US-Masters: Langer soll Kaymer helfen

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Der aktuelle Ranglisten-Erste, Martin Kaymer, hatte einen schlechten Start beim Augusta US-Masters. Der 26-Jährige sucht nun Hilfe bei Bernhard Langer.

Augusta - "Ich weiß tatsächlich nicht, wie ich diesen Platz spielen soll!" Martin Kaymer tut sich beim Auftakt des US-Masters in Augusta schwer und sucht deshalb Rat bei Bernhard Langer.

Die Ratlosigkeit des besten Golfprofis der Welt klang wie ein Schrei nach Hilfe. “Es gibt kein realistisches Spielkonzept. Ich weiß tatsächlich nicht, wie ich diesen Platz spielen soll“, offenbarte sich Martin Kaymer nach seiner desaströsen 78er Auftakt-Runde beim US-Masters in Augusta. “Ich kann eine, eineinhalb oder auch zwei Stunden darüber grübeln, aber ich finde nicht wirklich eine Lösung.“


Kaymers niederschmetterndes Fazit klang wie eine Kapitulation vor sich selbst. Unfähig, im Moment der Frustration die Leichtigkeit zurückzugewinnen, die ihn im atemberaubenden Aufstieg auf den Thron im Ranking katapultiert hatte - vorbei an den US-Stars Tiger Woods und Phil Mickelson und dem von ihm entthronten Briten Lee Westwood.

“Vielleicht sollte ich mich später mit Bernhard Langer zusammensetzten und ihn fragen. Ich glaube, ich kann nur von ihm einen guten Ratschlag bekommen“, meinte der 26-Jährige aus Mettmann zur Ultima Ratio des stillen deutschen Stars. Bisher ist Kaymer ohne große Rückschläge mit unerschütterlichem Selbstvertrauen immer nur nach oben marschiert.


Die in der Branchenordnung auf Rang zwei bis fünf geführten Westwood, Mickelson, Luke Donald (England), Graeme McDowell und Tiger Woods könnten Kaymer bei bestimmten Konditionen mit einem Masters-Sieg wieder vom Thron stoßen. Nur mit einem kleinen Wunder an der Magnolia Lane kann Kaymer das noch verhindern.

Seine Masters-Ergebnisse sprechen dagegen: 78 Zähler waren das höchste Ergebnis für 18 Löcher auf dem Par 72-Kurs in Georgia, das der Weltranglisten-Erste bei seinem vierten Masters-Start im Augusta International GC gespielt hat. Bei den sechs Versuchen zuvor hat Kaymer lediglich einmal an der Magnolia Lane das Par 72 gebrochen, aber nie eine Runde in den Sechzigern geschafft.

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Die internationale Geldrangliste des Sports 2010
Golfprofi Tiger Woods wurde als Krösus unter den internationalen Top-Verdienern des Sports abgelöst. Stattdessen wird US-Profi-Boxer Floyd Mayweather jr. von "Forbes" an der Spitze der Großverdiener im Profisport geführt, was Preisgeld und Gehalt plus Werbeeinnahmen angeht. © Getty
Der neue Spitzenreiter in der Geldrangliste heißt Floyd Mayweather jr. Der US-Boxer verdiente durch seine Kämpfe und mit Werbung umgerechnet ungefähr 67 Millionen Euro. © dpa
Platz 2: Der philippinsche Boxer Manny Pacuiao mit 49 Millionen Euro. © dpa
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Platz 3: Woods kassierte 46,9 Millionen Euro im Jahr. © Getty
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Platz 4: LeBron James (Basketball) mit 41,9 Millionen Euro.  © Getty
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Platz 5: Roger Federer (Tennis) mit 41,6 Millionen Euro. © Getty
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Platz 6: Kobe Bryant (Basketball) mit 41,3 Millionen Euro.  © Getty
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Platz 8: David Beckham (Fußball) mit 36,4 Milllionen Euro. © Getty
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Platz 9: Cristiano Ronaldo (Fußball) mit 33,6 Millionen Euro. © Getty
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Platz 16: Rafael Nadal (Tennis) mit 26,4 Millionen Euro. © Getty
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Platz 18: Alex Rodriguez (Baseball) mit 26,3 Millionen Euro. © Getty
Platz 19: Fernando Alonso (Formel 1) mit 25,5 Millionen Euro. © dpa
Platz 20: Michael Schumacher (Formel 1) mit 23,7 Millionen Euro . © dpa
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Platz 20: Valentino Rossi (Motorrad) mit 23,7 Millionen Euro © Getty
Platz 24: Lewis Hamilton (Formel 1) mit 22,1 Millionen Euro. © Getty
Platz 24: Der Schwergewichtsweltmeister Wladimir Klitschko muss sich mit 22,3 Millionen Euro einen Platz mit Lewis Hamilton teilen.  © 
Platz 26: Die beste Frau im Ranking ist Maria Scharapova mit 22,1 Millionen Euro. © 
Platz 37: Mit ungefähr 19 Millionen Euro Manchesters Superstar Wayne Rooney. © 

Aber nach dem kapitalen Einbruch nagen Zweifel. Natürlich ist der zweimalige Mastersieger Langer gern gefragt. Er begleitet seit Jahren Kaymer aus der Distanz und sagte noch am Mittwoch: “Warum soll Martin nicht in Augusta gewinnen. Er hat das Zeug dazu. Ich weiß gar nicht, warum er nicht schon längst das Major gewonnen hat.“

Langer ist bekanntermaßen ein großer Fan seines “Nachfolgers“ und steht Gewehr bei Fuß. Der 53-Jährige musste auf seinen 26. Masters-Start in Serie verzichten, weil er unter den Folgen einer Daumenoperation leidet - ist aber zur Beratung vor Ort. Um das Aus beim ersten Major der Saison zu vermeiden, muss er mindestens den 44. Rang nach zwei Runden belegen - oder nicht mehr als zehn Schläge auf der Scorecard haben als der Spitzenreiter nach zwei Runden.

Beste Aussichten auf seinen ersten Major-Titel hat vor allem der erst 21 Jahre alte Nordire Rory McIlroy (65). Ironie des Schicksals: Ausgerechnet einer von Kaymers besten Kumpels auf der Tour, Spaniens Weitenjäger Alvaro Quiros, teilte sich nach der ersten Runde die Führung bei dem 7,5 Millionen-Spektakel mit McIlroy. Die Südkoeraner Koreaner Y.E. Yang und K.J. Choi lagen mit je 67 Schlägen auf Rang drei. Der top-gewettete Titelverteidiger Mickelson (70) und der viermalige Masters-Sieger Woods (71) lagen auf der Lauer.

dpa

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