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Nach Turnier-Absage

Wasserball-Bundestrainer Stamm: Köpfe frei kriegen

Hagen Stamm ist der Trainer der deutschen Wasserballer. Foto: Bernd Thissen/dpa
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Hagen Stamm ist der Trainer der deutschen Wasserballer. Foto: Bernd Thissen/dpa

Statt des Olympia-Qualifikationsturniers in den kommenden Tagen haben die deutschen Wasserballer eine Zwangspause. Die Situation drückt sehr auf die Gemüter der Auswahl von Bundestrainer Hagen Stamm. Der «Mr. Wasserball» sieht noch eine Olympia-Chance für den Sommer.

Berlin (dpa) - Erst einmal sollten die deutschen Wasserballer in der für alle schwierigen Situation die Köpfe frei bekommen.

«Ich habe den Spielern gesagt, geht ein paar Bier trinken und macht erstmal zehn Tage gar nichts», berichtete Bundestrainer Hagen Stamm über die ungewöhnliche Sofortmaßnahme. Statt um die erste Olympia-Teilnahme seit 2008 zu kämpfen, ist sein Team zur Zwangspause verdammt.

«Für die Sportler ist das eine schwierige Situation. Sie haben so viel gearbeitet, um ihre Körper in einen olympiatauglichen Zustand zu bekommen», sagte Stamm bei allem Verständnis für die Absage. «Weder vom europäischen Verband noch vom Weltverband haben wir ein Signal bekommen, wie und wann es weiter geht. Da ist kein Silberstreif am Horizont zu sehen.»

Das wegen der Coronavirus-Pandemie für die nächsten Tage abgesagte Turnier soll nun vom 31. Mai bis 7. Juni stattfinden. Die Zweifel sind groß, ob das wirklich so kommen kann. «Alles ist ungewiss, für den Sport und die Gesellschaft», sagte Stamm. «Es kommen ja praktisch täglich neue Hiobsbotschaften. Die Situation ist natürlich auch für den Sport katastrophal», sagte Stamm.

Gerade für eine nicht im öffentlichen Fokus stehende Disziplin wie Wasserball ist es schwierig. «Die Spieler haben ihr Leben auf eine Olympia-Teilnahme ausgerichtet», sagte Stamm. Bis auf seinen Sohn Marko Stamm und Kapitän Julian Real hat noch keiner seiner Schützlinge Olympia erlebt. «Olympia ist für Randsportarten überlebensnotwendig. Es ist auch ein Signal für die nächste Generation.»

Mit ihren Olympia-Nöten sind die Wasserballer abseits der natürlich viel größeren gesellschaftlichen Sorgen nicht alleine. Stamm sieht aber noch Chancen auf die Sommerspiele vom 24. Juli bis zum 9. August in Tokio. «Da ist grundsätzlich noch genügend Zeit, in der sich noch viel verändern kann», sagte der 59-Jährige. «Natürlich kann man nicht nach Tokio fahren, wenn das Virus bis dahin nicht unter Kontrolle ist.»

Mit Blick auf die mögliche Qualifikation gebe es «verschiedene Szenarien», sagte der «Mr. Wasserball» genannte Stamm. «Wenn die Spiele stattfinden, wird man versuchen, irgendwann vorher die Qualifikation durchzuführen. Wenn Olympia verschoben wird, wird man auch die Qualifikation weiter verschieben.»

Wasserball auf Homepage des DSV