Historischer Williams-Sieg in New York

US Open: Murray und Djokovic weiter

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New York - Die Titelverteidiger Serena Williams und Andy Murray geben sich bei den US Open weiterhin keine Blöße. Während sich die Amerikanerin als Partyschreck erwies, konnte der Schotte noch nicht gänzlich überzeugen.

Auf der Jagd nach ihrem fünften US-Open-Titel kennt Serena Williams weiterhin keine Gnade: Die topgesetzte Titelverteidigerin erwies sich im Viertelfinale als wahrer Partyschreck und erteilte Geburtstagskind Carla Suarez Navarro (Spanien) beim 6:0, 6:0 die Höchststrafe. Sogar Boris Becker als Gast in der Williams-Box staunte nicht schlecht über die 52-minütige Gala der US-Branchenführerin, die bis zum Halbfinale gerade einmal 13 Spiele abgegeben hat.

Im ersten Satz gönnte sie Kerber-Bezwingerin Suarez Navarro an deren 25. Geburtstag lediglich fünf Punkte. Mitleid? „Daran denkt man nicht. Du denkst nur daran, die Punkte und Spiele zu gewinnen“, sagte die 31-jährige Serena Williams, die zur ältesten New-York-Siegerin der Turniergeschichte werden kann.

US-Ikone Chris Evert nannte die 16-malige Grand-Slam-Sieger am Dienstag „die beste Spielerin aller Zeiten“. Ein „Double-Bagel“ im Viertelfinale der US Open war zuletzt der gebürtigen Tschechin Martina Navratilova 1989 gegen Manuela Maleewa (Bulgarien) gelungen. Steffi Graf hatte dies 1988 sogar in einem Finale (French Open gegen Natascha Zwerewa/Weißrussland) geschafft.

Mehr Mühe als Serena Williams bei seiner Mission Titelverteidigung hatte Andy Murray. Der an Position drei gesetzte Brite benötigte in der Night Session 3:07 Stunden, ehe das 6:7 (5: 7), 6:1, 6:4, 6:4 im Achtelfinale gegen Denis Istomin (Usbekistan) unter Dach und Fach war.

Zufrieden war Murray, der unter anderem vor den Augen von Titanic-Star Leonardo di Caprio spielte, nicht ganz: „Ich war heute ein bisschen steif. Es war extrem kalt auf dem Court und windig. Das waren ganz andere Bedingungen als in den letzten Tagen, als es schwül war und man viel geschwitzt hat“, sagte der Wimbledonsieger, der in Flushing Meadows erstmals einen Grand-Slam-Titel verteidigen muss. Der große Druck ist nach seinen ersten Major-Triumphen aber von dem 26-Jährigen abgefallen. „Diese Last verspüre ich nicht mehr“, betonte Murray.

Der Schotte trifft in der Runde der letzten Acht am Donnerstag überraschend auf Stanislas Wawrinka. Der an Position neun gesetzte Schweizer setzte sich mit 3:6, 6:1, 7:6 (8:6), 6:2 gegen den ehemaligen Wimbledonfinalisten Tomas Berdych (Tschechien/Nr. 5) durch.

Der 28-jährige Wawrinka hatte bereits 2010 im Viertelfinale von New York gestanden, dort aber gegen Michail Juschni verloren. Der Russe, der in Runde drei Tommy Haas ausgeschaltet hatte, gewann am Dienstag ebenfalls sein Achtelfinale mit 6:3, 3:6, 6:7 (3:7), 6:4, 7:6 gegen den ehemaligen Turniersieger Lleyton Hewitt aus Australien. Juschni spielt nun im Match um den Einzug ins Halbfinale gegen den topgesetzten Australian-Open-Sieger Novak Djokovic. Der Serbe, US-Open-Gewinner von 2011, hatte beim 6:3, 6: 0, 6:0 gegen Marcel Granollers (Spanien) keine Mühe und ist weiter ohne Satzverlust.

Serena Williams indes sieht sich trotz der Lobeshymnen noch nicht in einer Reihe mit Denkmälern wie Steffi Graf, Martina Navratilova oder Chris Evert. „Sie sind für mich die ultimativen Ikonen der Tennis-Geschichte. Die Leute sagen zwar, dass ich da auch irgendwann sein kann. Aber ich bin noch nicht da“, meinte die French-Open-Siegerin.

Im Halbfinale am Freitag trifft Serena Williams auf Li Na. Die Weltranglisten-Sechste hatte beim 6:4, 6:7 (5:7), 6:2 gegen Jekaterina Makarowa (Russland) mehr Mühe als erwartet. Für die Chinesin ist es der erste Halbfinal-Einzug in New York überhaupt.

sid

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