Vettel startet auf Pole-Position

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Sebastian Vettel startet am Sonntag auf der Pole-Position.

Melbourne - Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel startet beim Großen Preis von Australien am Sonntag von der Pole-Position. Michael Schuhmacher muss von hinten das Feld aufrollen.

Sebastian Vettel hat erneut groß aufgetrumpft und seine zweite Pole Position hintereinander geholt. Dagegen verlor Formel-1-Rückkehrer Michael Schumacher in der Qualifikation zum Großen Preis von Australien auch das zweite teaminterne Duell gegen Nico Rosberg.

So Sexy ist die Formel 1

Heiße Grid Girls in der Formel 1

Grid Girls, Boxenluder
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“Wir haben es ihnen gezeigt“, rief Vettel nach seiner Bestzeit über Boxenfunk und trommelte begeistert auf das Lenkrad seines Red Bulls: “Das Ziel ist der Sieg.“ Schumacher sagte zu seinem siebten Platz hinter dem Mercedes-Teamkollegen am Samstag in Melbourne: “Man muss sich damit abfinden.“ Auftaktsieger Fernando Alonso belegte im Ferrari Rang drei. Adrian Sutil schaffte wie schon in Bahrain als vierter Deutscher den Sprung in die Top Ten.

Vettel strahlte nach seinem Coup im Albert Park und freute sich diebisch darüber, seinem Teamkollegen bei dessen Heimspiel die Show gestohlen zu haben. “Das ist lustig. Letzes Jahr hat Mark bei meinem Heimrennen die Pole geholt. Das ist jetzt eine Art Revanche“, sagte der 22 Jahre alte Vizeweltmeister aus Heppenheim zu seiner insgesamt siebten Pole-Position. “Das war eine sehr, sehr gute Runde. Das Ergebnis sagt alles.“

Vettel fuhr auf dem 5,303 Kilometer langen Stadtkurs im Albert Park 1:23,919 Minuten und war damit 0,116 Sekunden schneller als Webber. “Mark war eine harte Nuss zu knacken.“ Der 41 Jahre alte Schumacher fehlten bei seiner zweiten Qualifikation nach drei Jahren Pause 1,008 Sekunden auf Vettel. “Enttäuscht muss man nicht sein. Die Abstände sind realistisch, aber es ist ein bisschen schade“, sagte der siebenmalige Champion aus Kerpen zu seinem großen Rückstand. “Alles in allem bin ich zufrieden, ich stehe auf der sauberen Seite.“

Zur erneuten Niederlage gegen Rosberg erklärte der 17 Jahre ältere Routinier: “Wir haben Veränderungen vorgenommen, die nicht ganz so gegriffen haben.“ Rosberg reagierte trotz des erneuten prestigeträchtigen Erfolgs über Schumacher enttäuscht. “Ich habe einen Riesenfehler gemacht und da drei, vier Zehntel liegen lassen“, sagte der Wiesbadener. Aber der sechste Platz sei trotzdem eine gute Position für das Rennen am Sonntag (Start: 08.00 Uhr MESZ/RTL und Sky).

Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug räumte ein, das sei “nicht ganz das, was wir angepeilt hatten“. Die beiden Red Bull und Alonso seien “derzeit noch außer Reichweite“. Er nahm seine Piloten in Schutz: “Nico und Michael haben geschafft, was derzeit mit unserem Auto erreichbar ist.“ Bei Red Bull herrschte nach dem Maximal-Ergebnis dagegen rundum Zufriedenheit. “Das ist ein tolles Ergebnis für uns beide und fürs Team“, konstatierte Vettel. Da er in Australien noch nie das Ziel gesehen hat, warnte er aber: “Hier weiß man nie, was passiert. Es kann eine Safety-Car-Phase und Unfälle geben.“

Der prognostizierte Regen könnte für weitere Komplikationen sorgen. Lewis Hamilton musste innerhalb von 24 Stunden den zweiten Schock verkraften: Der Ex-Weltmeister belegte im McLaren-Mercedes nur Rang elf. “Das hätte wohl keiner erwartet, ich auch nicht. Ich habe einfach keine ordentliche Zeit hinbekommen“, sagte der Brite. Am Vortag beschlagnahmte die Polizei sein Privatauto, weil Hamilton auf dem Weg zum Hotel die Reifen hatte qualmen lassen. Sutil freute sich über seinen zehnten Platz: “Mein Ziel war es, erneut in die Top Ten zu kommen“, erklärte der Force-India-Pilot aus Gräfelfing.

Neuling Nico Hülkenberg meinte zu Rang 15 im Williams: “Es war wirklich turbulent heute. Punkte werden sehr, sehr schwer.“ Für Virgin-Pilot Timo Glock (Wersau) reichte es nur zu Rang 21 nach Problemen mit dem Getriebe: “Das ist sehr, sehr ärgerlich.“ Vor dem zweiten Saisonlauf führt Alonso mit 25 Punkten die Fahrer-WM vor seinem brasilianischen Teamkollegen Felipe Massa (18) an. Vettel (12) ist Vierter hinter Hamilton (15).

Elmar Dreher

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