exkremente als Dünger für ihren Garten behalten) eine matschige Modenschau, ein Wattgottesdienst und das “Wattstock-Festival“ - neben vielen Musikgruppen trat auch die Kultband “Torfrock“ auf. Die norddeutschen Folklore-Rocker hatten schon vor 15 Jahren eine CD mit dem Titel “Dat matscht so schön“ veröffentlicht.

dpa

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